Dümmer-Museum und Naturschutzring laden zum „Neptuntag“ / Viele Aktionen rund um das Thema „Wasser“

Von Wasserflöhen und Kugelkrebsen

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Museumsleiterin Sabine Hacke (r.) untersuchte mit dem kleinen Fynn Härtel und seinen Eltern aus Iserlohn eine Wasserprobe.

Lembruch - „Ich wollte etwas über den aktuellen Zustand des Dümmer hören. Weil das Dümmer-Forum immer nur im Frühjahr und im Herbst ist. Aber dazwischen ereignet sich ja etwas“, erklärte Hartwig Roggenkamp aus Hüde, warum er im Rahmen des Neptuntags am und im Dümmer-Museum Lembruch an der begleiteten Bootstour „Forschungsstation unterwegs“ teilnahm.

Diese wurde in Kooperation mit dem Naturschutzring Dümmer ausgerichtete, vertreten durch Frank Körner und Dorothee Wibbing, die zusätzlich im Dümmer-Museum die Forschungsstation „Leben im Wasser“ betreut.

„Neptun“ war ursprünglich der Gott der fließenden Gewässer, der springenden Quellen und sogar des Wetters. Deshalb laden Museumsleiterin Sabine Hacke und ihr Team seit einigen Jahren zum „Neptuntag“ ein. Dort dreht sich alles um das Thema „Wasser“. 20 Personen nahmen an der Bootstour, mit der das Programm eröffnet wurde, teil.

„Wir haben in Hüde einen Wohnwagen und auch ein Segelboot stehen. Und wir sind immer daran interessiert, zu gucken: Wie entwickelt sich das hier eigentlich?“, begründete Jutta van Benthem aus Osnabrück ihre Teilnahme. „Es war wirklich interessant mit den Wasserproben, deren Ergebnis wir jetzt sehen können“, zeigte sich Corinna Härtel aus Iserlohn begeistert. Sie hatte ihren Sohn Fynn mitgenommen. Beide machen zurzeit Urlaub am Dümmer. Fynn fand die Aktion einfach nur „gut“ und schaute gespannt weiter durch das Mikroskop. Dort konnte er beispielsweise Wasserflöhe mit Eiern entdecken, die sogar per Bildschirm noch vergrößert wurden. Oder Kugel- und Rüsselkrebse, zu denen Interessierte auch im neuen „Kursbuch Dümmer“ auf weitere Informationen finden.

„Wir haben keine Blaualgen im Dümmer“, verkündete Dieter Tornow, Vorsitzender des Vereins „Agenda 21 Diepholz“. Etwas Stolz schwang schon in seiner Stimme mit. Tornow hatte bereits am frühen Morgen dem Zwischenahner Meer, der Thülsfelder Talsperre und dem Alfsee Wasserproben entnommen, die er nun den Teilnehmern der Bootstour präsentierte. Probleme mit Blaualgen gebe es weder in der Thülsfelder Talsperre noch am Alfsee. Im Zwischenahner Meer sehe das ganze jedoch etwas anders aus, stellte der Naturschutzbeauftragte dar.

Abgerundet wurde der „Neptuntag“ mit spielerischen Elementen. Wie zu Omas Zeiten Wäsche waschen, Papier schöpfen, mit dem Tragejoch Wasser holen oder Sabine Hacke stellte die Fischwelt des Dümmers und sein Plankton vor. Für Sonntag, 5. Juli, lädt der Naturschutzring Dümmer nochmals zu einer Bootsrundfahrt auf dem Dümmer mit Bodenuntersuchung unter dem Motto „Wasserfloh & Co“ ein. Treffpunkt ist um 11 Uhr in der Hafenanlage „Am Turm mit der Uhr“ in Lembruch. Erwachsene zahlen vier Euro für die Tour, Kinder können für 2,50 Euro an Bord gehen.

cb

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