Brockumer Grundschüler begehen traditionelles Laternenfest mit Martinsandacht

„Draußen steht ein Pferd“

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Bevor es zum großen Laternenumzug losging, sangen Kinder und Erwachsene noch gemeinsam

Brockum - Verheißungsvoll, einladend läuteten am Donnerstagabend die Glocken der Brockumer Kirche – und von allen Seiten strömten Kinder überwiegend mit Laternen, Eltern, Großeltern, aber auch zahlreiche Gäste in das Gotteshaus. Aus gutem Grund! Denn die Brockumer Grundschule hatte erneut in Kooperation mit Kirche und Gemeinde zu ihrem traditionellen Laternenfest Jung und Alt eingeladen.

Das Programm hatten die Klassenlehrerinnen Carmen Stock (Klasse 1c), die auch als Gitarristin die musikalische Gesamtleitung übernahm, Ursula Meyer (2c), Isabell Sommer (3c) sowie die pädagogischen Mitarbeiterinnen Eva Scharfenberg, Brigitte Schöneich und Fachlehrerin Antje Wellmann mit den Kindern einstudiert.

Mit „Auf den Straßen auf und nieder“ eröffneten erst die Flötistinnen Hanna und Alina, dann singend alle die Martinsandacht, zu der kurze Zeit später Pastor Konrad Langrehr-Tell willkommen hieß. „Ist unter euch jemand, der Martin heißt“, blickte der Geistliche suchend die Kinderreihen ab. Und tatsächlich, ein kleiner Martin war dabei. Denn: „Eine Andacht, die den Namen eines Menschen trägt, ein Mensch, der sich vorbildlich verhalten hat“, stellte Langrehr-Tell heraus, dass der Heilige Martin ein besonderer Mensch war. „Und für uns heute vielleicht auch ein Vorbild sein kann. Dadurch, dass er sich um andere Menschen gekümmert hat“, forderte der Pastor indirekt die Besucher auf, sich ebenfalls um Andere in Not zu kümmern.

„Es sind heute so viele Leute unterwegs; draußen steht ein Pferd. Was ist denn heute los?“ „Wir feiern den St. Martinstag und haben unsere Laternen mitgebracht.“ „Ah, ich weiß, ihr meint wohl Martin Luther!“ „Nein, da bist du durcheinander gekommen; er war ein wichtiger Mann in der Evangelischen Kirche. Er hat zum Beispiel die Bibel von der lateinischen in die deutsche Sprache übersetzt und vieles mehr.“ „Sein Feiertag war schon am 31. Oktober, der Reformationstag. Martin Luther ist schon lange gestorben, aber er hatte am 10. November 1483 Geburtstag. Deshalb gehen die Kinder in Ostfriesland mit Laternen von Haus zu Haus.“ Nur einige Dialoge, mit denen Melanie, Finja, Hanna und Alina die Martinsgeschichte ‚einläuteten‘, die die Drittklässler unter Anleitung von Antje Wellmann einstudiert hatten. Dieses Mal verdeutlichten die Kinder die Geschichte, die in den letzten Jahrhunderten schon tausendfach erzählt worden ist, mit selbst gemalten Bildern. Und natürlich mit dem Lied „Sankt Martin, Sankt Martin...“.

Nach der Andacht bekamen alle eine Martinsgans, die die Kirchengemeinde Brockum spendiert hatte und die die Kinder untereinander teilen sollten. So, wie Martin mit dem Bettler seinen Mantel geteilt hat. Beide warteten bereits draußen: Martin (Aleksandra Kinsel 2c), auf einem Pony der Familie Wucherpfennig, und der Bettler (Mariella Neudecker) am Wegesrand. Der anschließende Laternenumzug von der Kirche zur Grundschule wurde erneut von der Freiwilligen Feuerwehr Brockum gesichert. An der Schule angekommen hatten die Elternvertreter nicht nur für die Ausstattung des Schulhofes mit Lichterketten, Festzeltgarnituren und Dekoration gesorgt, sondern außerdem für das leibliche Wohl mit heißen Würstchen und Punsch. So klang auch in diesem Jahr das traditionelle Laternenfest für alle gemütlich aus.

cb

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