Erweiterung

Landvolk: 57 Mitarbeiter im Grünen Zentrum in Sulingen

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Kreisgeschäftsführer Dr. Jochen Thiering und Rebecca Göllner sprechen beim Informationstag des Landvolks in Brockum.

Brockum - Auf dem Landvolk-Newsletter ist das neue Logo der Image-Kampagne „Echt Grün – Eure Landwirte“ mit Zusatz – Donnerstag, heute, morgen, immer – zu sehen. Daneben das bekannte Landvolk Diepholz Logo mit Ähren im Wappen und Niedersachsen-Pferd und in Handschrift „gemeinsam stark…“.

Es folgen vier Seiten geballte Informationslektüre mit Neuigkeiten aus dem Geschäftsbetrieb, Personal- und Agrarpolitik, Öffentlichkeitsarbeit, Rechtsberatung und Veranstaltungshinweise, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Wie die Interessenvertretung der Landwirte in den Landkreisen Diepholz und Nienburg sich aufgestellt sieht, wie die Leistungen für die Landvolkmitglieder aussehen und wie das Landvolk seine spezifischen Ziele definiert, dazu berichtete Kreisverbandsgeschäftsführer Dr. Jochen Thiering in der Auftaktveranstaltung der „Landvolk on tour“-Reihe in Brockum. Vorausgegangen war für die rund 60 Teilnehmer aus dem Raum Lemförde die Einschätzung des Vorsitzenden Theo Runge zur Lage der Landwirtschaft in den Kreisen (wir berichteten).

2017 war Jahr voller Herausforderungen

2017 war für die Bauern hier, wie bei allen Berufskollegen in Niedersachsen, ein Jahr mit Herausforderungen. Nicht nur extreme Witterungskapriolen bliesen den Landwirten ins Gesicht, sondern konstant die gesellschaftliche Debatte über Tierhaltung und -wohl, Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Damit die Mehraufgaben aus vielfältiger werdenden Betrieben gemeistert werden können, tritt das Landvolk mit 57 Mitarbeitern im Grünen Zentrum in Sulingen an. „Das Zentrum wird dieses Jahr 20 Jahre, und wir möchten die Erweiterung mit dem Geburtstag gemeinsam im April feiern“, so Thiering für die Kalender der Landwirte.

Personell habe sich viel getan. Beispiel: Seit Anfang Oktober verstärkt Christian Nolte die Buchstelle. Er komplettiert damit die Riege der Steuerberater zum Dreigestirn neben Nina Jacobs und Harald Beck. Mit Laureen Meyer ist das erste Mal eine Auszubildende für ein duales Studium zur Steuerfachangestellten mit integriertem Studium Bachelor of Laws/Steuerrecht eingestellt. „Wir haben die Personalentwicklung im Hinblick auf ausscheidende Mitarbeiter wegen der Altersgrenze damit im Blick“, sagte Thiering weiter.

Rebecca Göllner stellt sich vor

Als Teamworkerin in Sachen Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit stellte sich die 33-jährige Rebecca Göllner vor: „Ich habe acht Jahre als Redakteurin gearbeitet und stamme aus einem landwirtschaftlichen Betrieb.“ Mit Stefan Meyer (Pressereferent Agrar) gemeinsam ist sie seit vergangenem Sommer das Sprachrohr des Landvolks nach außen. Mit Holger Cordes hat der Verband einen Berater eingestellt, der die Landwirte fachlich zum neuen Gesetz der Stoffstrombilanzierung, das seit 1. Januar in Kraft ist, berät. Er war vor Ort und führte ins Thema ein.

Die Marschrichtung für das Landvolk beschrieb Thiering so: „Wir möchten Ihnen ein Dienstleistungsangebot bei zeitnaher Bearbeitung und angemessenem Preis durch gut ausgebildete Mitarbeiter bieten.“ Zu den liquiden Mitteln des Landvolks aus den Zivilprozessen von rund 10,5 Millionen Euro stellte er die verschiedenen Bausteine vor, in die das Vermögen fließen soll: 2,5 Millionen Euro fielen für Steuern an, 700.000 Euro gingen in Gebäudeerweiterung und Sanierung des Altbestandes. 

Die Finanzierung der Kampagne „Echt Grün“ erhält 200.000 Euro auf drei Jahre verteilt. Für den Ausbau des Dienstleistungsbereichs und der Weiterqualifizierung der Mitarbeiter prognostizierte er eine Million Euro in drei Jahren. Auf Rücklagen entfielen 4,5 Millionen Euro für Flexibilität und Handlungsfähigkeit.

Auf HanseLife aktiv

Thiering weiter: „Wir haben eine Gesellschaft mit zwölf weiteren Verbänden gegründet, um eine Halle auf der Verbrauchermesse HanseLife zu mieten.“ Das Thema lautet „Land und Natur – Landwirtschaft wird Stadt nahegebracht“. Das detaillierte Zahlenwerk des Landvolkes ist im Jahresberichtsheft Landwirtschaft in der Region Diepholz/Nienburg zusammengefasst.

Ein Exkurs zur Wichtigkeit der Imkerei, Pflanzenbestäubung und damit verbunden der Schutz der Vielfalt der Pflanzen für die Insekten folgte von Werner Warneke vom Kreisimkerverein aus Sulingen. Nachdenklich stimmte seine Aussage: „Früher waren Landwirte auch Imker.“ Beim Jakobskreuzkraut gelte: So früh wie möglich entfernen und zwar mit Wurzeln. „Schreddern, Mulchen oder Abschlagen ist kontraproduktiv. 

Es erhöht die Pflanzendichte“, so Warneke. Geschlossene Böden seien nicht so anfällig wie offene. Wichtig sei Pflege wie Schleppen und Walzen. Das Gift des Kreuzkrautes lagere sich unterschiedlich bei Pferd, Rind, Schaf und Ziege in der Leber an, summiere sich und ende nicht selten tödlich, da nicht abbaubar. „Selektieren Sie bei noch wenig Bewuchs von Hand“, lautet seine Empfehlung.

sbb

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