Hallo, Taxi: JFK holt Michy Reincke am 17. November nach Syke

Lauschig, lässig und intensiv

Michy Reincke spielt in einer Woche
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Michy Reincke spielt in einer Woche

Syke - SYKE. In den 80ern war er die Stimme und das Gesicht von „Felix de Luxe“ – Michy Reincke. Mit seiner Komposition „Taxi nach Paris“ landete das Ensemble 1984 einen Charterfolg, der Kult wurde. Seit 1988 ist der 52-Jährige als Solokünstler unterwegs und gastiert mit dem „Michy Reincke Akustik Trio“ am Sonnabend, 17. November, auf Einladung von JazzFolkKlassik im Konzertsaal der Kreissparkasse. Vor seinem Gastspiel nahm sich der Hamburger Zeit für ein ausführliches Interview.

Seit Anfang März sind Sie fast ohne Unterbrechung auf Tournee. Ermüdungserscheinungen?

Michy Reincke: Ganz im Gegenteil, ich empfinde es nach wie vor als erfrischend und extrem spannend, live vor Publikum zu spielen. Keine Sorge, das ist ein verschleißfreier Prozess.

Und beim Publikum?

Reincke: Genauso – ermüdungsarm im positiven Sinne! Der Tour voraus ging ja die Veröffentlichung meines aktuellen Albums „Der Name kommt mir nicht bekannt vor“. Es gab Neues zu hören, die Leute waren neugierig, entsprechend hoch war die Resonanz. Wir haben eine ganze Reihe von ausverkauften Konzerten gespielt. Darüber bin ich sehr glücklich.

In Syke treten Sie mit Ihrem Akustik Trio an, was kann das Publikum erwarten?

Reincke: Diese Darbietungsform haben wir uns vor vielen Jahren für Clubs und kleinere Spielstätten ausgedacht, wo die komplette Band überdimensioniert wäre. An meiner Seite sind zwei langjährige Weggefährten und exzellente Musiker: Ralf Denker an der akustischen Gitarre und Martin Meyer, der die Tasten des Konzertflügels virtuos zu bedienen vermag. Dazu dreistimmiger Chorgesang – es wird lauschig, lässig und extrem intensiv.

Ein Programm der eher verhaltenen Töne?

Reincke: Sagen wir mal so – Es wird vielschichtig, von der fragilen Ballade bis zum Stadion-Rocker ist alles dabei. Ein bunter Reigen meines Werkes von den Klassikern aus den 80ern bis zum aktuellen Album. Die Syker bekommen vor allem etwas zum Zuhören geboten. Ich möchte zum Nachdenken anregen, den Menschen Denkvarianten anbieten. Aber ganz ehrlich – über weite Strecken gibt es auch einfach pure Unterhaltung.

Auch wenn Sie diese wohl schon tausend Mal gestellte Frage nerven wird: Werden Sie „Taxi nach Paris“ intonieren?

Reincke: Diese Frage nervt mich nicht, denn ich fühle mich nicht in meiner künstlerischen Wertstellung auf diesen Hit reduziert. Ich spiele ihn immer wieder gerne live, ich empfinde ihn weder als Schlager noch als Neue Deutsche Welle. Ich war 23, als ich das Stück schrieb. Seitdem begleitet es mich und blieb dabei zeitlos. Es ist letztendlich das Fundament meiner Popularität. Das Publikum liebt das Stück. Und ich liebe es auch! Darum ganz nachdrücklich: Ja, ihr werdet „Taxi nach Paris“ in Syke um die Ohren bekommen – und wie!

Schubladendenken lehnen Sie strikt ab. Was stände drauf, wenn Sie sich selber ein Etikett auf die Stirn kleben müssten?

Reincke: Ich würde mein musikalisches Wirken als populäre, kluge, deutschsprachige Erwachsenen-Musik beschreiben, die sich mit Rockmusik im zeitgenössischen Sound mit dem der 60er- und 70er-Jahre zu einem farbigen akustischen Cocktail verbindet. Das ganze ist angereichert mit Elementen aus Chansons und Zirkusmusik. Dafür ein Etikett zu finden, dürfte dann doch schwierig werden.

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