„Eine wundervolle Form der Gemeinschaft“

Rudel-Lobpreis-Singen: „Eine wundervolle Form der Gemeinschaft“

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Mit Blick auf die Leinwand wurde sogleich begeistert mitgesungen.

Lemförde/Hunteburg - Kurz bevor das Rudel-Lobpreis-Singen in der guten alten Kirche der Kirchengemeinde Heilige Dreifaltigkeit Hunteburg starten sollte, verkündete Anette Kramer-Ströbel freudestrahlend: „Wir haben die 200-Leute-Marke geknackt!“ Im Namen der Pfarreiengemeinschaft der katholischen Kirchengemeinden Bohmte, Hunteburg, Lemförde hatte die Dreifaltigkeitsgemeinde dazu eingeladen.

Anette Kramer Ströbel und Beate Ellermann hatten mit weiteren rund 20 Helfern die dritte Auflage dieser inzwischen sehr beliebten Veranstaltung organisiert. Bereits gut zwei Stunden vorher waren alle vor Ort. Denn: „Die Kirche muss ausgeräumt werden, sodass wir nur Stehfläche haben. Weiter musste das Licht aufgebaut werden, da das Gotteshaus immer sehr schön illuminiert wird. Aber auch der Glühwein und die Würstchen zum Grillen mussten vorbereitet werden. Weil es nicht nur das Singen sein soll, sondern auch das Gemütliche hinterher gehört unbedingt dazu. Das ist vielleicht das Spezielle an diesem Lobpreis-Rudel-Singen“, meinte Beate Ellermann, die weiter ergänzte: „Anette Kramer-Ströbel hat wieder viele Helfer außerhalb von Kirche gefunden. Das ist auch das Anliegen des ‚Rudelsingens‘. Die Kirche zu öffnen und interessant zu machen auch für diejenigen, die nicht so den Bezug dazu haben. So können sie mal wieder einen Kirchenraum erleben.“

Warum kommen die Sängerinnen und Sänger so gerne zum Lobpreis-Rudel-Singen? „Weil es eine wundervolle Form ist, in großer Gemeinschaft zu singen und eine vorweihnachtliche Stimmung aufzubauen, da es in die Jahreszeit passt. Dieses Rudelsingen erinnert mich an mein Studium, wo wir in der Aula in allen drei Stimmlagen und im Kanon gesungen haben. Das war immer ein schöner Abschluss der Studienwoche“, schwärmte Jochen Selbach aus Hüde. Margret Menne aus Lemförde bekräftigte: „Weil es mir Spaß macht und weil es eine tolle Sache ist.“

„Ich kann nicht singen, aber ich singe gerne“

Birgit Saathoff aus Lemförde war mit zwei Freundinnen gekommen und beteuerte verschmitzt: „Weil wir gerne singen. Zuhause darf ich nicht. Ich kann nicht singen, aber ich singe gerne.“

Mit den Worten: „Schön, dass Sie heute Abend alle da sind und Lust haben mitzumachen“, begrüßte Hausherr Marc Weber, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft die Besucher, der sich besonders freute: „Es werden jedes Jahr mehr.“ Sein besonderer Gruß galt Sven Streich-Bruning, der die große Sängerschar kurze Zeit später am Klavier einfühlsam begleitete. Webers Dank galt all denen: „Die diesen Abend möglich gemacht haben.“

Zum Programm gehörten dann einige alte Schlager, die man lange nicht mehr gesungen hatte. Wie „Anita“ von Costa Cordalis, „Tränen lügen nicht“, das Michael Holm 1974 sang, „All my love“ von den Beatles aus dem Jahr 1963 oder der Gassenhauer von Udo Jürgens von 1977 „Mit 66 Jahren“. Zur Rubrik „neues geistliches Lied“ zählten beispielsweise „Da berühren sich Himmel und Erde“ oder „Von guten Mächten“. Lustig wurde es mit dem unvergessenen „Mein kleiner grüner Kaktus“, das 1934 die Comedian Harmonists sangen, aber auch mit „Pastor sin Kauh“. Ein wenig vorweihnachtlich gestaltete sich das Singen mit „In der Weihnachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski, „Rudolph The Red Nosed Reindeer“ und „I´m Dreaming Of A White Christmas“ von Bing Crosby. Mit „Danke für diese Abendstunde“ klang das dritte Rudel-Lobpreis-Singen aus. 

cb

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