Wie schütze ich Kinder im Internet? – Präventionstrainer Ralf Schmitz gibt Tipps

„Lara7“ ist kein guter Name

Ralf Schmitz erläuterte Gefahren aus dem Internet – und zeigte Möglichkeiten aus, sie zu minimieren. ·
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Ralf Schmitz erläuterte Gefahren aus dem Internet – und zeigte Möglichkeiten aus, sie zu minimieren. ·

Syke - Von Tobias Kortas HEILIGENFELDE · Ralf Schmitz wirft seinen Zuhörern einen kurzen Blick zu. Nach ein paar Klicks auf dem Laptop wird der Satz „Netzwerke hacken ist nicht schwer“ auf die Wand hinter dem Sicherheitsexperten projiziert. „Gewaltbereite und Pädophile können fast auf jeden Kindercomputer Zugriff erhalten“, erklärt Schmitz.

Das Publikum ist gewarnt. „Natürlich ist es eine absolute Horror-Vorstellung, wenn im Kinderzimmer auf einmal die Web-Cam oder der Drucker angeht“, sagt der ehemalige Polizist. „Aber ich bin ja schließlich hier, um Ihnen Mittel gegen diese Gefahren zu zeigen.“

Der Seminarraum im Steimker Hof will sich nicht so recht füllen, als Ralf Schmitz an diesem Dienstagabend seinen Vortrag zum Thema „Wie kann ich mein Kind vor Gefahren im Internet schützen?“ hält. Der 43-Jährige gehört als Hörbuchautor und Sicherheitsexperte der Sicher-Stark-Initiative an, die es sich zum Ziel gemacht hat, Kinder vor Gefahren und Übergriffen zu schützen.

Schmitz informierte über sogenannte Malware – das sind Programme, die unerwünschte und schädliche Funktionen ausführen. Unter diesen Oberbegriff fällt auch Spionage-Software, die Internet-Kriminelle benutzen, um Zugriff auf fremde Rechner zu bekommen. „Einen umfassenden Schutz dagegen gibt es nicht“, machte Schmitz deutlich. „Doch es hilft schon sehr, wenn man verschiedene Virenschutzprogramme installiert und diese regelmäßig aktualisiert.“ Kostenlose Programme reichen nicht aus. „Man muss schon mindestens 30 Euro im Jahr investieren“, erklärte der Präventionstrainer.

Um Hacker-Angriffen vorzubeugen, ist es laut Schmitz notwendig, unterschiedliche Benutzerkonten einzurichten. So werde es für Täter schwieriger, Zugang zu wichtigen Funktionen am Computer des Kindes zu erhalten. „Zum Schutz gehört ein sicheres Passwort, über das man den PC startet“, so Schmitz. Dieses könnten Eltern ihre Kinder durch einen Satz wie ‚Du bist ein tolles Kind und wir haben Dich lieb‘ auswendig lernen lassen. „Merkt sich das Kind die Anfangsbuchstaben des Satzes und fügt noch eine einfache Rechenaufgabe ein, hat es schon ein schwer zu knackendes Passwort.“

Vorsicht müsse auch bei unseriösen Internet-Adressen gelten. Diese seien leicht am fehlenden Impressum zu erkennen, welches in Deutschland vorgeschrieben ist. Außerdem müssten Eltern und Kinder genau auf den Namen und das Logo der Seite achten. „Gerne werden bekannte Kinder-Plattformen wie Toggo kopiert und dann zum Beispiel mit zwei „o“ geschrieben“, berichtete Schmitz.

„Es ist nicht schwierig, Kindern das richtige Surfverhalten beizubringen“, sagte Schmitz. Hilfe biete zum Beispiel die Website http://www.internet-abc.de, wo Kinder spielerisch eine sichere Nutzung des weltweiten Netzes erlernen können. Dazu gehöre es auch, möglichst wenig Spuren im Internet zu hinterlassen.

Damit sich die eigenen Kindern möglichst wenig Gefahren im Netz aussetzen, empfiehlt Schmitz, mit dem Nachwuchs einen Vertrag über die richtige Internetnutzung abzuschließen.

Außerdem sollten Kinder in Chatrooms keine Hinweise auf ihre Identität geben. „Bei Spitznamen wie ‚Lara7‘ haben Pädophile leichtes Spiel“, sagte Schmitz. Stattdessen müssten Eltern und Kinder es möglichen Tätern mit nichts sagenden Bezeichnungen so schwer wie möglich machen. Weitere Infos unter:

http://www.sicher-stark-team.de

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