Ehrenamtler werden während „Lemförder Sommer“ für ihre Arbeit ausgezeichnet

„Die Kronjuwelen der Gesellschaft“

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Bürgermeisterin Stephanie Budke-Stambusch (l.) und Sponsorin Silvia Lange (r.) überreichten Dorita (2.v.l.) und Eckhard Dildey im Beisein der Laudatorin Kerstin Lagemann (3.v.l.) den Ehrenamtspreis in der Kategorie „Alltagshelden“.

Lemförde - „Ehrenamtlich Tätige sind die Kronjuwelen der Gesellschaft. Jede Gemeinde macht sich auf Dauer arm, wenn sie diese nicht anzuerkennen und ab und zu ins Schaufenster zu legen weiß. Wie wir am heutigen Nachmittag“, sagte Stephanie Budke-Stambusch, Bürgermeisterin des „Flecken Lemförde“, als am späten Sonntagnachmittag während der dreitägigen Großveranstaltung „Lemförder Sommer“ diejenigen geehrt wurden, die sich besonders für den Ort und seine Menschen engagieren. Daher auch das Motto: „Engagiert in Lemförde“ mit der Vergabe eines Ehrenamtspreises.

Geboren wurde die Idee für diese besondere Aktion im Arbeitskreis „Lemförder Sommer“, der beschloss: Wir bilden drei Kategorien, nämlich „Alltagshelden“, „U25“ – hierzu gab es leider keine Vorschläge, sodass die Kategorie in „Projekt“ umgewandelt wurde – und „Lebenswerk“. Doch zuvor bat die Bürgermeisterin all diejenigen zur Bühne, „die in mehreren Arbeitskreisen zusammen dieses Fest organisiert haben“. Mit spezieller „Lemförder Sommer-Schokolade“ wurde denen „Danke“ gesagt.

Nach den Sommerferien wird die Mannschaft aus über 50 Ehrenamtlichen zu einem gemütlichen Beisammensein mit Essen eingeladen.

In alphabetischer Reihenfolge stellten dann abwechselnd Stephanie Budke-Stambusch und „DJane Feelgood“, Silvia Lange, die von Lemförder Bürgern Nominierten vor. Bei den „Alltagshelden“ waren das Dorita und Eckhard Dildey, die sich seit vielen Jahren um Flüchtlinge und Asylsuchende in Lemförde kümmern. Sie seien Vermittler und auch Streitschlichter und würden sich durch unermüdlichen Einsatz für die hier „fremden“ Menschen auszeichnen.

Weiter war Stephan Flore vorgeschlagen worden, der seit 1994 Dirigent des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ ist. Dank seines Einsatzes wurde aus (O-Ton Vorsitzender Karl-Wilhelm Meyerrose) „einer dilettantischen Musikergruppe ein modernes Big-Band Orchester“. Als nächstes Stefan Korte, der seit 2011 Leiter der DRK-Bereitschaft Lemförde ist und viel Zeit in die Leitung, Ausbildung und Fortbildung der Bereitschaft steckt. Aber auch der Vorsitzende des Kiga Lemförde, Heiner Lindemann, wurde nominiert, der neben Hausmeistertätigkeiten sogar manchmal als Betreuer in der „Zwergenburg“ im Einsatz ist. Auch Helmut Meier, der sich noch im hohen Alter von 90 Jahren jeden Tag um seinen ehemaligen Nachbarn kümmert, der mittlerweile auf den Rollstuhl angewiesen ist. Und Jürgen Stegmann, seit 18 Jahren Ortsbrandmeister der Lemförder Feuerwehr, der sich 365 Tage, 24 Stunden am Tag ehrenamtlich für das Wohl aller Mitbürger im Flecken einsetzt und immer dienstbereit ist.

In der Kategorie „Projekt“ wurde der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst Lemförde vorgeschlagen. Eine Gruppe von 32 Ehrenamtlichen, die sich in ihrer Freizeit für Schwerkranke, deren Angehörige und Trauernde engagieren. Ebenso wurden die „Integrationshelfer“ benannt, die mit viel Kraft, Mut, Fantasie und Humor den Flüchtlingen vor Ort helfen, sich zurechtzufinden.

Zum Preis „Lebenswerk“ wurde Gerd Growe, der sich seit Jahrzehnten in verschiedensten Bereichen, früher in der Jugendarbeit, heute im Seniorenbereich engagiert, vorgeschlagen. Aber auch Friedrich Meyer, der seit 1979 mit viel Geduld und musikalischem Feingehör Chöre in der evangelischen Kirchengemeinde leitet. Des Weiteren Horst Münkel, der 34 Jahre erster Vorsitzender des TuS Lemförde war und immer ein offenes Ohr für alle Sportler hatte. Und Willibald Siegel, der mit 93 Jahren immer noch ein Gentleman ist, (O-Ton Silke Hülsmann), fast 30 Jahre Rendant der Katholischen Kirchengemeinde war sowie seit über 20 Jahren und auch heute noch als Hospizbegleiter aktiv ist.

Bei den „Alltagshelden“ bekamen den Ehrenamtspreis Dorita und Eckhard Dildey, den „events-erfrischend-anders“, Silvia Lange, sponserte; die Laudatio übernahm Kerstin Lagemann. Der Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst erhielt den Preis „Projekt“. Laudator war Pastor Eckhart Schätzel, Sponsor die Barre-Brauerei, die durch ihren Verkaufsleiter Mike Eickhoff vertreten wurde. In der Kategorie „Lebenswerk“ gewann Gerd Growe, für den Oberin Schwester Heidemarie Jäckel die Laudatio hielt. Den Ehrenamtspreis stiftete „Blitzmerker“ Stephanie Bukde-Stambusch.

cb

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