Brockum: 107 Besucher lassen sich Blut „abzapfen“

Große Freude über hohe Spendenbereitschaft

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Insgesamt 107 Spender kamen zum Blutspendetermin nach Brockum. Die lachenden Gesichter beweisen, dass man auch bei einem Termin mit ernstem Hintergrund durchaus Spaß haben kann.

Brockum - Zur jüngsten Blutspende in das Landgasthaus Koch nach Brockum kamen 107 Spender, davon sechs Erstspender. „Mit dem Ergebnis ist der DRK-Ortsverein ‚Altes Amt Lemförde‘ gerade aufgrund der Witterungsverhältnisse sehr zufrieden“, zog Ehrenvorsitzende Giesela Münkel, die die Vorsitzende Monika Meier-Rüffer vertreten hatte, ein überaus positives Resümee.

Vor Ort weilte wieder der Blutspendedienst Springe, als betreuender Arzt Dr. Alexander Albig aus Weyhe. Die Lemförder Kindertagesstätte „Schatzinsel“, in Person von Erzieherin Ingrid Köper, übernahm erneut die Kinderbetreuung, während Mama oder Papa ihren kostbaren Lebenssaft spendeten.

Zwischendurch schaute auch Gebietsreferent Frank Wendel aus Drebber in Brockum vorbei. „Mit Herrn Wendel koordinieren wir immer die Termine“, verdeutlichte Giesela Münkel. Das heißt, beim Gebietsreferenten kommen sämtliche Termine der Ortsvereine aus den Landkreisen

Diepholz, Vechta, Wittlage, Oldenburg und Delmenhorst-Stadt zusammen. „Das sind etwa 460 Termine im Jahr“, veranschaulichte Frank Wendel.

„Zu vielen Ortsvereinen kommen auch Flüchtlinge zum Spenden. Wir haben aber die Problematik, dass sie derzeit noch kein Blut spenden dürfen“, ging Frank Wendel im Gespräch mit unserer Zeitung auf die Flüchtlingssituation ein. Wichtig sei, dass man einen gültigen Ausweis besitze. „Den haben viele nicht; das ist die erste Hürde“, erklärte der Gebietsreferent.

Die zweite Hürde sei die Sprachbarriere. Wendel: „Solange sie den Fragebogen nicht verstehen können, dürfen sie noch kein Blut spenden. Weil in Notfällen der Arzt sich mit ihnen nicht verständigen kann. Damit würden wir den Spender in Gefahr bringen; das darf nicht sein.“ Von daher seien Flüchtlinge, sofern sie noch kein Deutsch sprechen können, nicht zur Blutspende zugelassen. „Sehr schade! Aber das ist eine Frage der Zeit“, meinte der Drebberaner, der betonte: „Wir freuen uns über jeden, der spenden darf.“

Geehrt mit einem kleinen Präsent wurden während des Blutspendetermins Gisela Lampe aus Brockum, die zum zehnten Mal spendete, sowie Andreas Köster aus Lemförde, der das 25. Mal dabei war.

„Wir arbeiten hier sehr gerne im Landgasthaus Koch“, unterstrich Giesela Münkel, die der Familie Koch dankt, die die Räume zur Verfügung gestellt hatte. Ihr weiterer Dank gilt der Lemförder Orchideenzucht für den gespendeten Blumenschmuck sowie dem Combi-Markt für die Obstspende. Und natürlich wieder den 14 Helferinnen, die unter anderem die Spender mit einem Imbiss versorgten und dafür im Vorfeld wieder etliche Salate vorbereitet und Schnittchen belegt hatten.

cb

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