Neue Weiterbildungsassistentin

Dr. Claudia Sander verstärkt Hausarzt-Praxis Detert in Lemförde

Hausarzt Dr. Markus Detert freut sich, mit Dr. Claudia Sander eine weitere Verstärkung für seine Praxis gewonnen zu haben.
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Hausarzt Dr. Markus Detert freut sich, mit Dr. Claudia Sander eine weitere Verstärkung für seine Praxis gewonnen zu haben.

Lemförde – Der Lemförder Hausarzt Dr. Markus Detert bekommt Verstärkung. Ab dem 1. Januar wird Weiterbildungsassistentin Dr. Claudia Sander in seiner Praxis an der Bahnhofstraße mitarbeiten – zunächst für ein halbes Jahr.

Für die 36-Jährige ist es die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin noch einmal neue Eindrücke zu sammeln, für Dr. Detert bedeutet die zusätzliche Kraft Entlastung im Praxisalltag. Denn seit sich Dr. Ludmilla Hartwich vor genau einem Jahr in den Ruhestand verabschiedet hat, führt er die Praxis alleine weiter. Unterstützt wird er seither von der Weiterbildungsassistentin Dr. Barbara Brinkmeier – allerdings nur in Teilzeit. „Wir haben gemerkt, dass doch sehr viel zu tun ist“, blickt Detert auf die vergangenen zwölf Monate zurück. So kam ihm das Interesse von Claudia Sander sehr entgegen.

Die 36-Jährige, die in der Region aufgewachsen ist, absolvierte ihr Medizinstudium in der lettischen Hauptstadt Riga, in Göttingen und Rostock und verbrachte ein Semester in den USA. In Mecklenburg-Vorpommern absolvierte sie auch den größten Teil ihrer Weiterbildung zur Fachärztin für Allgemeinmedizin. In den ersten drei Jahren sammelte Dr. Sander nach eigener Aussage Erfahrung in den Bereichen Pädiatrie, Orthopädie, Chirurgie, Notfallmedizin und Innere Medizin. Seit eineinhalb Jahren ist sie in einer Landarztpraxis in der Nähe von Schwerin tätig.

Der Abschied aus Mecklenburg-Vorpommern fällt der 36-Jährigen schwer, weil sie sich dort sehr herzlich aufgenommen fühlt. „Aber ich bin jetzt im letzten halben Jahr und möchte noch eine andere Praxis für Allgemeinmedizin kennenlernen“, erläutert sie ihre Beweggründe für den Wechsel.

Denn für Claudia Sander steht fest, dass sie sich nach Abschluss ihrer Facharzt-Ausbildung in einer Hausarztpraxis auf dem Land niederlassen möchte. „Ich habe gemerkt, dass die Arbeit in einer Klinik nichts für mich ist“, sagt sie. Sander schätzt nach eigener Aussage die Vielseitigkeit der Allgemeinmedizin und die Möglichkeit, Patienten über eine lange Zeit zu begleiten und kennenzulernen. „Ich mag es, die Menschen in ihrer Ganzheit zu sehen.“ Ein weiterer Vorteil gegenüber dem nicht weniger arbeitsreichen Klinikbetrieb ist aus ihrer Sicht, dass man sich in einer Hausarztpraxis mit zwei oder drei Ärzten die Arbeitszeit etwas flexibler einteilen und so Beruf und Privatleben besser miteinander vereinbaren kann. Für Markus Detert ist die neue Mitarbeiterin nicht nur wegen der Entlastung ein Gewinn. Sie bringe auch neues Wissen mit in die Praxis.

Und was steht in den kommenden Monaten noch auf dem „Lehrplan“? Vor allem das, was man über die medizinische Qualifikation hinaus für das Führen einer Praxis braucht. „Abrechnungs- und Formularwesen, Administration – das sind die Dinge, die man sich in der letzten Phase der Ausbildung anschauen sollte“, erklärt Dr. Detert.

Wo sie ihr Weg nach Abschluss ihrer Weiterbildung hinführen wird, ist noch nicht ganz sicher. Klar ist für Claudia Sander aber, dass es nur zwei Alternativen gibt. Entweder sie kehrt in die Rostocker Region zurück, die für sie zu einer zweiten Heimat geworden ist, oder sie bleibt in ihrer alten Heimat. Ob dann möglicherweise in der Praxis Detert, ist aber noch völlig offen.

Von Melanie Russ

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