Dank für fünf Jahrzehnte Musik

Posaunenchor Brockum feiert runden Geburtstag

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Ein Hoch auf 50 Jahre Posaunenchor Brockum: Das Jubiläum wurde am Sonntag mit einem Gottesdienst und einem Empfang gefeiert.

Brockum - Von Christa Bechtel. Nicht nur das Altarkreuz in der Brockumer Kirche glänzte am Sonntagmorgen nach sechsmonatiger Aufarbeitung. Auch die Posaunisten des Posaunenchores Brockum, die ihr 50-jähriges Jubiläum begingen und während eines Festgottesdienstes so manchen Ohrwurm, wie die „Winnetou“-Filmmelodie oder das bekannte „Highland Cathedral“ brillant erklingen ließen.

Unterstützung bekam der Brockumer Posaunenchor an diesem Morgen von einigen Mitgliedern der Posaunenchöre aus Lemförde, Rehden, Vörden und Alswede. Den Orgelpart übernahm Melanie Schlüter. „Heute ist das Kreuz frisch aufpoliert wieder da und strahlt seinen Glanz aus auf den Posaunenchor, der heute sein 50-jähriges Jubiläum feiert“, sagte denn auch strahlend Pastor Konrad Langrehr-Tell. Seine spätere Predigt stellte er ganz unter Paul Gerhardts geistliches Sommerlied „Geh aus mein Herz, und suche Freud“.

Unermüdliches Spielen bei Gottesdiensten

„Der Posaunenchor Brockum gestaltet mit seiner Musik unsere Gottesdienste mit. Am ersten Weihnachtstag tritt er zum Kurrende-Blasen im Dorf an, am Ewigkeitssonntag spielt er auf unserem Friedhof, am Volkstrauertag seid ihr musikalisch dabei oder zu Geburtstagen lasst ihr das Lob Gottes erklingen.“ Mit diesen Worten dankte Pastor Langrehr-Tell im Namen des Kirchenvorstandes und der Kirchengemeinde den Musikern für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz. „Er ist die Weitergabe der christlichen Botschaft mit musikalischen Mitteln. Ihr funktioniert als Gemeinschaft, seit aber auch als Einzelner von Bedeutung“, betonte der Pastor, der nun einige Posaunisten ehrte. 

Für 50 Jahre waren das Manfred Holle, Otto Schwenker, Leo Scheide und Günter Dreyer. „Gold“ bekamen Friedrich Sudmann, Antje Wellmann, Günter Mattlage. Über „Gold“ freute sich ebenfalls Ulrike Haake, die seit 17 Jahren den Posaunenchor leitet und auch die offizielle Urkunde zum 50-jährigen Jubiläum der Landespastorin für die Posaunenchorarbeit, Marianne Gorka aus Hildesheim, entgegen nehmen durfte. Simone Borchert ist seit 23 Jahren dabei und durfte sich ebenso über einen Blumenstrauß freuen, wie auch Edith Weghorst, die dem Chor seit 16 Jahren angehört. „Silber“ durfte Simon Galle entgegennehmen, der seit 16 Jahren das Ensemble unterstützt. Mit dem Bläserband wurden die diesjährigen Neuanfänger Liam Scholz und Max Peters in Abwesenheit ausgezeichnet.

Erster kirchlicher Auftritt Heiligabend 1967

Während eines anschließenden Empfangs im Gemeindehaus blickten Ulrike Haake und Manfred Holle – als Mann der ersten Stunde – auf die 50-jährige Geschichte zurück. Im Mai 1966 sei in Brockum in Erwägung gezogen worden, einen Posaunenchor zu gründen, so Haake. Leo Scheide habe sich mit diesem Vorschlag an den damaligen Pastor Böttrich gewandt, der daraufhin zusammen mit dem damaligen Organisten und Kirchenchorleiter Erich Kühn Prospekte und erste Kostenvoranschläge einholte. Vom Landeskirchenamt sei eine Beihilfe zur Gründung des Posaunenchores in Höhe von 1000 DM gezahlt worden. Noch im selben Monat seien Instrumente und Zubehör für 2 700 DM in Bethel bestellt worden. Auch die politische Gemeinde und einige Vereine Brockums leisteten Beiträge von zusammen 1100 DM. 

Weiterhin wurde eine Sammlung im ganzen Dorf durchgeführt, die ebenfalls 2300 DM erbrachte. Die erste Sitzung des Posaunenchores fand dann am 13. Juni 1967 statt. Daran nahmen Erich Kühn, Leo Scheide, Otto Schwenker, Manfred Holle, Rita Koch und der damalige Pastor Böttrich teil. Erich Kühn übernahm die Chorleitung. Noch im gleichen Monat wurde der Posaunenchor Brockum in das Posaunenwerk der Evangelisch lutherischen Kirche Hannover aufgenommen. Der erste kirchliche Auftritt fand Heiligabend 1967 im Gottesdienst statt.

Nur sechs Chorleiter in fünf Jahrzehnten

Chorleiter in den zurückliegenden 50 Jahren waren Erich Kühn (zwölf Jahre), Pastor Wilhelm Bahlsing (zwei Jahre), Wilhelm Schüssler (zehn Jahre), Axel Wellmann (ein Jahr), Friedrich Sudmann (ein Jahr), Antje Wellmann (sieben Jahre) und seit 2000 Ulrike Haake. Der Chor richtete drei Kreisposaunenfeste aus und sechs Pastoren kümmerten sich intensiv in diesen Jahren um den Chor, der heute neun aktive Mitglieder hat. Neue Gesichter sind übrigens jederzeit willkommen.

Von den Gruppen der Kirchengemeinde Brockum überbrachten anschließend Grußworte der Frauenkreis (Edith Dettmer), der Seniorentreff (Rosemarie Borchert), der Gesprächskreis (Cornelia Witte), das Büchereiteam (Erika Schumacher). Grüße richteten aus der Sozialverband (Fritz Dettmer), Heimatverein (Ulrich Kortenbruck), TSV Brockum (Heinz-Dieter Thrien), Männergesangverein (Wilfried Weiß) Feuerwehr (Marco Stickan), Schützenverein (Benjamin Priesmeier) und Sportfischerverein (Martin Koch). Bürgermeister Marco Lampe fasste die Grußworte zusammen mit der Bemerkung: „Der Posaunenchor ist wichtiger Bestandteil des dörflichen Lebens.“

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