Constantin von Kuczkowski referiert

„Digitalisierung nicht ignorieren“

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Als Dank überreichte LemFörderer-Vorsitzender Dietmar Emshoff (l.) Constantin von Kuczkowski einen edlen Tropfen.

Lemförde - Von Christa Bechtel. Zum traditionellen Neujahrsempfang der Werbegemeinschaft „LemFörderer“ im Rittersaal des Amtshofes in Lemförde hielt in diesem Jahr Constantin von Kuczkowski, Geschäftsstellenleiter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover, den Festvortrag zum Thema „Digitalisierung: die größte Herausforderung für den Handel seit Einführung der Selbstbedienung“.

„Digitalisierung ist immer ein Thema“, meinte von Kuczkowski, der mit seinem Vortrag Anstöße und Ideen gab. „Um auch in diesem Bereich den ‚Flecken‘ und die Region gut und besser aufzustellen.“ Handel und Digitalisierung würden inzwischen unzertrennlich zusammen gehören, so der IHK-Vertreter. Zahlreiche Betriebe hätten gerade im letzten halben Jahr deutlich gezeigt, „dass die Entwicklung rasant in Richtung Digitalisierung geht.“

„Der Handel hat die fortschreitende Digitalisierung zu meistern“, betonte von Kuczkowski, der sich jedoch sicher ist, dass stationäre Läden unverzichtbar sind, jedoch differenziert zu betrachten seien. Denn: „Der Handel hat weiterhin wichtige Aspekte vorzuweisen, wie qualifizierte Beratung, Ambiente, soziale Kontaktpflege, Warenverfügbarkeit, Warenangebot- und -prüfung, Erreichbarkeit, Barrierefreiheit…“.

„Ungeahnte Möglichkeiten“

„Das Thema der Digitalisierung hat aber auch Auswirkungen auf weitere Marktpartner. Zum Beispiel die Gastronomie oder Banken, Versicherungen, sonstige Dienstleister – und damit auf die ganze innerstädtische Struktur“, unterstrich der Referent, der weiter hervorhob, dass die Digitalisierung die Markteintrittsbarrieren ganz massiv habe sinken lassen. „National wie international ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten“, erklärte von Kuczkowski. Dadurch würden sich für den Einzelhandel starke Veränderungen ergeben. Die Einführung der Selbstbedienung habe dagegen nicht zu so fundamentalen Veränderungen geführt, „wie es heute der Fall ist. Die Geschwindigkeit, mit der sich das Konsumverhalten, damit das Käuferverhalten verändert, ist gewaltig. Der Umsatz im Onlinehandel steigt stetig an“, akzentuierte der Vortragende, der etliche Zahlen parat hatte.

Kauf online beginnen und stationär abholen

Wenn er den richtigen Mix finde, könne der stationäre Handel wieder Fuß fassen. Als Zauberwort sah der Syker die Erlebnisorientierung gegenüber dem Onlineshop. „Ideal wäre es, wenn der Kunde den Kauf online beginnt und stationär abholt“, so von Kuczkowski, der sich wünschte, dass der Handel Daten und Dienste bereitstellt, „wie sie aktuell der Onlinehandel anbietet.“ In 10 bis 15 Jahren werde es auch Produkte geben, die man sich heute noch gar nicht vorstellen könne. Hier zählte er beispielsweise den 3 D-Drucker als Lebensmittelhersteller auf. Ein schönes Projekt sei auch „Die Digitale Innenstadt“ in Diepholz. Kuczkowski: „Wir haben aus der Region für die Region viele Beispiele: Was macht der Handel im digitalen Bereich?“ Viele Exempel könne man sich im Internet unter www.hannover.ihk.de runterladen.

„Es ist also nicht die Frage wann, sondern wie stelle ich meine Strategien auf die heutigen Bedürfnisse ein. Es gilt die Kernbotschaft: alles, was sich digitalisieren lässt, wird auch digitalisiert – gnadenlos. Es gilt, das Thema ‚Digitalisierung‘ nicht zu ignorieren, sondern auch in kleinen Schritten einzusteigen und nach eigenen Lösungen aktiv zu suchen. Nach wie vor geht es aber darum, den Kunden zufriedenzustellen. Allerdings haben sich die Kundenwünsche verändert – und dem muss man einfach Rechnung tragen. Es ist eine weitere Chance, um Kundenwünsche zu erfüllen“, sagte von Kuczkowski.

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