Dümmer: Ergebnisse der Befragung durch Hochschule Osnabrück liegen vor

Fast alle Gäste empfehlen den See weiter

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40 Prozent der Dümmer-Gäste kommen öfter als fünf Mal im Jahr zum See. Unser Bild zeigt eine Luftaufnahme von Lembruch im vergangenen Oktober.

Lemförde - Studenten der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Hochschule Osnabrück führten in Abstimmung mit der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ und dem Tourismusverband Dümmerland eine mündliche Gästebefragung sowie eine schriftliche Zweitwohnungsinhaberbefragung am Dümmer durch. Im Rittersaal in Lemförde wurden die Ergebnisse präsentiert.

Die Befragung der Tagesgäste erfolgte an vier Tagen im Oktober in den Orten Lembruch, Hüde und Dümmerlohausen. Bei gutem Wetter konnten 242 Personen interviewt werden. Die Rücklaufquote der schriftlichen Befragung der 700 Zweitwohnungsinhaber war sogar noch etwas höher.

Die Auswertung der Gästebefragung lieferte unter anderen folgende Ergebnisse: Die Dümmer-Besucher kommen zum Großteil aus Osnabrück, aus dem nahen Samtgemeindegebiet von Lemförde, aus Vechta, Diep-holz und Bielefeld sowie auch aus den Niederlanden.

Die Mehrheit der Befragten besucht den Dümmer mit Partner beziehungsweise Familie oder Freunden. Bevorzugt in der wärmeren Jahreshälfte.

Die Dümmer-Gäste sind „Wiederholungstäter“: 40 Prozent kommen öfter als fünf Mal im Jahr, 25 Prozent zwei bis fünf Mal im Jahr an den See. Die Weiterempfehlungsrate liegt bei fast 100 Prozent.

Die Meisten (23 Prozent) kommen zum Spazieren gehen an den See, dicht gefolgt von Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Wassersport und Vogelbeobachtung.

Bei der Frage, was die Interviewten spontan mit dem Dümmer in Verbindung bringen, stand der Themenkomplex „Natur und Landschaft, insbesondere auch Vogelwelt und Kraniche genießen“ (208 Nennungen) an erster Stelle, danach „Wassersport, besonders Segeln“ (155 Nennungen), gefolgt von „Wandern und Radfahren“ (78 Nennungen). Ein weiterer großer Teil (23 Prozent) assoziierte mit dem Dümmer Ruhe, Erholung, Entspannung und Urlaubsgefühl. Auch bei der Frage nach dem, was den Gästen am Dümmer besonders gut gefallen hat, wurden ähnliche Stichworte genannt. Allerdings wünschen sich die Befragten auch mehr moderne und verbesserte Gastronomie, weitere Veranstaltungen, mehr Angebote für Jugendliche und einige waren für die Trennung von Rad- und Wanderwegen.

86 Prozent der Befragten nutzt regelmäßig das Internet. 28 Prozent informierten sich vor dem Besuch des Sees im Internet und 29 Prozent mobil meist per Smartphone – direkt vor Ort. Mehr als die Hälfte ist in sozialen Netzwerken unterwegs. „Diese Zahlen werden zukünftig weiter ansteigen“, betont Tourismusmanagerin Jessica Weßling. „Hier planen wir aktuell ein Set-Up und einen weiteren Ausbau der verschiedenen Social-Media-Kanäle sowie eine Aktualisierung unserer Homepage und wir denken über eine Dümmer-App nach.“

„Die Befragung gibt uns einen Aufschluss darüber, wie die Gäste den See und sein Umfeld beurteilen und welche Gästegruppe den Dümmer im Herbst besucht“, merkt Thorsten Finke, Vorsitzender des Tourismusverbands, an.

Die Zweitwohnungsinhaber verbringen durchschnittlich 85 Tage im Jahr am Dümmer und möchten den Zweitwohnsitz langfristig auch beibehalten.

Bei den Freizeitaktivitäten stehen Radfahren, Essen gehen, Ausruhen, Spazierengehen, Einkaufen im Hofladen, Segeln und Ausflüge in der Umgebung hoch im Kurs.

Positiv bewerten die „Dümmer-Kenner“ die Umsetzung neuer Maßnahmen, wie zum Beispiel den Wasserspielplatz in Lembruch oder die Wasserqualität der letzten beiden Jahre. Besonders zufrieden sind sie mit dem Preis-Leistungsverhältnis vor Ort, dem Wassersportangebot sowie den Informationen zu Freizeit- und Veranstaltungsangeboten. Zusätzlich würden sie sich aber über eine Dümmer-App freuen. Allerdings müssen ihrer Ansicht nach „die Sanierung des Sees und die Verbesserung der Wasserqualität schneller voranschreiten“.

Nach der Auswertung und Interpretation der Ergebnisse beider Befragungen sowie einer kurzen Analyse, haben die Studenten neue Ideen hinsichtlich eines touristischen Angebotes am Dümmer ausgearbeitet. Es wurden Projekte wie zum Beispiel der Dümmer-Picknick-Sommer, die Dümmer- Winterlichter, das Dümmer- Hexendorf, der Dümmer bei Nacht, Geo-Caching und weitere interessante Anregungen vorgestellt.

„Die Ergebnisse sowie eine Auswahl möglicher Ideen, werden in der weiteren touristischen Planung selbstverständlich Berücksichtigung finden“, so die Aussage des Tourismusverbandes, der sich sehr über die Kooperation mit der Hochschule Osnabrück und die ausführliche Präsentation gefreut hat.

Auch Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe bedankte sich herzlich bei den Studenten und den betreuenden Lehrkräften, Diplom-Pädagogin Gerlinde Buddrick und Professor Günter Valjak, für die angenehme Zusammenarbeit und die ideenreichen Ergebnisse.

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