Bauwerk weist starke Mängel auf / Für Kraftfahrzeugverkehr gesperrt / Erneuerung würde über 370 000 Euro kosten

Abriss von Grawiede-Brücke in Lembruch empfohlen

Der Zustand der Grawiede-Brücke am Mittelweg in Lembruch ist ungenügend. Sie darf darum nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad überquert werden. Nun soll der Rat darüber entscheiden, ob sie abgerissen wird. Foto: Brauns-Bömermann

Lembruch – Wer auf dem Mittelweg in Lembruch die Grawiede auf vier Rädern überqueren möchte, der guckt in die Röhre. Die Brücke ist für Kraftfahrzeuge gesperrt und darf nur noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad überquert werden. Grund für die Sperrung sind erhebliche Mängel am Bauwerk. Weil Sanierung oder Neubau kräftig ins Geld gehen würden, empfiehlt die Verwaltung den Abriss. Der Gemeinderat soll in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 27. Januar, ab 19 Uhr im Schützenhaus über das weitere Vorgehen entscheiden.

Die Sperrung erfolgte laut Verwaltung nach einer Überprüfung des Brückenbauwerks durch das Ingenieurbüro André Bartel aus Bremen am 30. Oktober vergangenen Jahres. Sie ergab die Note 3,7 (ungenügender Zustand). Dem Prüfbericht zufolge ist durch die Mängel die Dauerhaftigkeit des Bauwerks nicht mehr gegeben. Aus Sicherheitsgründen wurden die Nutzung eingeschränkt und das mangelhafte Geländer mithilfe eines Bauzauns gesichert.

Laut Verwaltung wurden die Kosten zur Erneuerung der Brücke im Jahr 2017 unter der Berücksichtigung einer Vorplanung auf mindestens 370 000 Euro inklusive Planung, Vermessung und Baugrunduntersuchung geschätzt. Damals wurde beschlossen, die Erneuerung der Brücke nicht weiter zu verfolgen. Angesichts der allgemeinen Preissteigerungen im Baugewerbe dürften die Kosten heute höher liegen.

Aufgrund des Zustandes der Brücke und der derzeitig aufwendigen Sicherung empfiehlt die Verwaltung, das Bauwerk 2021 abzureißen. Alternativ könne das Geländer instandgesetzt und die Brücke für eine unbestimmte Zeit für Fußgänger und Radfahrer freigegeben werden. Für diese Alternative sind noch keine Kosten ermittelt. Den Unterhaltungsaufwand in diesem Jahr beziffert die Verwaltung auf rund 5 000 Euro, die Kosten für den Rückbau werden auf 50 000 Euro geschätzt.  mer

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