Ärger über „Stern“-Artikel

DRK Lemförde dankt Herbert Walter für 110. Spende

+
Für seine 110. Spende erhielt Herbert Walter einen Präsentkorb.

Lemförde - Ende einer langen „Blutspender-Karriere“ – für Herbert Walter aus Lemförde war die 110. Spende am Dienstagabend im Rittersaal des Lemförder Amtshofs auch seine letzte. Aus Altersgründen darf er nicht mehr antreten.

„Zum ersten Mal habe ich 1962 mit 18 Jahren Blut gespendet. Das war damals in der Jugendherberge in Diepholz“, sagt Walter im Gespräch mit unserer Zeitung. Das erste Mal habe er gespendet, um seine Blutgruppe zu erfahren. Dann sei er einfach im Dienste der guten Sache dabeigeblieben. Das langjährige DRK-Mitglied hat nicht nur beim Roten Kreuz, sondern früher auch in Krankenhäusern gespendet. Dafür habe es dann 30 D-Mark gegeben.

Zum Dank für seine jahrzehntelange Spendenbereitschaft überreichten ihm Monika Meier-Rüffer, erste Vorsitzende des DRK-Ortsverbands Lemförde, und Erika Rüffer vom Helfer-Team einen Präsentkorb. „Keine Sorge, ich bleibe euch ja treu“, kündigte Walter an. Der gelernte Konditor möchte sich auch weiterhin an der Kuchen-Versorgung von DRK-Veranstaltungen beteiligen.

Leichter Rückgang von Spendern im vergangenen Jahr

Monika Meier-Rüffer ist mit dem allgemeinen Besuch der Blutspenden wieder zufrieden. „Vergangenes Jahr hatten wir einen Rückgang zu verzeichnen“, sagte die erste Vorsitzende. „Ich glaube, dass wir das in diesem Jahr wieder wettmachen können.“ 

Am Dienstag waren 107 Spender in den Rittersaal gekommen. Darunter waren auch neun Erstspender. Neben Herbert Walter wurden folgende Spender geehrt: Holger Tegtmeier (50. Spende), Andrea Priesmeyer (40.), Steffen Eickhoff (40.), Ulf Schierbaum (40.), Irene Dylla (25.), Mathias Tesdorf (25.), Andra Bürger-Seel (10.) und Bettina Plöger (10.).

Verärgert ist Meier-Rüffer hingegen über die Titelgeschichte des Nachrichtenmagazins „Stern“. „Das scheinheilige Imperium. Wie das Deutsche Rote Kreuz Millionengewinne mit Blutspenden macht“, titelt die Hamburger Publikation in Ausgabe 45, erschienen am 2. November. „Die Vorwürfe sind nicht neu und kommen alle zehn Jahre mal wieder auf“, sagt Meier-Rüffer. „Uns Ehrenamtlern erleichtert das aber nicht gerade die Arbeit.“

DRK steht zu Gewinnen

Die vom „Stern“ bemängelten Millionengewinne bestreitet der DRK-Blutspendedienst auch nicht. „Ohne sie wäre ein wirtschaftliches Überleben unseres Blutspendedienstes gefährdet“, schreibt Markus Baulke, Hauptabteilungsleiter für Blutspenderwerbung und Öffentlichkeitsarbeit beim Blutspendedienst des DRK-Landesverbands. Alle Überschüsse würden im Rahmen der Gemeinnützigkeit zu 100 Prozent ins Unternehmen reinvestiert.

Zur angeblich nicht vorhandenen Transparenz des DRK verweist er auf die „kontinuierliche Prüfung durch die Finanzämter und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“. Auch die regelmäßige Veröffentlichung von Jahres- und Geschäftsberichten trage zu einer „größtmöglichen Transparenz“ bei.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Frauenfrühstück in Kirchlinteln

Frauenfrühstück in Kirchlinteln

Ginsengmarkt in Walsrode

Ginsengmarkt in Walsrode

Einzelkritik: Mit Bargfrede ist Werder besser

Einzelkritik: Mit Bargfrede ist Werder besser

Bilder der steilsten Standseilbahn der Welt

Bilder der steilsten Standseilbahn der Welt

Meistgelesene Artikel

Ranga Yogeshwar liest am 29. Januar im Saal der Kreissparkasse

Ranga Yogeshwar liest am 29. Januar im Saal der Kreissparkasse

Wirtschaftsförderung im Landkreises Diepholz zieht Bilanz

Wirtschaftsförderung im Landkreises Diepholz zieht Bilanz

Tamika Campbell im Kulturforum: Originell, aber nicht selten vulgär

Tamika Campbell im Kulturforum: Originell, aber nicht selten vulgär

Heiligenloher Weihnachtsmarkt-Premiere gelungen

Heiligenloher Weihnachtsmarkt-Premiere gelungen

Kommentare