Fahrgastbeirat des VBN informiert am Bahnhof Lemförde über seine Arbeit

„Auch die kleinen Verspätungen sind ärgerlich“

Gertlinde Schönewald (3.v.r.), Vertreterin des Landkreises Diepholz im Fahrgastbeirat des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen, informierte heimische Politiker und Fahrgäste über die Arbeit des Beirats. - Foto: Jendrusch

lemförde - Der Bahnverkehr hat eine große Bedeutung für die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“. Zahlreiche Pendler fahren täglich in Richtung Osnabrück und Bremen oder kommen in Lemförde an, um bei den großen Unternehmen in der Samtgemeinde zu arbeiten. Der Fahrgastbeirat des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen (VBN) stellte am Samstag dort seine Arbeit vor.

Gertlinde Schönewald ist die Vertreterin der Landkreises Diepholz beim VBN. Als langjährige Pendlerin kennt sie die kleinen und großen Probleme der Fahrgäste genau. Im Rahmen der Sommertour des VBN sucht sie die Nähe von Lokalpolitikern, um über Missstände zu informieren.

„Es ist schon sehr ärgerlich, was wir oft zu sehen oder zu hören bekommen“, sagt Schönewald. „Oftmals sind es aber noch nichtmal die großen Dinge, die die Fahrgäste verärgern. Auch die kleinen, täglichen Verspätungen sind ärgerlich.“ Anschlusszüge würden verpasst, nicht jeder Arbeitgeber habe Verständnis, wenn Angestellte zu spät kämen.

Unregelmäßige Bahnfahrer, die kein Monatsticket besäßen, würden beispielsweise auch durch die verschiedenen Fahrschein-Automaten der Anbieter abgeschreckt. Diese seien dann teilweise auch noch umständlich zu bedienen. „Das machen die ein Mal, beim nächsten Mal fahren die Leute dann direkt mit dem Auto“, erläutert Schönewald.

Ihr und den anderen Mitgliedern des VBN liegen auch die Barrierefreiheit und die Sauberkeit der Bahnhöfe am Herzen. „In der Samtgemeinde haben wir da auf politischer Ebene mit Rüdiger Scheibe einen echten Glücksgriff gemacht“, lobt Schönewald dessen Arbeit.

Dieser klärt zu Beginn seiner Ausführungen darüber auf, dass der Bahnhof Lemförde auf Stemshorner Gebiet liege. „Soviel Zeit muss sein.“ In Sachen Barrierefreiheit soll sich nach Aussage des Samtgemeindebürgermeisters in nächster Zeit einiges tun. Die Samtgemeinde habe den Bahnhof gekauft und an die Bahn vermietet. Es werde sich nun verstärkt um die Barrierefreiheit gekümmert. Aufzüge, eine Neugestaltung der Unterführung und eine Verlängerung des Bahnsteigs stünden auf der Agenda. „Ein Bahnhof ist ja auch Aushängeschild und sollte vernünftig aussehen“, betont Scheibe.

Gertlinde Schönewald verweist auf gute Erfahrungen mit sogenannten Bahnhofspaten in Bassum. „Dort hat ein Pendler Müll, Scherben oder ähnliches kurz per Handy gemeldet und dann wurde sich darum gekümmert“, erklärt sie. „Das hat immer gut funktioniert und wäre für den Bahnhofe Lemförde sicherlich auch nicht schlecht.“

Für die Zukunft wünscht sie sich, den Bahnhof zu einer Art Mobilitäts-Knotenpunkt zu machen. „Ich könnte mir gut vorstellen, dass man auf dem Vorplatz Ladestationen für E-Bikes oder E-Autos installiert. Das wäre wirklich eine schöne Sache“, sagt Schönewald.

Wer sich genauer über die Arbeit des Fahrgastbeirats informieren möchte, kann dies im Internet tun. J mj

www.fahrgastbeirat-vbn.de www.facebook.com/fahrgastbeirat.vbn

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