Verwaltung stellt Potenzial gemeindeeigener Flächen für ökologische Anpflanzungen vor

Blühstreifen, Hecken und mehr

Am Sportplatz an der Stettiner Straße in Lemförde wären laut Verwaltung ökologische Anpflanzungen – vielleicht in Zusammenarbeit mit der Von-Sanden-Oberschule – möglich.
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Am Sportplatz an der Stettiner Straße in Lemförde wären laut Verwaltung ökologische Anpflanzungen – vielleicht in Zusammenarbeit mit der Von-Sanden-Oberschule – möglich.

Lemförde – Blühstreifen und -flächen sprießen auf diversen landwirtschaftlichen Flächen oder Wegeseitenräumen in der Region aus dem Boden. Die Wählergemeinschaft des Flecken Lemförde würde sich wünschen, dass die Gemeinde hinsichtlich der Anpflanzung ökologisch wertvoller Pflanzen ebenfalls aktiv wird. Vor genau einem Jahr stellte die Fraktion einen entsprechenden Antrag, jetzt stellte die Verwaltung das Ergebnis einer Prüfung der gemeindeeigenen Flächen vor. Das Fazit: Aus Sicht der Verwaltung wäre das Anlegen von Blühstreifen, Hecken und Ähnlichem auf einigen Flächen möglich, es sei aber fraglich, ob sie auch sinnvoll seien.

Innerorts gäbe es im Bereich des Sportplatzes westlicher der Stettiner Straße Möglichkeiten. Dort könnte in Zusammenarbeit mit der Von-Sanden-Oberschule ein „Schulgarten“ als ökologische Maßnahme hergestellt werden, den die Schüler langfristig bewirtschaften, so die Verwaltung. Auf weiteren gemeindeeigenen Flächen südlich von Bödekers Weg und westlich der Hauptstraße zwischen Schildstraße und Unterer Bergstraße sei fraglich, ob ökologische Maßnahmen sinnvoll seien. So würde bei letzteren Flächen durch das Anlegen von Blühstreifen das Dauergrünland in Acker umgewandelt. Dafür bedürfe es der Genehmigung der Landwirtschaftskammer.

Darüber hinaus besitzt die Gemeinde einige Flächen am Hang des Stemweder Berges, die laut Verwaltung zum Teil aber als Flächen für Kompensationsmaßnahmen und eventuell für ein Regenrückhaltebecken vorgesehen sind. Zwei Flächen östlich der Hubertusstraße sind als landwirtschaftliche Flächen verpachtet. Dort wären ökologische Maßnahmen grundsätzlich möglich. Der Pachtvertrag kann jährlich gekündigt werden.

Neben der Flächenverfügbarkeit sind die anfallenden Bewirtschaftungskosten und die Frage, wer die Unterhaltung der Anpflanzungen übernehmen soll, weitere Aspekte, die es zu klären gilt. Fraglich ist laut Verwaltung, inwieweit beispielsweise die aufwendige Unterhaltung eines Blühstreifens durch den Bauhof geleistet werden kann.

Die Fraktion der Wählergemeinschaft hatte außerdem darum gebeten zu prüfen, ob Landwirte bei der Bewirtschaftung ihrer Äcker die Grenzen zu den öffentlichen Grünstreifen einhalten. Die Verwaltung erläutert in der Sitzungsvorlage, wie eine genaue Grenzziehung erfolgen kann. Sie strebt dabei eine einvernehmliche Lösung mit den Landwirten an. Sollte das nicht möglich sein, wäre eine rechtsverbindliche amtliche Grenzauskunft eine Alternative, die allerdings nicht umsonst zu haben wäre.

Laut Vewaltung können nach Rücksprache mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Diepholz zurückgewonnene und aufgewertete Wegerandstreifen als Kompensationsfläche anerkannt werden, wenn sie gewisse Voraussetzungen erfüllen. So müssen die Flächen beispielsweise eine Mindestbreite von zwei bis drei Metern haben und so lang sein, dass sich ein stabiles Biotop entwickeln kann.

Die Fraktionen sollen nun zunächst intern beraten, ob und auf welchen Flächen ökologische Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Erst danach soll die Planung der Bepflanzungen erfolgen, da eventuell Genehmigungen von der Landwirtschaftskammer einzuholen sind. Im weiteren Schritt kann dann standortabhängig und unter Beachtung weiterer Faktoren eine Planung aufgestellt werden. Die sollte je nach Größe und Umfang eventuell auch durch einen Landschaftsarchitekten oder ein Planungsbüro erfolgen, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. Vielleicht könnten die Maßnahmen auch als Kompensation angerechnet werden. Das sei abhängig von der geplanten Maßnahme.

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