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Aldi will sich vergrößern: Bewegung in der Lemförder Geschäftswelt

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Von: Carsten Sander

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Die Gebäude in Lemförde, in denen jetzt noch Schürmann Haustechnik, Kramer Malerfachmarkt, ein Meyer-Getränkemarkt und eine VGH-Vertretung sind, werden abgerissen.
Die Gebäude in Lemförde, in denen jetzt noch Schürmann Haustechnik, Kramer Malerfachmarkt, ein Meyer-Getränkemarkt und eine VGH-Vertretung sind, werden abgerissen. © Brauns-Bömermann

Einer wächst, andere müssen weichen: Weil sich der Aldi-Markt in Lemförde vergrößern möchte, wird sich an der Hauptstraße/Ecke Pommernstraße bald einiges tun. Gebäude werden abgerissen, Geschäfte ziehen um, ein neuer großer Markt wird gebaut. Los geht es nach Auskunft von Aldi Nord aber erst in 2023.

Lemförde – In der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ gibt es Überlegungen, ob mit Blick auf die boomenden Besucherzahlen am Dümmer und grundsätzlich steigender Einwohnerzahlen ein weiterer Supermarkt Sinn machen würde. Eine Neubewertung des Einzelhandelskonzeptes ist dafür in Auftrag gegeben worden.

Abriss geplant

Derzeit liegt der Aldi-Markt in Lemförde noch etwas versteckt in einer rückwärtigen Ecke des Einkaufszentrums. Doch wenn alle Pläne umgesetzt sind, wird der Neubau den Bereich, wo jetzt noch Schürmann Haustechnik, Kramer Malerfachmarkt, ein Meyer-Getränkemarkt und eine VGH-Vertretung ihren Standort haben, dominieren. Die Gebäude, in denen sich genannte Firmen befinden, werden allesamt abgerissen und ziehen an andere Stellen um. Betroffen ist auch der Hol-ab-Getränkemarkt, der zunächst ebenfalls seine Verkaufsräume durch Abriss verliert, nach Umzug des Aldi in den Neubau aber im aktuellen Aldi-Markt unterkommen wird. Viel Veränderung also.

Projekt soll 2023 starten

„Das einzige, was von dem Komplex stehen bleibt, ist Bäcker Schmidt“, sagt Lemfördes Samtgemeindebürgermeister Lars Mentrup, der mit dem Startschuss für die Abriss-Maßnahmen noch in diesem Jahr rechnet. Doch Thorsten Effner, für das Projekt zuständiger Expansionsleiter bei Aldi Nord, orientiert sich an einem anderen Zeitplan. Im zweiten Quartal 2023 sollen die Abrissarbeiten beginnen, im Sommer 2023 dann der Neubau. Früher werde es nicht gehen, so Effner. Denn: Vor dem Abriss der Gebäude steht erstmal der Umzug der betroffenen Unternehmen. „Davon sind wir abhängig“, erklärt Effner.

Dass all diese Maßnahmen direkt und indirekt von Aldi bezahlt werden, ist klar. Effner äußert sich nicht zum finanziellen Volumen des Projekts, mit ein paar hunderttausend Euro wird es aber gewiss nicht getan sein. Das Ergebnis des Ganzen ist aber in eine sehr konkrete Zahl zu fassen. 1 267 Quadratmeter groß wird die Verkaufsfläche im neuen Aldi sein. Gegenüber dem jetzigen Markt ist das eine Vergrößerung um rund 50 Prozent. Von der Hauptstraße aus gesehen, wird das Gebäude im rückwärtigen Bereich des Geländes platziert. Zwischen der Straße und dem Markt bleibt Platz für 75 Auto-Stellplätze. 13 Bäume werden die Fläche einrahmen. Die Bauzeit wird laut Effner fünf bis sechs Monate betragen,

Offen ist aber auch mit dem Wissen um einen bald vergrößerten Aldi immer noch die Frage: Bietet Lemförde mit den Dümmer-Touristen als Kaufkraft-Riese im Rücken genügend Einzelhandel? Speziell während der Sommersaison? Das wird laut Mentrup gerade geprüft.

Noch ein weiterer Supermarkt?

Schon 2021 wurde ein entsprechendes Gutachten in Auftrag gegeben. Und die Verwaltung werde sehr genau hinschauen, ob die Region noch einen weiteren Supermarkt neben den im Lemförder Ortskern angesiedelten Aldi, Combi und Edeka brauche beziehungsweise „verträgt“, wie Mentrup es formuliert. Er verspricht: „Wir wollen die Situation vernünftig beurteilen können. Und wir wollen keinen Verdrängungswettbewerb. Was nützt uns ein weiterer Markt, wenn wir am Ende an anderer Stelle Leerstand produzieren?“

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