Lemförde verleiht „Ehrenamtspreis“

Einsatz und Wirken für Mitbürger belohnt

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Sie bekamen von Stephanie Budke-Stambusch (3.v.l.) und Silvia Lange den Ehrenamtspreis: Jürgen Stegmann (v.l.), Jörg Henkelmann, Dr. Hans-Hermann Dehmel und Horst Münkel. Es fehlt Stephan Flore.

Lemförde - Von Christa Bechtel. „Wie schon vor zwei Jahren, fängt es an zu regnen. Ich weiß nicht, was wir falsch gemacht haben. Irgendwie hat der Wettergott, wenn es um den „Ehrenamtspreis“ in Lemförde geht, mit uns nicht so ein Einsehen.

Das haben die Leute, die geehrt werden, überhaupt nicht verdient“, sagte resigniert Stephanie Budke-Stambusch, Bürgermeisterin des „Flecken Lemförde“, zum Ausklang des „Lemförder Sommers“ im Bürgerpark.

Dort nahm sie am Sonntagnachmittag die Vergabe des Ehrenamtspreises „Engagiert in Lemförde“ gemeinsam mit DJane Feelgood, Silvia Lange, vor. Beide hatten mit ihren Firmen „Blitzmerker“ und „Events-erfrischend-anders“ die Preise gestiftet, die die fünf vorgeschlagenen Bürger in diesem Jahr entgegennehmen durften. 

„Sie bilden mit ihrem Wirken das Rückgrat unserer Gemeinde und setzen sich in besonderem Maße für andere ein, indem sie in ihrer Freizeit ehrenamtlich Aufgaben wahrnehmen“, betonte die Bürgermeisterin, die die Ehrungen, zwei in der Kategorie „Alltagshelden“ und drei in der Kategorie „Lebenswerk“ abwechselnd mit Silvia Lange vornahm.

Vom Musikverein vorgeschlagen

Stephan Flore war vom Musikverein „Altes Amt Lemförde“ vorgeschlagen worden, der 1994 dem Verein beitrat. „Durch seine professionelle Qualifikation als Dirigent und Musiklehrer war er für unseren Verein die Rettung für die derzeit schwache und dilettantische Musikerschar. 

Durch seinen Einsatz hat er aus den Instrumentalisten langsam eine gute orchestrale Gruppe hergestellt“, hatte Vorsitzender Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose hervorgehoben. Die Folge sei nicht nur eine Qualitätssteigerung gewesen, sondern immer mehr, besonders auch junge Musiker gesellten sich zum Orchester, sodass Flore nicht nur den Verein gerettet, sondern auch ein für Lemförde durchaus vorzeigbares Big-Band-Orchester erschaffen habe.

Ebenfalls in der Kategorie „Alltagsheld“ wurde Jörg Henkelmann geehrt, der vom Schützenverein Lemförde nominiert worden war. Seit 1962 sei er im Schützenverein und Spielmannszug; von 1979 an über viele Jahre Tambourmajor, dann Ehrentambourmajor und heute noch im Vorstand als Hallenwart tätig.

Über Jahre aktiv im Betriebssport

Über viele Jahre sei er zudem Vorsitzender der Betriebssportgemeinschaft Elastogran und Vorsitzender des BSG-Verbandes Diepholz gewesen, wie auch 20 Jahre aktiver Handballer. Weiter Betreuer im TuS Lemförde, der Fußballmannschaft sowie der Eintracht 70 Lemförde, stellte Budke-Stambusch in der Laudatio heraus.

In der Kategorie „Lebenswerk“ erhielt Jürgen Stegmann den Ehrenamtspreis, dessen Feuerwehrlaufbahn am 24. Januar 1977 mit dem Eintritt in die Jugendfeuerwehr Lemförde begann. Ab 29. Dezember 1986 sei er stellvertretender Gruppenführer der Ortsfeuerwehr gewesen; dieses Amt übte er bis zum 10. Januar 1998 aus. 

Ortsbrandmeister wurde Jürgen Stegmann am 1. Mai 1998. Diese Dienststellung übte er drei Perioden bis zum 30. April 2016 aus. „Sage und schreibe 18 Jahre war er Ortsbrandmeister der Ortsfeuerwehr Lemförde“, betonte Silvia Lange, die abschließend sagte: „Insgesamt 40 Jahre Dienst und Engagement in der Feuerwehr zum Wohle unserer Bürger.“

Preis für ein Lebenswerk

Auch Dr. Hans-Hermann Dehmel bekam den Ehrenamtspreis für sein Lebenswerk, da er sich seit vielen Jahren als Vorsitzender, stellvertretender Vorsitzender, Förderer und Unterstützer in Stiftungen und Vereinen wie die Dr.-Jürgen-Ulderup-Stiftung, dem Förderverein Familienzentrum, Hospizverein, Hospizstiftung engagiert. 

„Ohne das ehrenamtliche Engagement von Herrn Dr. Dehmel mit seinen Fachkenntnissen und monetärer Unterstützung wären viele Projekte in Lemförde nicht realisierbar gewesen“, akzentuierte Silvia Lange.

Horst Münkel war für sein Lebenswerk gleich von zwei Vereinen vorgeschlagen worden: Dem KulturBunt und dem TuS Lemförde. 34 Jahre sei er Vorsitzender des TuS Lemförde gewesen, jetzt Ehrenvorsitzender, listete Budke-Stambusch auf. Ebenso sei er Vorsitzender des Tischtenniskreisverbandes Diepholz, jetzt Ehrenvorsitzender, wie auch Spartenleiter Tischtennis, heute Ehrenspartenleiter gewesen. 

„Neben dem TuS Lemförde hast du dich auch in viele andere Sachen im „Flecken“ eingemischt, die in den letzten 30 Jahren von Bedeutung waren. Wie dem Amtshof, dass er erhalten und wiederhergestellt wird, hat der KulturBunt mitgeteilt“, erläuterte die Bürgermeisterin. Bis heute organisiere Münkel für den KulturBunt Jahr für Jahr Fahrten. Paul-Hermann Broi, Vorsitzender des TuS Lemförde habe abschließend geschrieben: „Horst Münkel hat sich um den Sport der Gemeinde Lemförde mehr als verdient gemacht. Er ist das Gesicht des TuS Lemförde!“

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