„Voll cool“: Erste Kinderfeuerwehr in Dimhausen / Schon elf Mädchen und Jungen dabei

Die Lebensretter von übermorgen

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Das ist die „Rasselbande“ der neuen Dimhauser Kinderfeuerwehr (v.l.): Tim Horstmann, Bennett Berens, Pia Schorling, Lian Schorling, Melina Helms, Mira Schorling, Birthe Brandt, Joshua Huhmann, Janis Hagedorn und Frederik „Freddi“ Frese. ·

Dimhausen - Von Berthold B. Kollschen. Sie sind der neue und ganze Stolz der Ortsfeuerwehr Dimhausen: die elf Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis zu zehn Jahren, die seit Oktober des vergangenen Jahres regelmäßig alle vierzehn Tage montags von 17 bis 18 Uhr im Feuerwehrhaus hochmotiviert und mit Spaß an der Sache „Dienst schieben“.

„Kinderfeuerwehr ist voll cool!“, so die Kids lautstark und unisono auf die Frage, warum sie denn dabei sind.

„Die Idee zu einer Kinderfeuerwehr hatte meine Frau Stefanie“, so Heiko Schorling, der die Gruppe leitet. „Zunächst haben wir Flyer verteilt, um zu einer Infoveranstaltung einzuladen. Der erste Dienst hat dann am 1. Oktober mit elf Kindern – vier Mädchen und sieben Jungen – stattgefunden“, berichtet Schorling.

Zunächst gab es Kennenlernspiele, es durfte auch schon mal mit der Kübelspritze hantiert und gespritzt werden. „Wir sind mit fünf Betreuern dabei, die Rasselbande zu bändigen, ihnen erste Fertigkeiten beim Ausrollen von Schläuchen und beim Knoten von Seilen zu vermitteln und ihnen spielerisch das Feuerwehrwesen näher zu bringen“, so der Gruppenleiter stolz.

Inzwischen kann jedes Kind einen Notruf mit den notwendigen Angaben abgeben. Dabei sind die genaue Adresse eines Feuers oder Unfalls sowie eine kurze Darstellung des jeweiligen Notfallherganges wichtig. Zudem wurde ihnen die Gefährlichkeit von Feuer aufgezeigt und erklärt.

„Die Dienstbeteiligung der Jungen und Mädchen ist hervorragend“, so die Stadtfrauenbeauftragte Jennifer Stelljes. Sie zählt auch zum Kreis der Betreuer, den Franziska Wassermann und Birte Früchtenicht vervollständigen.

„Ich finde das ganz toll hier“, sagt die sechsjährige Melina Helms. Und Bennett (ebenfalls 6) findet alles gut, was Feuerwehr angeht, und konnte es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Den siebenjährigen Frederik hat vor allem das Knoten von Seilen begeistert. In einem aber waren sich alle einig: „Wenn wir zehn Jahre alt sind, wollen wir in der Jugendfeuerwehr weitermachen.“

In der Kreisjugendfeuerwehr gibt es nach Angaben von Kreiskinderfeuerwehrwartin Iris Specht zurzeit 14 Kinderfeuerwehren mit 224 Jungen und 108 Mädchen, die in Barnstorf, Diep holz, Kirchdorf, Lemförde, Rehden, Schwaförden, Siedenburg, Syke, Wagenfeld und Weyhe beheimatet sind. Bis zur offiziellen Absegnung der Dimhauser Kinderfeuerwehr als Nummer 15 sind nach Angaben von Schorling Satzungsänderungen notwendig, die allerdings nur Formsachen seien. Das bestätigt Bürgermeister Wilhelm Bäker, der sich über die Einrichtung der Kinderfeuerwehr freut und ihr jede Unterstützung der Stadt zusagt. „Es ist gut, gerade auch in der heutigen Zeit, dass so frühzeitig dafür gesorgt wird, Nachwuchs für den freiwilligen Feuerwehrdienst heranzubilden“, so Bäker.

„Unsere Kinderfeuerwehr ist für alle Jungen und Mädchen Bassums offen, die Interesse haben und zwischen sechs und zehn Jahre alt sind“, wirbt Heiko Schorling, der 2013 neben den regelmäßigen Diensten auch noch die Besichtigung der Bassumer Ortsfeuer und eventuell auch noch ein Ferien-Zeltlager am Dimhauser Feuerwehrhaus in Aussicht stellt. Schorling ist für Infos unter 04241 / 971728 oder unter heikoschorling@web.de zu erreichen.

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