140.000 Euro von der Gemeinde

Abenteuergolf in Hüde wird Realität

So soll die Abenteuergolf-Anlage in Hüde aussehen. Die Verantwortlichen hoffen auf einen Saisonstart im Mai 2018. - Planverfasser: Keese Ingenieure und Planer

Hüde/Lemförde - Rund drei Jahre steht die Anlage eines Abenteuer-Golfplatzes in Hüde bereits in der Diskussion, jetzt steht ihre Verwirklichung an. Die Gemeinde Hüde tritt als Bauherr auf. In den Haushalt dieses Jahres hat sie 140.000 Euro eingestellt. In der nächsten Sitzung des Rates soll der Baubeschluss gefasst werden.

„Die Baugenehmigungen liegen vor“, informierte Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe gestern Morgen in einer Pressekonferenz im Rathaus in Lemförde. Mit dabei Hüdes Bürgermeister Heiner Richmann sowie dessen Stellvertreter Bruno Matzke und Jürgen Hage. Laut Scheibe sind Förderanträge über EU-Mittel gestellt.

„Deren Bewilligung muss allerdings erst vorliegen, damit wir mit dem Bau beginnen können. Ich hoffe, das geschieht noch in diesem Jahr, sodass ab Saisonbeginn Mai 2018 gespielt werden kann“, ergänzte er. Die Summe der möglichen Fördergelder ist von den angesetzten 140 000 Euro abzuziehen.

Die Fläche direkt gegenüber dem Strand in Hüde umfasst rund 3 000 Quadratmeter. Es wird eine Anlage mit zwölf Löchern. Diese ist laut Scheibe um fünf bis sechs Löcher erweiterbar, wenn es notwendig werden sollte. Und das hoffen die Verantwortlichen, dass das Angebot angenommen wird. Gepachtet hat die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ die betreffende Fläche vom Land Niedersachsen und den Vertrag verlängert. In der Weiterverpachtung hat sie laut Scheibe freie Hand. „Das Land ist an einer sinnvollen Nutzung interessiert“, ist der Samtgemeindebürgermeister überzeugt.

„Was wir noch nicht haben, ist ein Betreiber und Pächter“, betonte Scheibe. Jeder könne sich schriftlich bei der Samtgemeinde bewerben. Angesprochen seien nicht nur Gastronomen, sondern jeder, der Interesse habe und sich eine solche Aufgabe vorstellen könne. Das Konzept wird durch die Gemeinde vorgegeben.

Bürgermeister plant nachhaltig 

„Ein Pächter, der mit Herzblut an die Sache rangeht, wäre wünschenswert. Es wäre schön, wenn er sich bereits in der Bauphase mit Ideen einbringen würde“, wünschte sich Bürgermeister Heiner Richmann. „Denn das Ganze soll etwas Nachhaltiges sein“, fügte er hinzu. An Pachtzeit schweben den Verantwortlichen wenigstens fünf Jahre vor. Groß Gastronomie soll nicht betrieben werden, vielleicht ein kleines Angebot an Eis und Getränken. Zu genießen an einigen Tischen im Freien. „Wir wollen die vorhandenen Betriebe stützen“, erläuterte Scheibe.

Die Toilettenanlage soll auch öffentlich zugänglich sein. Wenn sie fertiggestellt ist, sollen die übrigen öffentlichen Toilettenanlagen am Dümmer laut Scheibe erneuert werden.

„Ich bin zuversichtlich, dass dieses Angebot das richtige ist. Es ist eine Attraktion für unsere Gäste und Tagestouristen direkt gegenüber dem Strand“, sagte Jürgen Hage. Er sieht in der Anlage ein generationsübergreifendes Angebot, „mit dem wir die Infrastruktur aufhübschen, um unsere vorhandene Gastronomie zu stärken“, fügte er hinzu.

Bruno Matzke verwies auf ähnliche Anlagen andernorts und erwähnte insbesondere die in Tecklenburg, die sehr gut angenommen werde. Ähnliches verspreche er sich auch von der Anlage in Hüde.

hwb

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