Konstituierende Sitzung

Stephanie Budke-Stambusch bleibt Bürgermeisterin des Flecken Lemförde

Der neue Fleckenrat hat die Arbeit aufgenommen und die ausgeschiedenen Mitglieder verabschiedet.
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Der neue Fleckenrat hat die Arbeit aufgenommen und die ausgeschiedenen Mitglieder verabschiedet.

Lemförde – Die Wähler des Fleckens Lemförde haben sich für ihren Rat keine großen Veränderungen gewünscht, und auch die Ratsmitglieder beließen bei ihrer konstituierenden Sitzung am Mittwochabend fast alles beim Alten und waren sich weitestgehend einig. Einzig die Entscheidung über den ersten stellvertretenden Bürgermeister fiel nicht einstimmig aus.

Bürgermeisterin bleibt Stephanie Budke-Stambusch. „Der Rat ist mit dir sehr zufrieden gewesen. Wir hoffen, dass es in den kommenden fünf Jahren genauso harmonisch weitergeht“, kommentierte der Altersvorsitzende Carmelo Maieli, der ihre Wahl geleitet hatte und den eine 25-jährige gemeinsame Ratsarbeit mit Budke-Stambusch verbindet, das eindeutige Votum.

„Ich bin sehr gerne Bürgermeisterin des schönsten Fleckens in Niedersachsen“, sagte Budke-Stambusch nach ihrer Wiederwahl. Zwar habe sie in den vergangenen Jahren bei zu hitzigen Diskussionen auch mal auf den Tisch hauen oder moderieren müssen, doch alles in allem sei es eine gute Zusammenarbeit gewesen, die viel Spaß gemacht habe. Und so darf es aus ihrer Sicht gerne weitergehen.

Die aktuelle Wahlperiode sei eine ganz besondere, blickte sie voraus. Denn 2023 steht das 775-jährige Jubiläum des Fleckens an, und die Organisation der großen Party ist Aufgabe der Ratsmitglieder. Die Planungen sollen bereits Anfang 2022 starten.

Zum Gemeindedirektor bestimmten die Ratsmitglieder den Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup. Sein Stellvertreter in Verwaltungsangelegenheiten ist Gerd-Dieter Bühning.

Der Fleckenrat besteht wie bisher aus zwei Fraktionen. Vorsitzende der Wählergemeinschaft für Lemförde (WfL) bleibt Imke Tuma-Koch. Ihr Stellvertreter ist Carsten Graumann. Vorsitzende der SPD-Fraktion ist wie bisher Dr. Gitta Egbers, ihr Stellvertreter ist Steffen Schupp.

Zum ersten stellvertretenden Bürgermeister wählten die Mitglieder Henrik Storck (WfL) – auf Antrag der SPD in geheimer Wahl. Deren Fraktionsvorsitzende argumentierte, da die stärkste Fraktion WfL die Bürgermeisterin stelle, solle der erste Stellvertreter aus der SPD kommen, und nominierte Bianca Wagener-Lückemeier. Sie erhielt sechs Stimmen, Storck neun Stimmen. Für den Posten der zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin wurde Wagener-Lückemeier anschließend einstimmig gewählt.

Einig waren sich die Ratsmitglieder darin, wieder auf einen Verwaltungsausschuss zu verzichten. „Wir möchten die Dinge im Rat diskutieren. Das hat sich bewährt“, sagte Gitta Egbers. Imke Tuma-Koch stimmte zu. Im Rat seien Entscheidung transparenter, weil er anders als der Verwaltungsausschuss öffentlich tage, außerdem seien dort alle Ratsmitglieder an den Entscheidungen beteiligt. Aus dem gleichen Grund wurden auch keine Fachausschüsse gebildet.

Zum Abschluss der Sitzung verabschiedete Stephanie Budke-Stambusch zwei der drei ausgeschiedenen Ratsmitglieder. Kerstin Lagemann war nicht anwesend und zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet. Insbesondere bei Dieter Strubel, der wie sie 25 Jahre lang im Rat die Geschicke des Fleckens mitbestimmt hatte, fiel der Abschied schwer. Sie dankte Strubel und Serhat Gören, die beide nicht mehr zur Wahl standen, für ihr ehrenamtliches Engagement. „Ratsarbeit verschlingt sehr viel Freizeit. Freizeit, die nicht für die Familie zur Verfügung steht.“ Kommunale Ratsarbeit zeichne sich dadurch aus, dass sie jeden Tag stattfinde, weil man immer und überall von den Bürgern angesprochen werde. Das sei manchmal schön, aber manchmal müsse man sich auch einiges anhören, weiß Budke-Stambusch aus eigener Erfahrung. Besonders hob sie hervor, dass Dieter Strubel bei den Haushaltsberatungen die Investitionen stets kritisch hinterfragt habe. „Das hat uns gut getan“, so die Bürgermeisterin. Serhat Gören, der fünf Jahre im Fleckenrat saß, gab sie neben ihrem Dank die Einladung mit auf den Weg, bei der nächsten Wahl wieder zu kandidieren, wenn es seine Zeit dann erlaube. Dieter Strubel selbst zieht sich ohne Wehmut zurück. Er genieße die gewonnene Freizeit und wolle nun gemeinsam mit seiner Frau viel reisen. „Ich bin rundum zufrieden“, betonte er.

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