Forschungsstation „Leben im Wasser“ jeden ersten Freitag im Monat geöffnet

Der Blick durchs Mikroskop

Unter der fachkundigen Anleitung von Dorothee Wibbing (r.) bekam Familie Striethorst aus Darmstadt einen spannenden Einblick in das Forschungslabor „Leben im Wasser“ im Lembrucher Dümmer-Museum. - Foto: Bechtel

Lembruch - Nun ist es wieder soweit: Jeden ersten Freitag im Monat ist von 15 bis 17 Uhr die Forschungsstation „Leben im Wasser“ im Dümmer-Museum Lembruch erneut für alle geöffnet.

Im Mittelpunkt der Aktion für jedes Alter steht das Dümmerwasser. Welche Kleinstlebewesen leben eigentlich im Wasser? Wie sieht ein Kugelkrebs aus? Oder warum ist ein Rädertierchen so schnell? Diesen Fragen und vielen mehr, wie auch die aktuelle Situation der Belastung durch Algen, können Interessierte unter der fachkundigen Leitung von Dorothee Wibbing, Diplom-Ingenieurin (FH Landschaftsentwicklung), nachspüren.

Die Forschungsstation „Leben im Wasser“ ist ein Umweltbildungsprojekt, das seit 2010 im Dümmer-Museum angeboten wird. Gefördert wurde es 2009 bis 2013 durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Osnabrück. So konnte die Einrichtung im Verlauf des Projektes mit zahlreichen Messinstrumenten, Mikroskopen und Informationsmaterialien vervollständigt werden.

„Ein wesentlicher Bestandteil dieses Projektes war, die Forschungsstation aufzubauen, einzurichten und ein Angebot für ‚Jedermann‘ anzubieten“, stellt Museumsleiterin Sabine Hacke dar. Im Fokus würden Schulklassen stehen. Das Ziel des Angebotes lässt sich wie folgt zusammenfassen: Plankton kennenlernen, Messwerte erfassen, Landschaft erkunden, Dümmersanierung verstehen.

Am ersten Freitag im Mai weilte zum Beispiel Familie Striethorst aus Darmstadt im Dümmer-Museum. Vater Friedhelm ist gebürtiger Lembrucher, der seine Ehefrau Hilde, seine beiden Kinder Erik und Silke sowie seine Mutter Emmi Striethorst mitgebracht hatte. „Die Kinder haben schulfrei, da kann man gut so etwas unternehmen“, meinte Friedhelm Striethorst strahlend.

Gemeinsam mit Dorothee Wibbing entnahmen alle zum Auftakt dem Dümmer eine Wasserprobe. Sogar mit Kescher, was die Kinder besonders toll fanden. Spannend wurde es, als das Wasser unter das Mikroskop kam. „Ich habe Steine, aber auch Tiere entdeckt; die krabbelten sogar noch“, sagte Silke ganz begeistert.

Währenddessen erläuterte die Diplom-Ingenieurin für unsere Zeitung: „Es geht darum, Plankton kennenzulernen. Die frischen Wasserproben schauen wir uns dann unter dem Binokular oder Mikroskop an. Und man kann immer die aktuellen Messwerte einsehen.“

Derzeit würden sich im Dümmer sehr viele Wasserflöhe befinden. Dadurch sei das Wasser klarer, als noch vor ein paar Wochen, so Wibbing, die schwärmte: „Der Blick in die Wassertropfen ist total faszinierend. Aber auch die Algen, die man dort entdecken kann, sind von der Form her wunderschön.“ Dadurch wolle man eine Verbindung schaffen und Aufklärung leisten über die gesamte Dümmerproblematik.

Zielgruppen für das Forschungslabor „Leben im Wasser“ sind Kinder ab etwa neun Jahren bis Erwachsene jeden Alters. Das Angebot „Mit der Entdeckerweste unterwegs in der Forschungsstation ‚Leben im Wasser‘“ richtet sich an Grundschulklassen.

Mit „Plankton live“ können fünfte und sechste Klassen den Mikroskopführerschein absolvieren. „Plankton kennenlernen, Messwerte erfassen, Landschaft erkunden, Dümmersanierung verstehen“ richtet sich an die 7. bis 12. Klassen und Erwachsene. Das offene Angebot einmal im Monat ist für alle Interessierten. Dabei ist der Besuch der Forschungsstation im Eintrittsgeld enthalten. Das nächste offene Angebot ist am 3. Juni.

cb

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