Schutzzone nach Ausbruch in Vechta

„Reisebeschränkungen“ für Vögel: Kreis Diepholz reagiert auf Geflügelpest

Der Kreis Diepholz richtet eine Schutzzone für Vögel ein. Damit reagiert die Verwaltung auf den erneuten Ausbruch der Geflügelpest im Nachbarlandkreis Vechta.

Diepholz – Der Landkreis Diepholz wird ab sofort in Teilen zur Geflügelpest-Schutzzone. Das verkündete die Verwaltung in einer Mitteilung am Montag, die Regeln gelten demnach ab Dienstag. In den betroffenen Gebieten gelte neben dem Aufstallgebot „ein Ausfuhrverbot von Vögeln, frischem Fleisch von Geflügel und Federwild und Eiern“, teilte die Verwaltung mit. Die Schutzzone werde in Teile der Stadt Twistringen und der Samtgemeinde Barnstorf eingerichtet.

LandkreisDiepholz
Einwohner216.886
Fläche1.991 Quadratkilometer
Kreisgliederung45 Gemeinden

Neben Geflügelpest-Schutzzonen: Diepholz erweitert Überwachungszone

Die Verwaltung hatte die Maßnahmen per Allgemeinverfügung ins Leben gerufen. Neben der neuen Schutzzone in Barnstorf und Twistringen reiche die Überwachungszone nun ebenfalls weiter „und schließt neben Teile der Stadt Twistringen und der Samtgemeinde Barnstorf auch Teile der Stadt Diepholz und der Samtgemeinde Rehden mit ein“, so die Verwaltung. Auch dort gelte das Ausfuhrverbot. „Der private Einkauf von Geflügelfleisch im Supermarkt ist von dem Ein- und Ausfuhrverbot nicht betroffen.“

Der Landkreis Diepholz richtet eine Geflügelpest Schutzzone ein.

Damit reagiert der Landkreis Diepholz auf die Vogelgrippe im benachbarten Landkreis Vechta. Dort sei es zu einem weiteren Fall der Geflügelpest in der Gemeinde Goldenstedt gekommen: „Von den daraus resultierenden Bekämpfungsmaßnahmen ist der Landkreis Diepholz ebenfalls betroffen“, heißt es in der Mitteilung. Auf einem Hof in Vechta mussten zuvor 12.000 Puten getötet werden, nachdem der Ausbruch am ersten Weihnachtstag bekannt geworden war. Bereits im November hatte Niedersachsen den Geflügelpest-Krisenfall ausgerufen.

Geflügelpest in Niedersachsen: Diepholz „besonders gefährdet“

Die Krankheit werde vor allem durch Wildvögel übertragen: „Der Landkreis Diepholz ist mit seinen international bedeutsamen Rastplätzen für Kraniche, Gänse sowie Sing- und Zwergschwänen und auch wichtigen Brut- und Durchzugsbiotopen für Watvögel nach wie vor besonders gefährdet“, erklärte die Verwaltung. Das Veterinäramt weise in dem Zusammenhang weiterhin eindringlich auf die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen hin. Für Menschen sei die Krankheit kaum gefährlich. Aufgrund von großen Bestandsverlusten haben Halterinnen und Halter in Niedersachsen dennoch Angst vor der Geflügelpest.

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„Das aktuelle Ausbruchsgeschehen in anderen Landkreisen zeigt, dass die Gefahr weiterer Ausbrüche nach wie vor sehr hoch ist und aus dem Grund derartige Maßnahmen nicht nur gesetzlich vorgesehen, sondern auch zwingend notwendig sind“. Bereits im November mussten in Hoya zehntausende Tiere wegen der Geflügelpest getötet werden, kurz zuvor wurde auch ein Fall der Geflügelpest in Cuxhaven gemeldet. Anfang Dezember kam es im Landkreis Oldenburg erneut zu einem Ausbruch der Geflügelpest. * kreiszeitung.de ist Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Jens Büttner

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