AG Eulenschutz besteht seit 20 Jahren

Schaffung neuer Lebensräume Schwerpunkt der Arbeit

Kassenführer Fritz Dannhus, Dr. Marcel Holy, Vorsitzender Paul Ballmeier, Schriftführerin Petra Israel sowie stellvertretender Vorsitzender Friedrich Möhlenpage (v.l.) freuten sich über die gelungene Jubiläumsfeier. - Foto: Mühlke

Lemförde - Von Heidrun Mühlke. In diesem Jahr jährt sich die Gründung der AG Eulenschutz zum 20. Mal. Grund genug dieses Ereignis in einem würdigen Rahmen zu feiern. Am Freitagnachmittag trafen sich die Mitglieder und Ehrengäste zu einer Feierstunde im Lemförder Rittersaal.

Vor der eigentlichen Geburtstagsfeier hatten sich die Gäste aufgemacht, um die Biotopflächen rund um den Stemweder Berg zu bereisen. Ziel waren Streuobstwiesen und Feuchtgebiete, gleichzeitig wurden Hecken und Feldholzinseln in Augenschein genommen.

Der ursprüngliche Wirkungsbereich der AG Eulenschutz war der Stemweder Berg mit seinen Randgebieten. Das Arbeitsgebiet hat sich jedoch mittlerweile weit ausgedehnt und wird eingerahmt von den Orten Damme, Diepholz, Wagenfeld, Dielingen und Lemförde. Gegründet wurde die AG Eulenschutz von Fritz Dannhus, Alexander Hesselbarth, Klaus Tormöhlen, Eckhard Meyer-Reiningen, Fritz Möller und André Hesse anlässlich des 50. Jubiläums der Lemförder Metallwaren, heute ZF Friedrichshafen.

„Dem Unternehmensgründer Jürgen Ulderup lag der Umweltschutz am Herzen“, erklärte Kassenführer Fritz Dannhus. Noch immer zähle ZF Friedrichshafen zu den Hauptsponsoren. Unterstützung erhalte die AG Eulenschutz aber auch von der niedersächsischen Bingo Umwelt-Stiftung, den Landesjägerschaften Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie den Kommunen im Projektgebiet. Neben der finanziellen und praktischen Unterstützung stellt die Überlassung von Flächen zur Herstellung neuer Biotope durch private und öffentliche Eigentümer den wichtigsten Beitrag zu der Arbeit der AG Eulenschutz.

In den vergangenen 20 Jahren wurden mehr als 50 Hektar Fläche rund um den Stemweder Berg mit Hecken, Feldgehölzen und Einzelbäumen als aktiver Naturschutz bepflanzt. „1200 Obstbäume und 32 000 Sträucher wurden gepflanzt sowie 90 Biotope angelegt“, nannte Geschäftsführer Dr. Marcel Holy konkrete Zahlen. Eulen sind Feinde der übrigen Vogelwelt. Heute ist die Gefährdung der Eulen selbst weniger durch Jagd, als durch Brutplatzmangel, Pestizide, Zunahme von Industrie und Straßenverkehr gegeben. Zahlreiche Schutzmaßnahmen, wie Nisthilfen und Aufhängen von Nistkästen sind nötig, um die Erhaltung der Eulen zu gewährleisten.

Von diesen Maßnahmen profitieren neben den Eulen auch viele andere Vogelarten, aber auch Fledermäuse, Bilche, Igel und andere Säugetiere bis hin zu zahlreichen Insekten-, Amphibien- und Reptilienarten.

„Den Schwerpunkt unserer Arbeit bildet die Schaffung von neuen Lebensräumen für Eulen und andere heimische Wildtiere“, erklärte Holy. Besonders die Landschaft rund um den Stemweder Berg habe profitiert und sei zu einer ansehnlichen Biotoplandschaft herangewachsen. Über den Lebensraum der Schleiereule berichtete bei der Jubiläumsfeier der Emsländer Naturfotograf Andreas Schüring mit einem ansprechenden Fotovortrag.

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