Zum Abschied erklingt „Hausmusik aus dem Barock“

„Trio Flauto Dolce“ gibt letztes Konzert in der Kapelle

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Das „Trio Flauto Dolce“ – Barbara Gadow (v.l.), Wiltrud Althoff-Stange, Dr. Heike Garbe – mit den Gastmusikerinnen Bettina Piwczyk und Karin Heintze wird am 6. Januar sein Abschiedskonzert in der Mutterhauskapelle in Lemförde geben.

Lemförde - Von Christa Bechtel. Im Juni 2004 formierte sich das „Collegium musicum Leuenfort“, das dann im Januar 2012 sein Abschiedskonzert in der Kapelle des Diakonissen-Mutterhauses „Altvandsburg“ gab. Doch: „Ich verdurste ohne Musizieren“, sagte seinerzeit Leiterin Wiltrud Althoff-Stange (Blockflöten) und Dr. Heike Garbe (Blockflöte und Querflöte) meinte ebenfalls: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das alles zu Ende ist.“

War es auch nicht! Beide fragten die viel beschäftigte und bekannte Diepholzer Musikerin Barbara Gadow (E-Cembalo), ob sie mit „von der Partie“ sei, die gerne zusagte. Zusammen bildeten sie fortan das „Trio Flauto Dolce“, das im Januar 2013 sein Debüt gab. Doch am Samstag, 6. Januar, 19 Uhr, werden sie in der Kapelle des Lemförder Mutterhauses definitiv ihr Abschiedskonzert geben. Als Gastmusikerinnen – wie schon viele Male zuvor – unterstützen das Trio an diesem Abend Bettina Piwczyk, Fagott, und Karin Heintze, E-Cembalo.

„Flauto dolce“ heißt „süße Flöte“, denn das Wort „Flöte“ ist im Deutschen viel härter, als der Ton ist. Deshalb haben wir uns diesen weichen, italienischen Namen ausgesucht“, verdeutlichte 2013 Wiltrud Althoff-Stange, die mit großer Leidenschaft verschiedene Blockflöten spielt. Nebenbei ist ihr Steckenpferd, dass sie gerne Musik ausgräbt, die längst in Vergessenheit geraten ist. Deshalb haben die Musikerinnen in all den Jahren immer Perlen der Barockmusik zu Gehör gebracht. So enthielten ihre Programme überwiegend unbekannte Triosonaten aus der späten Barockzeit. Und dem Publikum begegneten bislang wenig bekannte Namen wie William Corbett, Pierre Prowo, Christoph Schaffrath, Giovanni Benedetto Platti, Johann Gottlieb Janitsch oder William Williams.

Am 6. Januar wird das „Trio Flauto Dolce“ vergessene Instrumentalwerke und zu „Ohrwürmern“ gewordene Lieblingsstücke aus der Barockzeit abermals wiederbeleben. Unter dem Motto „Hausmusik aus dem Barock“ können sich die Konzertbesucher auf verschiedene Sonaten, Konzerte oder auch einen spanischen Volkstanz von William Corbett, Joseph B. de Boismortier, Georg Philipp Telemann, Jean Jaques Naudot, Johann Christian Schickhardt, Antonio Vivaldi, Johann Gottlieb Janitsch, aber auch auf den wunderschönen Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Dieterich Buxtehude freuen.

Interessierte sollten sich also den Januar-Termin unbedingt notieren.

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