Durch lange Trockenheit geschädigt / Anpflanzung tierfreundlicher Sträucher geplant

Einige Bäume am Espohl werden gefällt

Försterin Anne Wittenberg und Günther Storck, Vorsitzender der Berginteressenten, zeigen die Schäden, die die Trockenheit im Innern einiger Bäume verursacht hat. Fotos: Russ

Lemförde - Von Melanie Russ. Im fortgeschrittenen Alter fällt die Anpassung an neue Gegebenheiten schwer. Eichen geht es da nicht anders als Menschen. Sind alte Bäume langer Trockenheit ausgesetzt, können sie Schaden nehmen, ihren Halt verlieren und unter Umständen zur Gefahr werden. Auch im kleinen Wäldchen am Espohl in Lemförde haben einige Eichen und Buchen die Trockenheit nicht gut überstanden. Etwa acht bis zehn von ihnen im Randbereich sollen in Kürze gefällt werden, denn sie könnten beim nächsten Sturm umkippen und im schlimmsten Fall die gegenüberliegenden Häuser beschädigen.

„Das tut einem auch leid“, betont Försterin Anne Wittenberg. Aber im Sinne der Verkehrssicherungspflicht sei die Fällung notwendig. In den vergangenen zwei Jahren sind demnach bereits einige Bäume umgekippt. „Diese wiesen abgestorbene Wurzeln auf“, berichtet Wittenberg. Als Ursache werde die Trockenheit und Hitze der letzten Sommer vermutet. „Alte Bäume können sich im Gegensatz zu jungen schlecht an schnell ändernde Standortbedingungen anpassen“, erläutert sie. Die geschädigten Eichen schätzt sie auf mehr als 100 Jahre, die Buchen auf 60 bis 100 Jahre.

Einigen Bäumen sieht man bereits deutlich an, dass sie vertrocknet sind, andere wirken auf den ersten Blick gesund. Doch bei genauerem Hinsehen war im Sommer zu erkennen, dass die Krone schon gar nicht mehr belaubt war. Das Holz der gefällten Bäume soll verkauft und beispielsweise für den Fachwerkbau in der Region genutzt werden.

„Im Espohl werden trotzdem noch viele alte Bäume stehen“, versichert Günther Storck, Vorsitzender der Genossenschaft der Berginteressenten zu Lemförde. Die Berginteressenten sind für die Fällung zuständig und übernhemen auch die Umgestaltung des Waldrandes. Er soll mit Sträuchern und klein bleibenden Baumarten bepflanzt werden, die die Häuser nicht gefährden können. Die neuen Gehölzarten werden zu verschiedenen Jahreszeiten blühen und so ausgewählt, dass sie Insekten und Vögeln Nahrung und Unterschlupf bieten und zugleich das menschliche Auge erfreuen. Auch den Bäumen können sie Schutz bieten. Angedacht sind laut Wittenberg Pfaffenhütchen, Weißdorn und Kornelkirsche.

Die Anpflanzung erfolgt eventuell noch in diesem Winter, vielleicht aber auch erst im Herbst. Der Herbst wäre für die Pflanzen vermutlich der bessere Zeitpunkt. Denn laut Wittenberg war der April, der für das Wachstum am wichtigsten ist, in den vergangenen Jahren der trockenste Monat des Jahres. Gerade junge Pflanzen, die erst richtig Fuß fassen müssen, haben es dann schwer. Wenn die Anpflanzungen abgeschlossen sind, soll laut Storck auch der Zaun entlang des Waldrandes erneuert werden.

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