Unverständnis bei Gästen über Haltung der Politik / Hannker nimmt Scheibe in die Pflicht

„Der Tourismus bleibt stehen“

Heike Hannker (l.) informierte gestern Mittag geschätzte 100 Interessierte über die Vorgeschichte zum Bau der Abenteuergolfanlage und über die Entscheidung im Samtgemeinderat gegen die überplanmäßige Ausgabe. - Foto: Benker

Hüde - Groß war die Zahl der Interessierten, die gestern Mittag zu jenem Platz am Dümmer in Hüde gekommen waren, wo die neue Abenteuergolfanlage geplant war. Etwa 100 Gäste, Touristiker aus Hüde und Lembruch sowie weitere Interessierte wurden von Heike Hannker über die Vorgeschichte und den Stand der Dinge nach der ablehnenden Haltung des Samtgemeinderates zur überplanmäßigen Ausgabe (wir berichteten) informiert.

„Die Anlage hätte Strahlkraft für den Dümmer und diese Region haben können“, meinte Hannker. Woanders würden solche Anlagen gebaut und mit Erfolg betrieben. Sie führte unter anderem aus, dass bei der Ausschreibung Fehler gemacht worden seien. Der Mehraufwand liege bei 15 000 Euro und nicht bei 68 000 Euro wie im Rat berichtet. Jetzt sei die Frage offen: „Was macht die Samtgemeinde mit dem Geld? Denn es stehen 110 000 Euro im Haushalt. Wir bleiben da dran“, betonte sie.

„Der Tourismus am Dümmer bleibt stehen, es muss zur Umstrukturierung kommen. Denn es hängen Existenzen davon ab“, sagte Georg Höfelmeier, Vermieter von Ferienwohnungen, am Rande der Veranstaltung. Er wisse nicht, ober er seinem Sohn, der in Richtung Tourismus studiert habe noch raten solle, seinen Betrieb zu übernehmen.

„Wir kommen seit zehn Jahren zum Dümmer, haben auch ein Boot hier. Ich komme gern und wir zahlen für unsere Zweitwohnung. Aber wir wünschen, dass das Geld auch wieder für den Tourismus eingesetzt wird“, betonte Dorothee Behrenswerth. Es müssten zum Beispiel vernünftige Toilettenanlagen her. „Es gibt sicherlich 1 000 Sachen, die man machen könnte“, zeigte sie sich überzeugt.

Klaus-Dieter Beckendorf, seit 2009 Dauercamper in Hüde am See, meinte, dass die Besucherzahlen rückläufig seien. „Es sind doch kaum noch Boote im Hafen“, zeigte er auf die leeren Liegeplätze, deren Stege so allmählich marode würden.

Mit Blick auf die unzureichenden und veralteten Toilettenanlagen meinte Heike Hannker gegenüber unserer Zeitung, „dass unser Gemeindedirektor Scheibe jetzt mal sein Wort halten kann. In seiner Antrittsrede hat er sich den Tourismus auf die Fahnen geschrieben und die vorhandenen Toiletten bemängelt“, die aus hygienischen Gründen ja kaum noch zu benutzen seien.  J hwb

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