Corona-konformer Spaß am See

Hunderte Besucher genießen sonniges Winterwetter auf zugefrorenem Dümmer

Der gefrorene Dümmer von oben: Diese Aufnahme machte Andreas Hollweg bei einem Flug über die winterliche Landschaft in einem Propeller-Flugzeug.
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Der gefrorene Dümmer von oben: Diese Aufnahme machte Andreas Hollweg bei einem Flug über die winterliche Landschaft in einem Propeller-Flugzeug.

Für Hunderte Besucher war bei Sonnenschein und blauem Himmel der zugefrorene Dümmer in Hüde und Lembruch am Wochenende die Anlaufstelle Nummer eins. Die meisten hielten sich laut Polizei an die Corona-Regeln.

Hüde/Lembruch ‒ Trotz Warnung des Dümmer Tourismusmanagements, das das Betreten der Eisflächen am Freitag als „lebensgefährlich“ beschrieb, trauten sich am Wochenende viele Naturbegeisterte auf den See. Bereits am Samstag lockte das traumhafte Winterwetter unzählige Besucher auf das Eis ‒ zu Fuß, mit dem Schlitten oder auf Schlittschuhen.

Am Sonntag strömten ebenfalls Hunderte zum Dümmer, um mit Freunden und Familie über das Eis zu spazieren oder sich beim Schlittschuhfahren sportlich zu betätigen. Neben den zweibeinigen Besitzern ließen sich auch einige Vierbeiner an der Leine den Spaß auf dem Eis nicht entgehen. Bei leichtem Wind bekamen die Besucher auch einige Eis-Segler zu Gesicht, die ihr Gefährt gekonnt zwischen ihnen über den See manövrierten.

Der Überblick zum Besucherandrang am Sonntag ist am neuen Aussichtssteg am Marissa-Ferienpark gut. Zahlreiche Gäste besuchten den zugefrorenen See.

Bei der Anfahrt zum See, beispielsweise in Richtung der Parkplätze am Dümmerhotel Strandlust in Lembruch, entstanden zeitweise Staus. Die Kennzeichen der Fahrzeuge verrieten, dass viele Gäste aus den umliegenden Landkreisen und dem Ruhrgebiet kamen. Die Parkplatzsituation gestaltete sich augenscheinlich geordnet, die Fahrer verhielten sich fast immer rücksichtsvoll. Auch der Parkplatz an der Bundesstraße 51 vor dem Marissa-Park war gut gefüllt. Die Besucher nutzten das kostenfreie Parken und den Weg zum See, um sich den Baufortschritt der Ferienanlage anzusehen. Viele Straßenränder in Lembruch und Hüde waren ebenfalls zugeparkt. In Hüde waren zusätzlich der Parkplatz an der Schützenhalle und am Hallenbad sowie private Flächen geöffnet.

Die Corona-Regeln hielten die Besucher weitestgehend ein, wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage erklärte. Beamte seien vor Ort gewesen und hätten dort, wo zu viele Menschen zusammen standen, „den ein oder anderen“ angesprochen. Die Besucher seien einsichtig gewesen, Probleme habe es nicht gegeben. Dem örtlichen Ordnungsamt sind laut dessen Leiter Uwe Allhorn ebenfalls keine Probleme zu Ohren gekommen.

Gleiches berichten die Bürgermeister Margarete Schlick (Lembruch) und Heiner Richmann (Hüde), die ein wenig bedauerten, dass die Gastronomie nicht von dem traumhaften Winterwetter und den Touristen profitieren konnte. „Endlich haben wir mal wieder einen richtigen Winter und dann dürfen die Gastronomen nicht öffnen“, so Richmann. Das sei sehr schade, aber in der aktuellen Situation nicht zu ändern.

„Wir hätten uns so gefreut, wenn wir eine Eis-Party hätten feiern können“, erklärte Margarete Schlick, die selbst unter anderem einen Imbiss betreibt. „Aber die Gesundheit geht vor.“

Zwar habe sie in Einzelfällen Gäste rausbitten müssen, weil sie keine Maske tragen wollten, aber im Verhältnis zu dem, was los war, seien es verschwindend wenige gewesen. „Die Leute sind mittlerweile sensibilisiert und halten sich an die Regeln“, ist ihre Erfahrung.

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