Alles dreht sich um den Apfel

Naturpark Dümmer informiert zum Kernobst

Apfel ist nicht gleich Apfel – die Sortenvielfalt ist groß, wie beim Apfeltag zu sehen sein wird. J Foto: Naturpark Dümmer

Stemshorn - Klarapfel, Horneburger Pfannkuchen, Hilde oder Dülmener Rosenapfel, wer diese Sorten einmal gekostet hat, weiß genau, es gibt etwas jenseits von Jonagold und Granny Smith. Am Samstag, 21. Oktober, möchte der Verein Naturpark Dümmer genau das zeigen.

Ab 7.30 Uhr geht es auf dem Schäferhof Dümmer in Stemshorn rund um die Frucht der Erkenntnis. Dann werden Äpfel gepresst, und viele Informationen und Produkte rund um die Frucht präsentiert. 

Erst 100 Jahre ist es her, als noch etwa 4 000 Apfelsorten angebaut wurden. In der heutigen Zeit dominieren gerade einmal drei Sorten 70 Prozent des weltweiten Marktes. Denn Äpfel müssen vor allen Dingen knackig, saftig und gut lagerbar sein. Alte Apfelsorten können alle drei Eigenschaften nur selten bieten. „Kaum vorstellbar, dass es noch Apfelbäume gab, die 15 Jahren brauchten, um die ersten Früchte zu tragen, die auf der Zunge schmelzen oder erst ihr volles Aroma entfalten, wenn sie gekocht werden“, schreibt der Veranstalter im Begleittext zum Apfeltag.

Jeder kann Äpfel mitbringen

Der Naturpark Dümmer möchte diese Schätze zeigen und den Besuchern des Apfelpresstages dabei helfen, ihre Schätze im Garten wiederzuentdecken. Jeder kann seine Äpfel mitbringen und diese zu leckerem Saft pressen lassen. Denn schließlich kennen Apfelbaumbesitzer, die Frage „Wohin mit den ganzen Äpfeln?“ nur zu gut.

Bereits um 7.30 Uhr wird die Apfelpressmaschine der Lohnmosterei „Saftwerk“ aus Stemwede aufgebaut. Die mitgebrachte Apfelmenge sollte mindestens 50 Kilogramm betragen und nicht größer sein als 200 Kilogramm. Zehn Kilogramm reife Äpfel ergeben laut der Mosterei etwa sieben Liter Saft, verpackt in einer luftdicht abgeschlossenen Fünf-Liter-Box. Pressen und Verpacken kostet pro Box fünf Euro. Durch das Erhitzen und das luftdichte Verpacken hält der Saft ungeöffnet bis zu zwei Jahre, geöffnet auch bis zu zwei Monate.

Aber die Apfelbaumbesitzer sollten nicht alle Äpfel direkt in die Presse geben, denn ab 10 Uhr können die Äpfel bestimmt und untersucht werden. Die Besucher können dem Pomologen (Apfelkundler) Dr. Dankwart Seipp dabei zuschauen, wie er die alten Sorten auseinanderhält. Für die Sortenbestimmung werden fünf Früchte einer jeden Sorte benötigt. Die erfolgreiche Sortenbestimmung kostet einen kleinen Obolus von drei Euro.

Wer seine Äpfel zu Hause vergessen hat oder sich einfach von der bunten Vielfalt der lokalen und regionalen Sorten überraschen lassen möchte, kann durch die Sortenausstellung im Alten Schafstall wandeln. Darüber hinaus gibt es Informationen über die Bedeutung der Streuobstwiesen der Region und über die Dinge, die man für den erfolgreichen Anbau wissen sollte.

Für Speisen und Getränke auf dem Schäferhof ist gesorgt. Äpfel und weitere Produkte rund um die Frucht stehen zum Verkauf bereit.

Nähere Informationen und weitere Veranstaltungen sind auch im Internet abrufbar.

www.naturpark-duemmer.de

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