Birgit Kattelmann hält Lesung in Lemförder Von-Sanden-Oberschule

„Der coolste Beruf auf der ganzen Welt“

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Die Wagenfelder Autorin Birgit Kattelmann war zu Gast in der Von-Sanden-Oberschule in Lemförde. Dort las sie vor und beantwortete Fragen der Schüler.

Lemförde - „Weil Lehrer ja immer wollen, dass ihr in der Schule etwas lernen sollt, kann man das gut damit verbinden, dass man erzählt, wie das bei einer Autorin eigentlich zu Hause zugeht. Wie das geht, Bücher zu schreiben und was da alles zugehört“, sagte Birgit Kattelmann am Freitagmorgen zu den Fünft- und Sechstklässlern im Musikraum der Von-Sanden-Oberschule Lemförde.

Damit hatte sie im Rahmen ihrer Autorenlesung, die Sabrina Stärk, Fachleiterin „Deutsch“, organisiert hatte, gleich zwei Geschichten mitgebracht: Ihre Abenteuergeschichte „Das Reich des weißen Bären“, die 2004 im Geest-Verlag erschien, und ihre eigene Geschichte. Denn: „Ich bin von Beruf Autorin. Was machen Autoren?“, hatte Birgit Kattelmann bereits zum Auftakt die Schüler gefragt, woraufhin als spontane Antwort „Bücher schreiben“ kam. „Für mich ist Bücher schreiben der coolste Beruf auf der ganzen Welt“, gab die Schriftstellerin unumwunden zu, die eigentlich gelernte Fotografin ist und vor etwa zehn Jahren den Ausstieg wagte. „Das ist nicht ganz einfach, da sehr viele Leute Bücher schreiben. Die möchten alle, dass die auch veröffentlicht werden. Aber heute kann ich mir Geschichten ausdenken. Hinzu kommt, dass ich ein bisschen zeichne und zu meinen Geschichten die Bilder manchmal selbst male“, erklärte die Wagenfelderin.

„Schreiben Sie auch Kinderbücher?“, fragte eine Schülerin, woraufhin Kattelmann verdeutlichte: „Ich schreibe viele Kinderbücher, manchmal auch Bilderbücher für Kindergartenkinder. Dann schreibe ich Abenteuerbücher für Leute wie euch und ich schreibe auch Bücher für Erwachsene.“

Als sie zum ersten Mal eine Autorenlesung in einer Schule hielt, sei die Resonanz nicht so groß gewesen. „Meine Begeisterung für die Geschichte, die auf die Kinder zu übertragen, das hat nicht so richtig geklappt“, meinte sie. Aber: „In dem Moment ist das Lesetheater geboren worden“, hob Kattelmann hervor, dass sie nunmehr nicht mehr nur vorlese, sondern auch kleine Sequenzen spiele oder mit Bildern veranschauliche.

Langer Weg bis

zur Veröffentlichung

Welch großartige Gabe Birgit Kattelmann hat, nicht nur sehr plastisch und spannend zu erzählen, sondern auch zu schreiben, erlebten die Kinder und die anwesenden Klassenlehrer nun hautnah. Dabei band sie die Schüler immer wieder mit ein, stellte Fragen wie: „Was ist ein Exposé?“ Die lernten dann, dass das eine vorausschauende Inhaltsangabe eines literarischen Werks ist. Wichtig sei auch, so Kattelmann, dass ein Buch von Anfang an fesselnd sei. Sie berichtete aber auch von dem langen Weg und wie mühsam es ist, ein Buch tatsächlich „auf den Markt“ zu bringen.

Als alle zwischendurch immer wieder in die Handlung des Buches „Das Reich des weißen Bären“ einstiegen, wurde deutlich, dass es der Schriftstellerin mühelos gelingt, Fantasie und Realität übergangslos zu verknüpfen und die Einbildungskraft ihrer Zuhörerschaft zu wecken, die mucksmäuschenstill und teilweise mit offenem Mund der Geschichte lauschten.

Was gibt es Neues von Birgit Kattelmann? „Ich gebe seit etwa zwei Jahren Literaturkurse für Erwachsene und Jugendliche“, antwortete die Autorin spontan, deren Kurse derzeit alle ausgebucht sind. „Ich würde aber auch gerne wieder neue Kurse in Wagenfeld anbieten“, betonte sie. Wer Interesse hat, kann ihre Internetseite anklicken und dort eine Anfrage stellen. Zudem bietet sie ein Roman-Labor, aber auch autobiografisches Schreiben sowie einen Kurs „Krimi schreiben, der total witzig ist und viel Freude bereitet. Und es gibt einen neuen Kurs ‚Kurzgeschichte‘“, zählte sie abschließend auf.

cb

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