Jede Menge Sorten auf dem Schäferhof in Stemshorn

Alles rund um den Apfel

Jede Menge Äpfel: Beim Apfeltag am Samstag auf dem Schäferhof in Stemshorn drehte sich alles um die knackige Frucht. Interessierte fanden sich auf dem Schäferhof aus dem weiten Umkreis ein – auch aus dem Landkreis Vechta und dem Osnabücker Land
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Jede Menge Äpfel: Beim Apfeltag am Samstag auf dem Schäferhof in Stemshorn drehte sich alles um die knackige Frucht. Interessierte fanden sich auf dem Schäferhof aus dem weiten Umkreis ein – auch aus dem Landkreis Vechta und dem Osnabücker Land

Stemshorn – Der Apfel zählt zur Lieblingsfrucht der Deutschen. 17 Kilogramm Äpfel isst jeder Bundesbürger durchschnittlich im Jahr. Einmal mehr stand alles, was mit dem saftigen Obst zu tun hatte, im Mittelpunkt des Interesses bei der jüngsten Auflage des Apfeltages am Samstag auf dem Schäferhof in Stemshorn.

Über den Tag verteilt, strömten die Besucher auf das Anwesen an der Hunte, nicht nur um Informationen rund um das heimische Obst in Hülle und Fülle zu bekommen, sondern auch, um Äpfel, Birnen oder Quitten aus dem heimischen Garten zu Saft pressen zu lassen. „Wir haben ein durchschnittliches Apfeljahr“, erklärte Hartmut Knost bezüglich der Erntemenge. Er hatte an der mobilen Saftpresse vom Saftwerk Stemwede alle Hände voll zu tun. Dorthin brachten die Saftliebhaber ihr reifes Obst, das in der Anlage gewaschen, zerkleinert und dann gepresst wurde. Anschließend wurde der Saft erhitzt und in luftdichten Fünf-Liter-Kanister mit „Zapfhahn“ abgefüllt, sodass jeder den Saft aus seinem eigenen Obst bekam.

Sorten bestimmt

Interessierte fanden sich auf dem Schäferhof aus dem weiten Umkreis ein – auch aus dem Landkreis Vechta und dem Osnabücker Land. Dass viele der zahlreichen Gäste schon mit vollen Tüten zum Apfeltag kamen, hatte einen Grund: Sie wollten wissen, welche Apfelsorten sie seit vielen Jahren in ihrem Garten ernteten und mehr oder weniger genossen.

Dem widmeten sich Dr. Dankwart Seipp und Ariane Müller vom Pomologen-Verein. Die beiden hatten alle Hände voll zu tun. Und nicht nur das: Wenn der Blick auf das Äußere des Apfels, der Blick auf Kerngehäuse und Fruchtfleisch kein eindeutiges Ergebnis brachte, wurde probiert, um die Sorte bestimmen zu können.

Oliver Lange von der Naturschutzstation schüttet Äpfel in die Anlage zum Pressen.

In diesem Jahr viele Maden

Für die Obstfreunde gab es noch eine zweite informative Anlaufstation: Obstbaumberater Albert Nordmann diagnostizierte Obst- und Obstbaumkrankheiten und gab Tipps, was zu tun ist, damit künftig gesunde Bäume in den heimischen Gärten wachsen können. „Krankheiten treten größtenteils witterungsbedingt auf“, so der Fachmann. In diesem Jahr hatten die Baumbesitzer neben Apfelschorf und Birnengitterrost auch mit vielen Maden zu kämpfen. Zudem gab es von den Obstexperten allerlei Tipps zu Ernte und Lagerung. Beispielsweise, dass pflückreif nicht unbedingt auch genussreif heißen muss, dass die kühle Lagerung, am besten in alten Kellern, am günstigsten sei und dass grüne Äpfel meistens druckempfindlicher sind als die rotwangigen Früchte.

Fest im herbstlichen Terminkalender verankert ist der Apfeltag, den der Naturpark Dümmer auf dem Schäferhof seit vielen Jahren veranstaltet. In diesem Jahr allerdings, mussten sich die Besucher, wie auch im Vorjahr, mit einer „Lightversion“ begnügen. Coronabedingt musste zwar die Zahl der Aussteller eingeschränkt werden, was aber der Vielfältigkeit der Veranstaltung keinen Abbruch tat.

Tipps zum Bau von Nistkästen

Mit von der Partie war die Natur- und Umweltschutzvereinigung (NUVD). Michaela Köhr-Eickhoff und Christian Vogel informierten über Streuobstwiesen und Blühflächen und gaben Tipps zum Bau von Nistkästen für Steinkäuze.

Dass man aus Äpfeln, Birnen und Quitten nicht nur Saft herstellen kann, sondern auch Marmelade, Gelee und Co. wurde am Stand „Früchtchen“ von der Pr. Oldendorferin Susanne Fleer deutlich.

Um auch beim Nachwuchs keine Langeweile aufkommen zu lassen, gab es ein Glücksrad. Wer wollte, konnte sich handwerklich betätigen und Nistkästen für die gefiederten Freunde im heimischen Garten bauen.

Nach dem Rundgang bot sich Gelegenheit, im Schäferhofcafé zu verweilen und sich mit Torten-Leckereien rund um den Apfel verwöhnen zu lassen. Heidrun Mühlke

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