Achter Dümmer-Sandfiguren-Bauwettbewerb in Lembruch

Kleine Künstler kämpfen gegen den Regen

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Das Siegerteam mit seiner Ritterfestung samt Burggraben und Mittelaltermarkt.

Lembruch - Sand ist eine rhetorisch eher negativ besetzte Figur. Viele haben ihn immer mal wieder im Getriebe, manch einer steckt dann und wann sogar mal den Kopf hinein. Im Lembruch war der Begriff Sand am Dienstagnachmittag ausschließlich positiv besetzt.

Die „Tourist Information Dümmerland“ hatte im Rahmen der „Ferienkiste“ der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ zum achten Dümmer-Sandfiguren-Bauwettbewerb eingeladen. Die Resonanz war überwältigend. 22 Teams bestehend aus etwa 60 Kindern hatten sich zum großen Badestrand an der „Sonnenbar“ in Lembruch aufgemacht, um kleine oder auch größere Kunstwerke zum Thema „Mittelalter“ anzufertigen. Zahlreiche Burgen und Festungen, aber auch Drachen, ein Ritter mit Rüstung samt Pferd und ein Burgfräulein waren aus dem nassen Sediment entstanden.

„So ein schlechtes Wetter hatten wir noch nie“

Die jungen Erbauer hatten jedoch auch mit dem größten Feind von Sandskulpturen zu kämpfen: dem Regen. War der Wettbewerb gegen 14.30 Uhr noch bei schönem Wetter gestartet, verdunkelte sich der Himmel über dem Dümmer zusehends. Nicht genug, dass die Sonne weg war, die Wolken wollten auch noch ihre nasse Fracht loswerden und das Sommervergnügen wurde recht schnell eine sehr herbstliche Angelegenheit. Ein kräftiger Wind tat sein übriges dazu.

„So ein schlechtes Wetter hatten wir in den acht Jahren noch nie“, sagte Jessica Franz von der „Tourist Information Dümmerland“. Ziemlich durchnässt beobachtete sie das Treiben am Strand und war froh, dass Kinder und Eltern trotz des Schmuddelwetters nicht vorzeitig das Weite gesucht hatten.

Neben Kindern aus der Samtgemeinde waren auch viele kleine Bauherren am Start, die ihren Urlaub am Dümmer verbringen. Sie kamen beispielsweise aus Osnabrück, Gummersbach, Bad Münder und sogar aus den Niederlanden.

Die Entscheidung fiel der Jury sichtlich schwer. „Alle Teilnehmer haben sich viele Gedanken gemacht und tolle Kunstwerke gezaubert“, sagte Jessica Franz. Eine Entscheidung musste jedoch getroffen werden. Auf den dritten Rang kam auch die Mannschaft mit der Startnummer drei. Das „Team Burg Sandstein“, bestehend aus Tamira, Imke, Camilla und Maike, hatte ein Mittelalter-Gefängnis mit Burggraben gebaut.

Auf den zweiten Platz wählte die Jury die Startnummer 14. Greta, Kanishka und Ben hatten einen Drachen mit einer Barbiepuppe im Mund geformt.

Die Sieger trugen die Startnummer sechs. Das Team „Pia und ihre Freunde“ hatte eine Ritterfestung mit Burggraben und Mittelaltermarkt gebaut.

Die Plätze eins bis drei erhielten je einen Pokal, leer ging an diesem Tag jedoch kein Kind aus. Ein örtliches Geldinstitut hatte für jedes Kind ein kleines Geschenk gesponsert, von der „Tourist Information Dümmerland“ gab es eine goldene Medaille. Ziemlich durchnässt machten sich alle Teilnehmer auf den Heimweg – viele wollen im nächsten Jahr wieder mit dabei sein. Dann spielt hoffentlich auch das Wetter wieder mit.

mj

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