Tierschau auf dem Brockumer Großmarkt ist ein voller Erfolg

„Das war mehr als ein Achtungserfolg“

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Besamungsbulle „Inliner“ war der Star der Tierschau. Nach Bayern wird er aber nicht zurückkehren. Er wechselte beim Viehmarkt den Besitzer.

Brockum - „Wir kommen 2016 wieder – mit noch mehr Rasse, Klasse und Masse“, versprach Martin Seidl am Dienstagabend beim Abschied. Der Tierzucht- und Vermarktungsexperte der „Bayern-Genetik“ zeigte sich mit dem Verlauf der ersten Tierschau im Rahmen des 457. Brockumer Großmarktes sehr zufrieden.

„Das war mehr als ein Achtungserfolg zum Auftakt“, freute sich der bayerische Zuchtprofi. „Im nächsten Jahr sehen die Besucher eine noch größere Rassevielfalt. Zudem planen wir, täglich eine Auswahl der ausgestellten Tiere im Ring zu präsentieren“, kündigte Seidl schon jetzt an. Und auch einen Überraschungsgast soll es 2016 wieder geben, sagte er Bürgermeister Marco Lampe zu. Allein die für die Tierschau mitverantwortliche „Bayern-Genetik“ war mit einem sechsköpfigen Fachpersonal vertreten.

An allen vier Markttagen herrschte auf dem Tierschau-Areal zwischen Riesenrad und Viehmarktgelände reger Betrieb. Die Besucher interessierten sich in erster Linie für die ausgestellten Tiere, führten aber auch Fachgespräche mit den Züchtern, die die Tierschau mit ihrem Rassevieh bestückt hatten. Neben einer Fleckvieh-Auswahl der „Bayern-Genetik“ wurden auch Tiere anderer Züchter gezeigt – insgesamt knapp 20 Spitzentiere aus fünf Rassen.

Aus der Nähe von Paderborn war der Angus-Züchter Johannes Hibbeln angereist. Aus seiner Weidegemeinschaft Kleinenberg, wo er in seinem Zuchtbetrieb 50 Muttertiere hält, hatte er eine Angus-Spitzenkuh mit Kalb mitgebracht. „Angus-Tiere sind eine weltweit bekannte Rasse, die insbesondere wegen ihrer Fleischqualität beliebt sind“, weiß Hibbeln.

Der Welsh-Black-Zuchtbetrieb Dr. Jan Janssen aus Westerstede, der größte in ganz Deutschland, war in Brockum mit dem Prachtbullen „Amigo“ sowie einem Muttertier mit Kälbchen vertreten. In Gesprächen hörten die Besucher, dass es sich bei den von der Insel Wales stammenden Tieren um eine extensive Rasse handelt, die insbesondere durch gute Muttereigenschaften besticht.

Aus dem Zuchtbetrieb Wilfried Schmude aus Stemwede standen vier sogenannte Fresser, Bullenkälber mit einem Gewicht von etwa 200 Kilogramm, in den zuvor von der Fachfirma Olaf Nielsen aus Tastrup augebauten Weidehütten. Das Quartett wurde an einen Mastbetrieb nach Bakum verkauft.

Direkt von der „Bayern-Genetik“ kam der 1600-Kilogramm-Besamungsbulle „Inliner“, der am Dienstag auf dem Viehmarkt den Besitzer wechselte und damit nicht wieder nach Bayern zurückkehrt. Der siebenjährige Bulle, der aus dem Berchtesgadener Land stammt, hat in seiner aktiven Zeit annähernd 25000 Nachkommen gezeugt und stand schon bei anderen Tierschauen (in Tamstedt und Rendsburg beispielsweise) im Mittelpunkt des Besucherinteresses. Verkauft wurden zudem mehrere Fleckvieh-Kuhkälber und ein Gelbviehkuhkalb, einer vom Aussterben bedrohten Rasse.

Zu sehen gab es auch etwas für Schweinemäster und -züchter. Die Viehhandlung Vaske aus Addrup zeigte auf ihrem Viehtransporter ein Ferkel-Quartett der Dänischen Landrasse, quicklebendige Nachkommen eines dänischen Duroc-Ebers.

Komplettiert wurde das Angebot der Tierschau durch eine große Auswahl an Zubehör: Stalleinrichtungen für Milch- und Mütterkühe, Elektro-Weidezäune, Tränketechnik und Weidehütten.

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