Neu: „Canicross“ als Ganztagsangebot an der Oberschule Kirchdorf/Varrel

Lauftraining mit Husky

Los geht es: Die Gruppe startet an der Oberschule in Varrel mit Julia Kranz (rechts, blaue Jacke) ins Canicross-Training. ·
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Los geht es: Die Gruppe startet an der Oberschule in Varrel mit Julia Kranz (rechts, blaue Jacke) ins Canicross-Training. ·

Varrel - Es ist deutlich zu sehen, wer da mit wem läuft, auch ohne den Hunde-Profi Martin Rütter: Die Huskys haben Lust auf Rennen, jeder will der erste und ganz vorne sein, fröhlich durch die Natur preschen. Am anderen Ende der Leine: die zweibeinigen Bremsen. Der Name des Projektes: „Canicross“.

Huskybesitzer Julia und Norbert Kranz bieten als Ganztagesangebot an der Oberschule Kirchdorf mit Außenstelle Varrel ab diesem Schuljahr Kurse in Canicross und Husky Walking an. Beim Walking ist das Tempo deutlich reduziert, das Canicross erfordert Kondition. Vier bis fünf Kilometer über Wirtschafts-, Feld- und Wiesenwege geht es. Mittels eines Bauchgurtes sind Zwei- und Vierbeiner verbunden.

Und anders als beim Spaziergang mit Fifi und Rex bleiben die Huskys nicht an jedem angepinkelten Grashalm stehen und schnüffeln. Diese Hunde laufen schnurstracks weiter. Und würde es nach den Schülerinnen und Schülern der Oberschule gehen, könnten die Kurse gerne mehr Plätze umfassen, als zehn. Julia und Norbert Kranz hätten zwar weitere Huskys, doch das Schulprojekt lässt sich so am besten leiten.

Die Schüler erhalten zunächst Einweisungen in die Theorie, lernen das Material kennen, die Bauchgurte und wie man mit den Hunden umgeht. Langsam entsteht dann eine Bindung zwischen den Schülern und den Hunden.

Die Jugendlichen übernehmen zunehmend Verantwortung. Und: Verbunden mit dem Hund durch einen Bauchgurt, laufen die Jugendlichen zügiger – ihre Leistungsbereitschaft erhöht sich.

Tatsächlich ist der sogenannte Stake out an der Schule, die Apparatur, an der die Hunde in Abständen angeleint sind und auf ihren Einsatz warten, schnell aufgebaut.

Die Kuscheleinheiten zeugen von Tierliebe. „Manche hätten tatsächlich gerne einen Hund zu Hause, lernen aber in diesem Projekt, das ein Tier täglich auch Arbeit bedeutet“, erklärt Schulleiter Torge Sprado.

Teilnehmen an „Canicross“ können Schüler ab Klasse 8, sonst könnten sie den Hunden vielleicht nicht genügend Kraft entgegensetzen.

„Wenn wir in Zukunft langfristig Teilnehmer haben, die so gut sind, dann könnten wir ein Canicross-Schulteam aufstellen“, blickt Julia Kranz in die Zukunft. „Canicross“ als Offerte im Rahmen der Ganztagsschule soll als ständiges Angebot an der Oberschule bleiben.

Erstes Ziel der jetzigen Canicross-Schüler: die Teilnahme am Schlittenhunderennen in der Junior-Kategorie am Wochenende des 13. / 14. Oktober in Ströhen. Jack hört auf, mit den Pfoten zu scharren, Fiene heult ein wenig, Tillek schweigt und lässt sich von Jasmin knuddeln. Und dann geht es los: Bauchgurt umgeschnallt und ab.

Und die Hofhunde unterwegs? Wie reagieren die? Julia Kranz lacht und erzählt: „Letzte Woche kam mit Mordsgetöse und Gekläffe ein riesiger Hofhund an – und machte dann ganz still und schnell kehrt, als er sah, dass die Gruppe mehr Hunde umfasst, als den einen an der Spitze...“ · sis

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