Erste Hospiz- und Palliativ-Fachtagung trägt den Titel „Zuhause leben und sterben“

Impulse für menschlichen Abschied

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Der Mensch im Mittelpunkt: Dafür knüpfen (v.l.) Silke Stecker, Andreas Weber-Sordon, Erika Thoben, Annegret Stieglitz, Dr. Karl Aeffner, Rieke Rohlfs, Heike Brand, Michael Gillner und Alena Scholz ein tragfähiges Netzwerk.

Twistringen/Sulingen - Von Anke Seidel. Bis zum letzten Atemzug zu Hause und im Kreis der Familie bleiben zu können – das wünschen sich die meisten schwerstkranken und sterbenden Menschen. Der Palliativstützpunkt und die Hospizgruppen im Landkreis Diepholz wollen gemeinsam zeigen, wie das gelingen kann. Deshalb organisieren sie unter dem Titel „Zuhause leben und sterben“ die erste Hospiz- und Palliativfachtagung für den Landkreis Diepholz – und laden für den 11. und 12. September dafür Ärzte, Pflegepersonal, Hospizhelfer und vor allem Angehörige von schwerstkranken und sterbenden Menschen ein. Im Hildegard-von-Bingen-Gymnasium in Twistringen bieten sie eine Fülle von Referaten zu den verschiedensten Aspekten eines würdevollen, menschlichen Abschieds vom Leben.

Mit Michael Gillner und seinem Unternehmen Art.Media Public Relations, das professionelle Kommunikation im Bereich Gesundheit, Technologie und Medizin organisiert, haben sich die Organisationen einen versierten Partner ins Boot geholt. Ein Faltblatt, das über die einzelnen Programm-Punkte des zweitägigen Seminars informiert, liegt bereits vor. Interessierte erhalten es bei Ärzten, Pflegediensten, im Palliativ-Stützpunkt Sulingen und anderen Einrichtungen – ebenso im Internet.

Weit über die Kreisgrenzen hinaus wollen die Organisatoren über den ersten Fachtag dieser Art im Landkreis Diepholz informieren. „Wir wollen für das Thema sensibilisieren und aufklären“, sagt Erika Thoben. „Die wenigsten Menschen wissen, was ein Palliativstützpunkt ist“, fügt Michael Gillner hinzu.

Diese Einrichtung organisiert und koordiniert den Einsatz von Fachkräften so, dass schwerstkranke und sterbende Menschen Zuhause eine optimale Versorgung erhalten und Angehörige Entlastung finden.

Zurzeit versorgen diese Fachkräfte Tag für Tag 50 Patienten, so Silke Stecker. Letztere erhalten medizinische und pflegerische Betreuung, aber auch – ebenso wie ihre Angehörigen – seelische Unterstützung. Diese Aufgabe übernehmen geschulte Helfer aus den Hospizgruppen im Landkreis Diepholz. „Wir wachsen immer mehr zusammen“, sagt Erika Toben.

Während des ersten Fachtages thematisieren fachkundige Referenten am 11. September (Freitag) brennende Themen der Ausnahme-Situation, in der sich Palliativ-Patienten befinden. „Kann ich über meinen Tod selbst bestimmen?“ lautet beispielsweise der Titel eines Fachreferates. Ein anderes befasst sich mit der palliativen Chemotherapie. Außerdem geht es um die Ernährung in dieser Lebensphase, um das Leben und Sterben in unterschiedlichen Kulturen und anderes mehr.

Am 12. September (Sonnabend) können die Teilnehmer unter zehn verschiedenen Workshops wählen. Dabei geht es um Selbstfürsorge für Körper, Geist und Seele sowie um Hilfen für Angehörige, Symptomkontrolle, die Komplimentärmedizin (alternative Behandlungsmethoden), seelsorgerische Begleitung sowie Physiotherapie und anderes mehr. Ein spezielles Thema ist die palliative Versorgung in der Altersmedizin. Im Rahmenprogramm ist eine Schüler-Ausstellung zum Thema Abschied, Trauer, Tod und Hoffnung zu sehen. Weitere Informationen im Internet:

www.palliativ-diepholz.de

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