Umweltsymbol für nachhaltigen Tourismus

„Blaue Flagge“ für die Seglervereinigung Hüde

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Annegret Gülker von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung überreichte die „Blaue Flagge“ an den Vorsitzenden der Seglervereinigung Hüde, Uwe Fischer (r.). Über die Auszeichnung freute sich auch stellvertretender Landrat und Bürgermeister Heiner Richmann (l.).

Hüde - Das Dutzend ist voll! Bereits zum zwölften Mal wurde die Seglervereinigung Hüde (SVH) mit der „Blauen Flagge“ der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) ausgezeichnet. Dieses Umweltsymbol aus dem Bereich des nachhaltigen Tourismus wird seit 31 Jahren jeweils für ein Jahr an vorbildliche Sportboothäfen und Badestellen an Küsten und Binnengewässern vergeben.

An der feierlichen Verleihung durch die Geschäftsführerin der DGU, Annegret Gülker, im Clubhaus der SVH nahm auch der stellvertretende Landrat und Bürgermeister von Hüde, Heiner Richmann, teil. Er hob in seinem Grußwort hervor, dass diese Auszeichnung, die heute gar nicht mehr so leicht zu erreichen sei, zeige, dass hier Nachhaltigkeit im Sinne des Umweltschutzes gelebt werde, angefangen bei umweltverträglichen Anstrichen der Boote bis hin zum Alleinstellungsmerkmal der 2006 mit viel Eigenleistung erstellten Hafenanlage. Sie sei einzigartig in Norddeutschland.

Richmann lobte auch die hervorragende Jugendarbeit. Er sprach auch die Dümmer-Sanierung an. Der Groß-Schilfpolder sei alternativlos. Man freue sich zur Zeit darüber, dass die Badewasserqualität hervorragend sei. Richmann gratulierte im Namen des Landkreises Diepholz und der Gemeinde Hüde der SVH zu diesem Erfolg und wünschte für die Zukunft viel Glück und immer einen Handbreit Wasser unterm Kiel. Natürlich sei er als Hüder auch ein wenig stolz darüber, dass diese Auszeichnung erneut in seine Gemeinde gehe.

„Umweltschutz ein selbstverständliches Anliegen“

Die große blau-weiße Flagge und die entsprechende Urkunde nahm der Vorsitzende der SVH, Uwe Fischer, hocherfreut entgegen. „Umweltschutz ist für uns Segler ein selbstverständliches Anliegen,“ betonte Fischer, und wies auf die umfangreichen Umweltschutzaktivitäten der SVH am Dümmer im Bereich des Wassersports und des Gewässerschutzes hin. Zugleich richtete Fischer einen eindringlichen Appell an die Landespolitik, die zum Teil seit vielen Jahrzehnten gemachten Ankündigungen und Versprechungen des Landes Niedersachsen in Sachen Dümmer-Sanierung endlich in die Tat umzusetzen.

Der Landtagsabgeordnete Martin Bäumer verwies in seiner Ansprache darauf, dass die Natur für den Menschen gemacht und die Natur nicht ein Selbstzweck sei. Die Natur müsse für den Menschen auch zugänglich bleiben. Auch aus diesem Grunde begrüßte Bäumer die Anstrengungen der sechs norddeutschen Wassersportvereine, die für ihre Umweltschutzaktivitäten mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurden.

Voraussetzung für die nationale Verleihung der Blauen Flagge ist nach Auskunft von SVH-Pressesprecher Thomas Schrader, dass der Sportboothafen die Standards der Prüfkriterien der DGU im Hinblick auf einen umweltbewussten und respektvollen Umgang der Menschen mit Landschaft und Natur erfüllt. Dazu gehören ein vorbildliches Umweltmanagement innerhalb des Sportboothafens genauso wie die Einhaltung umweltgerechter Sicherheitsaspekte.

Die Kampagne zum Schutz der Umwelt in Sportboothäfen und Badestellen wird laut Schrader darüber hinaus durch eigene Vereinsaktivitäten unterstützt. So hat die SVH ein Konzept zum Schutz von Jungfischen mitentwickelt, das maßgeblich zur Verbesserung der Wasserqualität des Sees beitragen soll. Mit dem in den Jahren 2005 und 2006 neu errichteten ersten umweltorientierten Binnenhafen für Segelboote bietet die SVH in ihrem „Landesstützpunkt Segeln Niedersachsen“ eine umweltgerechte und ideale Basis zur Ausübung des Segelsports für Jung und Alt. 

rdu

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