Organisatoren prüfen Möglichkeiten

Brockumer Markt und Herbstmarkt noch nicht abgesagt

Markttrubel in Corona-Zeiten? Ob das möglich ist, prüfen die Verantwortlichen derzeit. 
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Markttrubel in Corona-Zeiten? Ob das möglich ist, prüfen die Verantwortlichen derzeit. Foto: Russ
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    vonMelanie Russ
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Brockum/Rehden – Die Gemeinde Brockum hat vom Rat die Erlaubnis erhalten, die Zelte für die Gewerbeausstellung und die Tourismusmesse des vom 31. Oktober bis 3. November geplanten Brockumer Großmarkts von der Firma Otto Kühling zu pachten. Ob sie tatsächlich benötigt werden, steht allerdings noch in den Sternen. Denn am Mittwoch haben sich Bund und Länder darauf verständigt, Großveranstaltungen mindestens bis Ende Oktober zu untersagen. Die Hoffnung aufgeben mögen die Brockumer aber noch nicht.

„Der Rat plant derzeit noch einen kompletten Markt“, sagte Bürgermeister Marco Lampe während der Ratssitzung am Mittwochabend. Als spätesten Zeitpunkt für eine endgültige Entscheidung nannte er Ende August. Die Schausteller hätten darum gebeten, eine Absage so lange wie möglich hinauszuzögern. Unterdessen wird das Markt-Team die Entwicklung genau verfolgen und unterschiedliche Szenarien – auch für einen abgespeckten Markt – durchdenken. „Dabei werden wir das Risiko für die Brockumer und die Gäste sowie die finanziellen Risiken prüfen“, so Lampe.

Angepasst hat der Rat die Zeiten, zu denen die Marktbeschicker laut Benutzungsordnung ihre Buden und Stände öffnen müssen. Laut Lampe haben die Beschicker in einigen etwas abseits gelegenen Bereichen darum gebeten, früher schließen zu dürfen.

Die Buden müssen künftig Samstag bis Montag im Innenbereich von 10 bis 24 Uhr und im Außenbereich von 10 bis 22 Uhr geöffnet sein. Bislang war erst um 1 Uhr Schluss. Am Viehmarkt-Dienstag müssen sie im Innenbereich von 8 bis 24 Uhr und im Außenbereich von 8 bis 22 Uhr öffnen. „Eine Sperrstunde gibt es aber nicht“, betont Lampe. Die Gebührensatzung für Fahrgeschäfte, Schank- und Speisestände sowie Schaugeschäfte hat der Rat ebenfalls geändert.

Die Macher des vom 2. bis 4. Oktober geplanten Rehdener Herbstmarktes warten ebenfalls noch ab. Marktmeister Bernd Hardemann, Marktausschuss und Gemeinderat werden in den kommenden Wochen beraten, ob und in welchem Rahmen das Volksfest stattfinden kann. Eine Entscheidung soll laut Gemeindedirektor Hartmut Bloch voraussichtlich Anfang Juli fallen. „Wir werden auch mit den Ausstellern darüber sprechen, wie sie die Situation einschätzen“, so Bloch. Es wird zum Beispiel zu klären sein, inwieweit eine Gewerbeschau, das Herzstück des Herbstmarktes, mit einer deutlich dezimierten Aussteller- und Besucherzahl Sinn macht.

Bis zum 31. Oktober sind Großveranstaltungen zwar grundsätzlich untersagt, können eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung der Hygiene aber gewährleistet werden, sind Ausnahmen denkbar. Bei Konzerten beispielsweise wäre das möglich, bei Partys und Volksfesten eher schwierig. Die Entscheidung, ob ein Konzept tragfähig ist, trifft das zuständige Gesundheitsamt.  mer

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