Tourismus steht still

Marissa-Ferienpark: Bauarbeiten und Planung liegen trotz Corona-Krise im Soll

Auf der Baustelle des Marissa-Ferienparks schreiten die Arbeiten auch in der Corona-Krise planmäßig weiter. Foto: Luka Bömermann
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Auf der Baustelle des Marissa-Ferienparks schreiten die Arbeiten auch in der Corona-Krise planmäßig weiter.

Erst kam die Nässe, dann kam Corona - doch die Bauarbeiten im Marissa-Ferienpark in Lembruch hat beides wenig beeinträchtigt. Auch die Planungen für das Herzstück der Anlage mit Plaza, Tagungszentrum und Wellnessbereich laufen wie geplant.

  • Dreiteiliger Gebäudekomplex im Marissa-Ferienpark geplant
  • In Zeiten von Corona geht die Arbeit weiter
  • 100 Wohneinheiten des Marissa-Ferienparks sollen bald an Käufer übergeben werden

Lembruch - Vom aktuellen Stadt der Bauarbeiten berichtet Erik Winther, Geschäftsführer des Betreibers Wald und Welle, auf Nachfrage. Während der langen Regenzeit, in der das Wasser vielerorts im Diepholzer Land auf Feldern, Wiesen und Baustellen stand, mussten die Arbeiten im Marissa-Park laut Winther nur eine Woche ruhen. „Und wir mussten Wasser abpumpen.“ Da es aber andererseits einen milden Winter gegeben habe, sei der Baufortschritt im Zeitplan.

Auch in Zeiten der Corona-Krise geht die Arbeit weiter – wenn auch mit vielen Anpassungen. Von den Bürokräften arbeitet laut Winther etwa die Hälfte im Homeoffice, für die übrigen Mitarbeiter wurden fünf Wohnungen im Ferienpark in Büros umfunktioniert. So sei sichergestellt, dass jeder Mitarbeiter allein in einem Raum arbeite. Außerdem seien auf der Baustelle zusätzliche Sanitätscontainer aufgestellt worden, viele Termine fänden unter freiem Himmel statt, nennt der Geschäftsführer einige Beispiele. Ziel sei insgesamt, den Kontakt so weit wie möglich einzuschränken. „Bisher haben wir keinen Fall von Corona auf der Baustelle“, betont Winther.

Marissa-Ferienpark: 100 Wohneinheiten sollen bald übergeben werden

In den kommenden Wochen sollen knapp 100 Wohneinheiten an die Käufer übergeben werden. Dafür müssen unter anderem noch rechtzeitig Küchen und Mobiliar geliefert und installiert werden. „Das kriegen wir aber hin“, ist Winther überzeugt. Inzwischen seien gut 230 Wohneinheiten verkauft, also etwa die Hälfte der insgesamt rund 480 Einheiten.

Die Planungen für das Herzstück des Ferienparks mit Plaza, Tagungszentrum, Restaurant und Wellness-Haus nähern sich unterdessen dem Abschluss. Die Raumeinteilung sei fertig, derzeit würden technische Details wie Brandschutz, Pooltechnik und Ähnliches geplant, so Winther. Der Bauantrag soll im Mai gestellt werden. Der Geschäftsführer hofft, dass der Tiefbau bereits im Juli beginnen kann, die Errichtung der Gebäude soll Anfang September starten. Der Abschluss ist für das vierte Quartal 2021 mit der Fertigstellung aller Bauarbeiten im Marissa-Park anvisiert.

Corona: Tourismus im Ferienpark bricht ein

Während es bautechnisch planmäßig vorangeht, herrscht im Tourismusbereich auch im Ferienpark Stillstand. Man habe über die Osterferien eigentlich mit mehreren 100 Reservierungen gerechnet, berichtet Winther. „Für unsere Kunden ist das eigentlich noch schlimmer als für den Ferienpark. Wir haben nur die Rezeption und das Blockheizkraftwerk. So viel kostet uns das nicht.“

Der Blick in die absehbare Zukunft stimmt Erik Winther durchaus positiv. „Wenn die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie gelockert werden, dann haben wir einen Vorteil.“ Es werde sicherlich noch sehr lange Restriktionen für Auslandsreisen geben, und viele Menschen wollten wahrscheinlich erst mal auch gar nicht ins Ausland reisen, vermutet er. Dann, so hofft der Geschäftsführer, schlägt die Stunde des Tourismus in Deutschland. Der Ferienpark hat aus seiner Sicht einen besonderen Vorteil, weil die Gäste in einzelnen Wohneinheiten untergebracht sind, in denen sie auch selbst kochen können. So könne man Abstand zu anderen Menschen halten. Corona sei kurzfristig ein großes Problem, langfristig könne daraus aber vielleicht auch eine Chance erwachsen.

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