Ina Pundsack-Bleith von der Gemeindeverwaltung erläutert die Geldflüsse der Gemeinde: Schule wird vermietet

KGS Leeste eines von 100 Produkten

Ina Pundsack-Bleith erläutert im Sitzungssaal den Haushaltsansatz für 2011.

Weyhe - WEYHE (sie) · Woher kommt das Geld einer Gemeinde und wohin geht es? Diese Fragen hat Ina Pundsack-Bleith von der Zentralen Steuerung der Weyher Gemeindeverwaltung im Rahmen einer VHS-Veranstaltung beantwortet. Mit 26 Zuhörern konnte sie am Mittwochabend im Sitzungssaal sogar mehr Zuhörer begrüßen als alle Zuschauer bei den jüngsten Sitzungen zu den Haushaltsberatungen zusammen.

„Das wichtigste Planungselement einer Gemeinde ist der Haushalt, der wird vom Rat beschlossen“, erläuterte Ina Pundsack-Bleith, die im Rathaus das Amt der „Finanzministerin“ bekleidet. Dieser Haushalt beinhaltet alle voraussichtlichen Erträge und Einzahlungen, Aufwendungen und Auszahlungen für die Erfüllung der Aufgaben einer Gemeinde. So fließt Geld aus verschiedenen Töpfen nach Weyhe. Weil die Verwaltung beispielsweise auch für das Land Niedersachsen tätig wird, bekommt sie für diese Aufgaben auch die erforderlichen Mittel an die Hand.

Kredite dürften erst dann aufgenommen werden, wenn andere Einnahmenquellen nicht mehr verfügbar sind. Sie zählte auf: Finanzmittel aus Verkäufen, Mieten und Pacht, Zuweisungen und Zuschüsse sowie Steueranteile sowie spezielle Entgelte wie Erschließungsbeiträge, Grund- und Gewerbesteuern. Dann gebe es noch Steuern, wie die Hunde- und Vergnügungssteuer.

Um transparent zu arbeiten, arbeite die Gemeinde mit „Produkten“. Dabei planen die Fachbereiche „ihre Produkte“ und erstellen Übersichten der anstehenden Investitionen. Die KGS Leeste ist laut Pundsack-Bleith eines von insgesamt 100 Produkten. Der Fachbereich Gebäudewirtschaft hat die Schule an den Fachbereich Bildung vermietet, erläuterte sie. So könne man im Produkt „KGS Leeste“ auf wenigen Seiten sehen, was die Schule wert ist und welche Einnahmen und Ausgaben notwendig sind, um das Gebäude sowie das Gemeindepersonal (Sozialpädagogen, Hausmeister, Reinigungskräfte) zu finanzieren.

Auf die Frage nach dem Schuldenstand antwortete sie, dass die Gemeinde den Haushalt 2010 mit Krediten finanzieren müsse und den neuen ebenfalls. Gefragt, ob es nicht preiswerter sei, die vielen freiwilligen Leistungen zu streichen, sagte sie: „Dann würden wir ohne Schulden auskommen, die Gemeinde hätte aber auch ein anderes Gesicht.“

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