Voller Tatendrang und selbstkritisch

Dietmar Emshoff bleibt Vorsitzender der Werbegemeinschaft Lemförderer

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Der wiedergewählte Vorsitzende der Werbegemeinschaft Lemförderer, Dietmar Emshoff (Mitte), und Schriftwart Axel Meinke (rechts) nehmen Neumitglied Reimund Thrien als Kassenprüfer in ihren Reihen auf.

Stemshorn - Die Werbegemeinschaft für die Samtgemeinde Altes Amt Lemförde zählt drei neue Mitglieder, hat im neuen Jahr gemeinsam viel vor, unterstützt die Mitglieder und die Wirtschaft. Dazu gehöre auch Fort- und Weiterbildung der Betriebe etwa zum Thema Datenschutzgesetz oder Flüchtlinge als Auszubildende. „Wir scheuen kein Gespräch, keine Kommunikation und werben aktiv nach außen“, fasste der wiedergewählte Vorsitzende Dietmar Emshoff während der Jahreshauptversammlung der Lemförderer am Montagabend zusammen.

Die Werbegemeinschaft arbeite proaktiv mit der Samtgemeinde, dem Flecken, der Von-Sanden-Oberschule Lemförde und anderen Akteuren zusammen. Anders seien die großen Aktionen wie das Lemförder Sommerfest, der Lichterzauber, die Berufsmesse oder die divergierenden Fachmessen im Rittersaal nicht umsetzbar. „Mein Ziel ist immer noch die 100er-Marke, wir sind aktuell bei 68 Mitgliedern“, so Emshoff. Die Mitglieder banden sofort einen der Neuzugänge – Reimund Thrien (Dachdeckerbetrieb Brockum) – ein. Er wurde zum neuen Kassenprüfer gewählt. Axel Meinke bleibt Schriftwart.

Der Rückblick auf die Aktionen fiel sehr positiv aus: Beim Neujahrsempfang zählte die Werbegemeinschaft 169 Gäste, die Berufsmesse in Diepholz trug bereits erste Früchte in der Rekrutierung von Auszubildenden. „Der Lemförder Sommer entwickelt sich zu einem Publikumsmagneten wie der Dümmerbrand“, resümierte Emshoff. Mit Blick auf die Finanzen ist er froh, dass die Lemförderer demnächst für das Event einen noch höheren Zuschuss vom Flecken Lemförde bekommen. Geplant ist der Lemförder Sommer vom 14. bis 16. Juli 2019 im Bürgerpark.

„Genuss und Leben“ am 16. September im Rittersaal

Eine weitere Zielvorgabe umschrieb Claudia Schnabel, verantwortlich für die Organisation der 19. Diepholzer Berufsmesse. Im vergangenen Jahr seien es sieben erfolgreiche Aussteller gewesen, in diesem Jahr sollen es mindestens doppelt so viele sein. Die Messe geht vom 14. bis 16. Juni am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup über die Bühne. Um für die Herausforderungen gewappnet zu sein, die auf Unternehmen zukommen, wenn sie Flüchtlinge als Auszubildende in den Betrieb bringen, haben die Lemförderer in Kooperation mit der Samtgemeinde Lemförde und der Oberschule einen Informationsabend am 5. März im Rittersaal organisiert.

In dem Kontext stellte sich Bianca Wagner-Lückemeyer vom Verein „Orientierung Leben Entwicklung“ (O.L.E.) vor, die für die Eingliederung von unbegleiteten minderjährigen ausländischen Flüchtlingen in Lemförde verantwortlich zeichnet. Basis für die dreijährige Arbeit ist eine Förderzusage der „Aktion Mensch“.

Über weitere Aktivitäten berichteten Emshoff, Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe und Fleckenbürgermeisterin Stephanie Budke-Stambusch. „Die BASF Polyurethanes will sich aktiv bei Events in den Ort einbringen“, sagte Emshoff und verwies auf die Messe „Genuss und Leben“ am 16. September im Rittersaal.

Bahnhofsrenovierung auf 2020 vorgezogen

„Lemförde wächst und wächst, und wir haben kein Bauland mehr“, betonten Scheibe und Budke-Stambusch. Um die Bauwilligenliste im Rathaus bedienen zu können, strenge die Samtgemeinde den verstärkten Dialog mit den Mitgliedsgemeinden an und forciere eine städtebauliche Planung zwischen Lemförde und Stemshorn. „Dabei handelt es sich um 48,5 Hektar, wenig kommunales Land, viel privater Grund“, berichtete Scheibe und sprach von einer auf die nächsten 20 ausgelegten Zukunftsplanung.

Zur touristischen Infrastruktur sagte Scheibe: „In Hüde und Lembruch entstehen neue WC-Anlagen, und eine neue Brücke über den Marler Graben haben wir bereits erstellt.“ Lemförde plane eine neue Sporthalle, weil die Bedarfe nicht befriedigt werden könnten.

Exklusiv erfuhren die Lemförderer folgendes: „Die Deutsche Bahn hat unseren Bahnhof in der Zeitskala für die Renovierung und für Barrierefreiheit auf 2020 vorgezogen“, so Scheibe. Das bedeute, dass die Samtgemeinde mit ihren Planungen zum Vorplatz „reinhauen“ müsse. - sbb

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