„Churchville“ lockt zum Jugendgottesdienst in den Rittersaal im Amtshof

Schmissige Songs und Blick hinter die Kulissen

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Stefanie und Maite (v.li.) haben das Plakat für das Statement-Foto beschriftet.

Lemförde - „Churchville“, die mobile Jugendkirche, praktiziert Gottesdienste dort, wo sich Jugendliche aufhalten. So außergewöhnlich wie die Orte ist auch der Name des Jugendgottesdienstes: „Himmelskoffer“. Am Freitagabend kamen mehr als 40 junge Leute in den Lemförder Rittersaal im Amtshof zur christlichen Veranstaltung.

„Chronik einer Liebe“ lautete das Motto der Jugendwoche. Darum hatten die Verantwortlichen um Diakonin Sarina Salewski Lemfördes Standesbeamtin Kerstin Schult in das Ambiente standesamtlicher Trauungen eingeladen, Rede und Antwort im Gottesdienst zu stehen. Im Interview mit Katharina Holthaus vom Kirchenvorstand erfuhren die jungen Leute viel Spannendes rund um Eheschließungen im Flecken.

„Das älteste Paar war schon älter als 80 Jahre alt, aber die meisten sind bedeutend jünger“, bekannte Schult auf die Frage, wie alt denn die Heiratswilligen seien. Dabei sind inzwischen sogar fünf gleichgeschlechtliche Partnerschaften in Lemförde geschlossen worden. Auch habe bislang niemand „Nein“ gesagt, erklärte sie. „Das ist auch kein Spaß! Wird ,Nein‘ gesagt, auch wenn es nicht ernst gemeint ist, wird die Trauung sofort abgebrochen.“

Dabei seien als Orte für eine Eheschließung neben Rittersaal oder dem Trauzimmer in der Gemeindeverwaltung, ebenfalls das Backhaus in Brockum und sogar ein Segelboot auf dem Dümmer mögliche Orte, um „Ja“ zu sagen. Stolz sei sie auf ihre „Quote“. Seit sie als Standesbeamtin im Jahre 2013 angefangen hat, ist von den geschlossenen Ehen noch keine in die Brüche gegangen.

„Liebe verzehrt, erträgt, hört nie auf zu vertrauen und übersteht jede Krise“, griff Salewski die Thematik tiefgründig auf und auch die frischen, schmissigen Lieder, statt an der Orgel am Piano und mit Gitarre begleitet, drehten sich um das Thema Liebe.

Gleichwohl stand bei verschiedenen Mitmach- und Bastel-Angeboten das Motiv „Liebe“ im Mittelpunkt. Geschicklichkeit und Kreativität stellten die Jugendlichen unter Beweis. Bevor der Freitagabend mit Gebet und Segen endete, malten die jugendlichen Teilnehmer Liebesbotschaften für Statement-Fotos, die beim abschließenden Gottesdienst am Sonntag in der Martin-Luther-Kirche in Lemförde verteilt wurden.

hm

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