459. Großmarkt eröffnet

Brockum in Feierlaune: Große Vielfalt als Erfolgsrezept

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Auf einen erfolgreichen Brockumer Großmarkt (v.l., Bild bitte vergrößern): Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe; Axel Knoerig MdB, Marcel Völz (Barre Bräu), Landrat Cord Bockhop, Marcel Scharrelmann MdL, Bürgermeister Marco Lampe, Mike Eickhof (Barre Bräu) und Sven Bleiber alias „Brauer Bernhard“ (Barre Bräu).

Brockum - Von Marcel Jendrusch. Es war 11.43 Uhr am Samstagvormittag als Marco Lampe, Bürgermeister der Gemeinde Brockum, die alles entscheidenden Worte sprach: „Hiermit erkläre ich den 459. Brockumer Großmarkt für eröffnet.“ Applaus war die logische Folge und jeder merkte: Brockum ist in Feierlaune.

Vor dem Sprechen der Eröffnungsformel hatte Lampe schon reichlich Programm hinter sich gebracht: Ein Fass Freibier angeschlagen, die Ehrengäste aus Politik und Gesellschaft begrüßt sowie seine Eröffnungsrede gehalten. In dieser hatte er seine Hoffnung ausgedrückt, dass in diesem Jahr besonders viele Besucher den Weg in den 1000-Einwohner-Ort finden. Sie gründete auf der Tatsache, dass der 500. Reformationstag am Dienstag ausnahmsweise ein bundesweiter Feiertag ist und sich in Nordrhein-Westfalen zudem noch „Allerheiligen“ anschließt. Er plädierte dafür, dass zum 500. Jahrestag des Großmarktes im Jahr 2058 ebenfalls ein bundesweiter Feiertag ausgerufen werde.

Der Bürgermeister bezeichnete die Veranstaltung als „ausgewogene Mischung aus Tradition und Moderne“. Es sei erneut gelungen, einen Markt auf die Beine zu stellen, der jedem etwas biete. Die große Vielfalt auf dem Marktgelände lobte er als das Erfolgsrezept aus.

Rüdiger Scheibe, Bürgermeister der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, dankte im Rahmen seines Grußwortes „allen, die auf dem Markt im Stillen arbeiten“, sprich Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Co. Er wünschte möglichst wenig Einsätze und einen ruhigen Marktverlauf.

Eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen

Landrat Cord Bockhop erinnerte im Rahmen seiner humorigen Rede daran, dass ein Markt auch eine gute Gelegenheit zum Kennenlernen sei. Er schlug scherzhaft vor, im kommenden Jahr Störsender auf dem Gelände zu installieren, damit die Jugendlichen wenigstens mal fünf Minuten von ihren Smartphones aufschauen und jemand Neues kennenlernen. Er wurde jedoch auch kurz ernst und regte an, den Reformationstag dauerhaft als gesetzlichen Feiertag auszurufen – als Ausgleich für den Buß- und Bettag, der seit dem Jahr 1995 kein arbeitsfreier Tag mehr ist.

Für die musikalische Begleitung der Eröffnung sorgte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Kirchtimke aus der Samtgemeinde Tarmstedt im Landkreis Rotenburg (Wümme). Für die Mischung aus Stimmungshits, Märschen und ruhigen Stücken gab es reichlich Applaus.

Über jede Menge Begeisterung der Eröffnungsgäste, gepaart mit Zugabe-Rufen, freute sich der „Regenbogenchor“, der sich aus Kindern der drei Kirchengemeinden der Dümmerregion zusammensetzt. Gemeinsam mit Leiterin Cordula Lindemann und Komponistin Antje Wellmann gaben die jungen Sängerinnen und Sänger ein Loblied auf die Vier-Tages-Veranstaltung zu Gehör. Die lautstarke Betonung lag dabei auf dem Motto des Marktes: „Brockumer Großmarkt – Dor moßt du hen.“

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