17. Auflage lockt Besucher nach Lembruch

„Dümmer Erwachen“: Die Badesaison ist eröffnet

+
Das Anbaden wurde in diesem Jahr zu einem Wasserspektakel der besonderen Art. Die Sonne ließ sich zwar nicht blicken, bei 18 Grad Außen- und zehn Grad Wassertemperatur machte das Baden im Dümmer trotzdem viel Spaß.

Lembruch - Von Christa Bechtel. So lange haben Neptun – er steht dem griechischen Wassergott „Poseidon“ gleich – und seine Badenixen und „Badeboys“ in ihren historischen Badeanzügen, in denen sich Politiker, Touristiker, Gäste und Einheimische verbargen, das traditionelle Anbaden im Dümmer noch nie genossen.

Fast eine halbe Stunde boten sie den zahlreichen Zuschauern bei einer Wassertemperatur von zehn Grad und Außentemperaturen um die 18-Grad-Marke ein Wasserspektakel der besonderen Art.

Mit der 17. Auflage des „Dümmer Erwachens“ wurde an Niedersachsens zweitgrößtem Binnensee die Badesaison offiziell eröffnet. Veranstalter war wieder die Segelschule und Bootsvermietung Schlick, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum begeht, in Kooperation mit dem Tourismusverband Dümmerland und der Unterstützung der Brauerei Herforder.

„Ich bin ein ganz seltenes Exemplar: Ich bin eine Tourismusmanagement-Mutterschutzvertretung“, sagte Anselm Höfelmeier schmunzelnd. Er vertritt derzeit die Tourismus-Managerin Jessica Weßling, deren Tochter jüngst das Licht der Welt erblickte. Sein besonderer Gruß galt Gästen wie Lembruchs Bürgermeisterin Margarete Schlick, Lemfördes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe, Bernd Stolle von der Tourist Information Damme, Wagenfelds Bürgermeister Matthias Kreye oder Vertretern vom Dümmer-Weserland.

„Ohne sie wäre das alles nicht machbar“, dankte Margarete Schlick in ihrem Grußwort den zahlreichen Helfern, Ausstellern, aber auch ihren Mitarbeitern. Und: „Die Wassertemperatur beträgt derzeit zehn Grad. Aber wir haben einige Mutige, die gleich in den See gehen“, signalisierte Schlick.

Tourismus im Aufwärtstrend

„Traditionell der erste Sonntag im Mai: Anbaden und Eröffnung der Badesaison“, erklärte Rüdiger Scheibe, der sich besonders freute: „Wir haben die letzten zwei Jahre am Dümmer sehr gute Saisons mit mehr Tagesgästen, aber auch mehr Übernachtungsgästen gehabt. Es geht wieder aufwärts.“ Der Dümmer habe immer noch seine Faszination „und zieht die Massen an“, freute sich Lemfördes Rathauschef.

Zum abwechslungsreichen Rahmenprogramm zählten dann zum Beispiel Kinderschminken, Bastelaktionen, ein Kunsthandwerkermarkt, zahlreiche Informationsstände, eine Bootsmodellausstellung des Schiffs-Modellbauclub Espelkamp, eine Blumenausstellung der Lemförder Gärtnerei Barthel. Oder dass man mit Robin´s Surfschule SUP-Polo testen konnte. Seilspringen für den guten Zweck bot dagegen „Innogy“. In jeden Sprung investierte der Stromanbieter zehn Cent. So wurden in der ersten Runde gleich über 80 Euro „ersprungen“. Der Gesamtbetrag fließt in ein neues Spielgerät für den Kinderspielplatz in Lembruch.

Dümmer Erwachen

Jede Menge Spaß hatten etliche Teams beim „Herforder Fun Cup“, den federführend Jessica Franz von der Tourist Information Dümmerland organisiert hatte. In Vierergruppen konnten die Teilnehmer Spiele wie „Flieger grüß mir die Sonne“ genießen. Jeder musste dabei ein Papierflugzeug basteln, das anschließend möglichst weit fliegen musste. Am Ende winkten tolle Preise.

Abgerundet wurde das Rahmenprogramm mit toller Musik, für die abermals DJ Make me Smile (Hans-Hermann Dittmer) sowie das Duo Leuchtfeuer sorgten. Und der Komiker und Verwandlungskünstler Stephan Rodefeld bot jede Menge Kurzweil.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

3:1 übertüncht Defizite: Bayern "nicht im siebten Himmel"

3:1 übertüncht Defizite: Bayern "nicht im siebten Himmel"

Sandhausen und Düsseldorf klettern nach oben

Sandhausen und Düsseldorf klettern nach oben

Spur der Verwüstung: So sah das Chiemsee-Summer-Festival nach dem Unwetter aus

Spur der Verwüstung: So sah das Chiemsee-Summer-Festival nach dem Unwetter aus

Innensenator: „Freiheitliche Grundordnung gilt leider auch für Arschlöcher“

Innensenator: „Freiheitliche Grundordnung gilt leider auch für Arschlöcher“

Meistgelesene Artikel

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Gerätehaus in Leeste feierlich übergeben

Unfall im Kreisverkehr: Motorradfahrer tödlich verletzt 

Unfall im Kreisverkehr: Motorradfahrer tödlich verletzt 

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Wetterexperte zum Ballon-Fahrer-Festival: „Wind ist unser Hauptfeind“

Wetterexperte zum Ballon-Fahrer-Festival: „Wind ist unser Hauptfeind“

Kommentare