Seereinigung bei Niedrigwasser

„Putzkolonne“ fischt etwa 300 Reifen aus dem Dümmer

Das Team der Familie Schlick hatte ein Kanu im Schlepptau und stolperte nach nicht einmal zehn Metern über den ersten Altreifen.  - Fotos: Krause
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Das Team der Familie Schlick hatte ein Kanu im Schlepptau und stolperte nach nicht einmal zehn Metern über den ersten Altreifen.

Lembruch/Hüde - Der Dümmer ist eingebettet in eine wunderschöne Landschaft. Viele Menschen suchen dort Erholung vom Alltag und verbringen an seinen Ufern ihre Freizeit. Leider bleibt dabei Einiges liegen, das nicht in die Natur gehört.

Der historisch niedrige Wasserstand gewährt derzeit tiefe Einblicke in die Uferzone und lässt den Unrat sichtbar werden. Eine Gruppe von Wassersport- und Dümmerfreunden befreite den See am Samstag zumindest zwischen der Hafenanlage Schlick in Lembruch und dem Hafen Godewind vom Müll. Laut Luke Schmieding bargen die Aktiven unter anderem etwa 300 Reifen.

Die Segelschulen Schlick und Godewind, die „Bar Dü Mar“, Interessengruppen wie „Pro Kite“ und Wassersportler, die zum Teil normalerweise im Wettbewerb zueinander stehen, beteiligten sich gemeinsam an der Aktion. Denn ein gesunder See und eine heile Umwelt seien im Interesse aller, betonten sie. Nur gemeinsam könne man etwas bewegen.

Bestens gelaunt fanden sich die Sammler am Samstag um 10 Uhr an Robins Surfschule ein und rüsteten sich – sofern nicht schon selbst mitgebracht – mit Neoprenanzügen, Handschuhen und Surfbrettern zum Transport des geborgenen Mülls aus. Strahlender Sonnenschein und Windstille boten optimale Rahmenbedingungen für die Sammelaktion.

Die Organisatoren hatten vorab den Abschnitt zwischen Schoddenhof und Hafen Schlick erkundet, um die Aktion besser planen zu können. Allein in dem Bereich seien ihnen mehr als 50 alte Autoreifen und zahlreiche Glasflaschen aufgefallen, berichteten sie. Nach vielen Telefonaten und Anfragen bei Behörden und Verbänden habe sich schließlich die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde angeboten, das Sammelgut anzunehmen.

Wassersportler und weitere Helfer nutzten den niedrigen Wasserstand und das sonnige Wetter zur Reinigung des Dümmer-Ufers.

Viele der Altreifen, so erklärte das Sammelteam, hätten an inzwischen nicht mehr besetzten Bootsliegeplätzen als Polster für die Boote gedient. Starkwind und hohe Wellen hätten sie aus ihren Lagern ins Wasser befördert. Ganz fies werde es, wenn ein Reifen als Grundgewicht mit Beton ausgegossen sei, erläuterte Jens Schlick. „Das Ding ist dann oft alleine nicht mehr zu heben.“

Zwei Teams starteten am Schoddenhof Richtung Hüde, ein Team arbeitete ihnen von Hüde aus entgegen, das vierte Team begab sich auf dem Wasserweg von Schlick zum Schoddenhof. Der gesammelte Müll wurde auf drei Auto-Anhängern gesammelt, die die Aktion auf dem Deich begleiteten. Am Ende waren sie prallvoll gefüllt mit Metallgegenständen, Glasflaschen und Plastikmüll.

uk

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