„Blofeld´s Agenten“ nehmen in Stemshorn auf fünfstündige Reise durch die Geschichte der Rockmusik mit

Mit der Lizenz zum Rocken

+
Kaum dass die ersten Songs erklangen waren auch schon die ersten Besucher auf der Tanzfläche.

Stemshorn - Blofeld war in einigen Missionen das Auftragsziel von Agent 007 – und er hatte die Lizenz zum Töten. „Blofeld‘s Agenten“ dagegen haben die Lizenz zum Rocken. Auf Einladung des Kulturbunts Lemförde gab die Band aus Wardenburg – eine Gemeinde im Landkreis Oldenburg – ein fast fünfstündiges Konzert im Kommunikationsforum „Alter Schafstall“ in Stemshorn. Das Motto: „Rockig in den Frühling!“

„Wir haben diese Truppe in ‚Little‘ gesehen. Das ist kein englischer Ort, sondern ein kleines Dorf bei Wardenburg. Wir waren so begeistert, dass wir gesagt haben: Die müssen hierherkommen! Und jetzt freuen wir uns, dass es hier im „Alten Schafstall“ gleich rockt“, sagte Ernst Völkening, Vorsitzender des Vereins Kulturbunt Lemförde, während seiner Begrüßung. Mit dieser Aussage sollte Völkening Recht behalten. Denn das Quintett unternahm mühelos seine Reise durch die Geschichte der Rockmusik mit vielen Klassikern.

„Blofeld´s Agenten“ – das sind Jimmy Blume aka Agent Fastfood (Gesang, Schlagzeug), Eddy Behrens aka Agent Schnacker (Gesang, Rhythmusgitarre, Blues Harp), der auch im Oktober 2002 Mitbegründer der Band war, Reinhard Schoon aka Agent Slowfuß (Gesang, Sologitarre), Peter Kracke aka Agent Tiefenrausch (Gesang, Bass) sowie Karl-Heinz Seghorn aka Agent Tastenschwalbe (Orgel, Klavier, Gesang), ebenfalls Gründungsmitglied. Aus verschiedenen Formationen haben sich die Musiker 2002 zusammen gefunden – im Oktober 2007 getrennt – und sind ein Jahr später in einer neuen Formation erneut gestartet. Was die fünf Künstler verbindet, ist ihre Liebe zur Rockmusik, die sie handgemacht und mit viel Empathie und Herzblut erklingen lassen.

Nachdem „Blofeld´s Agenten“ bluesig ihr Programm mit „Blues by Schoon“, einer Eigenkomposition von Reinhard Schoon, eröffnet hatte, begrüßte Frontmann Eddy das Publikum mit einem zünftigen „Moin, Moin“. „Da hier die „Diepholzer Moorschnucken“ rumlaufen, nennen wir uns heute einfach mal ,Diepholzer Moorschnucken‘“, meinte launig Agent Schnacker, der auch die Moderation mit so manchen Scherzen übernahm.

Kaum dass dann „Sharp dressed man“ erklang, wippten die Füße und nickten die Köpfe, besonders die der Frauen, denn: „Jede Frau ist verrückt nach einem scharf gekleideten Mann!“ Entlang der Route 66 Richtung Westen trafen Band und Publikum bekannte Größen der Rockmusik. Darunter Eric Clapton mit „Cocaine“, Steppenwolf mit „Born to be wild“ und Erinnerungen an den Kultfilm „Easy Rider“, oder die Rolling Stones mit „Brown Sugar“ und „Start me up“ – da brodelte der alte Schafstall und die Tanzfläche füllte sich mehr und mehr. Die begeisterten Fans hörten während der vier Sets auch ewig aktuelle Rock-Klassiker wie „Unchain my heart“ oder „Feelin‘ Allright“ vom unvergessenen Joe Cocker. „Wir spielen lauter Titel aus eurer besten Zeit“, äußerte sich Eddy zwischendurch schmunzelnd, der mit seinen Kollegen ein breites Spektrum der Rockmusik bot und dem überwiegend reiferen Publikum mächtig einheizte.

Besondere Stimmung kam auf als die Band „Mighty Quinn“ von Manfred Mann, „Hey Joe“ von Jimmy Hendrix, „Like a rolling Stone“ von den Rolling Stones oder „With a little help from my friends“ von Joe Cocker spielte. Da fehlten nur noch die Feuerzeuge. Zum Finale Grande mit mehreren Zugaben befanden sich die Besucher schließlich allesamt auf der Tanzfläche, um weit nach Mitternacht beseelt und „berockt“ nach Hause zu gehen.

cb

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Mindestens zwei Tote bei Protesten in Venezuela

Mindestens zwei Tote bei Protesten in Venezuela

Heidelbeer-Ernte im Heidekreis

Heidelbeer-Ernte im Heidekreis

Tote und Verletzte nach Gebeten in Jerusalem

Tote und Verletzte nach Gebeten in Jerusalem

Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus

Seebeben vor Kos versetzt Urlauber in Angst - so sieht die Insel nun aus

Meistgelesene Artikel

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Weyhe nimmt‘s locker mit „Singing in the rain“

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Unwetter erreicht den Bremer Süden mit Hagel, Starkregen und Sturmböen

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

Philip Sander löst Simon Hammann als Schützenkönig von Twistringen ab

Schönheits-OPs: Je näher der Strand, desto mehr Silikon

Schönheits-OPs: Je näher der Strand, desto mehr Silikon

Kommentare