Erste Bürgerversammlung in der Schulaula: Die „bunten Hunde“ aus dem Ort stellen sich 50 Interessierten vor

Lahausen wird erstes Weyher Quartier

Aufmerksam lauschten die Lahauser dem neuen Konzept, wie Nachbarschaftshilfe organisiert werden kann.

Lahausen · Senioren sollen daheim und in den eigenen vier Wänden alt werden können – das ist das erklärte Ziel, das die Gemeinde Weyhe zusammen mit dem Seniorenservicebüro beim ersten Weyher Quartier in Lahausen anstrebt. Eine gut funktionierende Nachbarschaftshilfe ist dabei eine wichtige Säule. Bei der ersten Bürgerversammlung in der Lahauser Aula interessierten sich gestern 50 Bürger für das zukunftsweisende Konzept.

Bei dieser Auftaktveranstaltung erläuterte Bettina Preißner, Leiterin des Fachbereichs Ordnung und Soziales der Gemeindeverwaltung, die Idee der praktischen Nachbarschaftshilfe und damit auch die der Selbsthilfe. Außerdem wollte sie wissen, welche Verbesserungsvorschläge die Lahauser haben.

Mit dem Blick auf den demografischen Wandel und einer Verschiebung der Altersstrukturen wird der Staat in den kommenden Jahren und Jahrzehnten weniger schultern können – darin waren sich die Vertreter der Gemeindeverwaltung und des Seniorenservicebüros einig. Um sich rechtzeitig zu wappnen, möchte die Gemeinde Weyhe so genannte Quartiere einführen. Die sollen von einem Manager betreut werden, der die Sorgen, Nöte aber auch Wünsche zusammenträgt und als Sprachrohr fungiert. Eine weitere wichtige Säule des neuen Konzeptes bilden die „bunten Hunde“. Das sind Menschen, die einen gewissen Bekanntheitsgrad haben und sich ehrenamtlich um die Anliegen ihre Mitmenschen und Nachbarn kümmern.

Lilja Helms, Leiterin des Senoirenservicebüros, versprach, sich mit Rat und Tat für die Belange der Senioren einzusetzen. So wolle sie beispielsweise gerne helfen, falls jemand einen seniorengerechten Umbau plant, der Stolperfallen im Haus beseitigen soll. Wo es Fördermittel gibt, könne sie auch sagen. Sozialarbeiter Daniel Neuhaus steht Helms zur Seite und möchte den „Dialog über den Gartenzaun“ fördern. Eine Steilvorlage bot eine Seniorin, die moniert hatte, dass man gar keine Briefe schreiben bräuchte, da sie bis zum nächsten Kasten etwa 2 000 Meter laufen müsste. Neuhaus erwiderte, dass es beim Quartierskonzept nicht darum gehe, neue Kästen aufzustellen, sondern wie sich die Bewohner des Quartiers gegenseitig helfen können. Wenn jeder einsam vor sich hin lebe, sei die Entfernung zum Kasten ein Problem. Wenn aber der Nachbar oder der „bunte Hund“ Reinhard Backhaus ohnehin zum Kasten fährt, wolle er gerne Briefe für andere mitnehmen. Karl-Heinz Osmers, ebenfalls ein „bunter Hund“, erinnerte daran, dass die Zusteller auch Briefe mitnehmen. Reinhard Backhaus berichtet, dass er Briefmarken im Internet bestellt. Das könnte er auch für andere erledigen. Der „bunte Hund“: „Ich juckel so viel in der Gegend rum. Da bringe ich für jemand anderes gerne einen Bogen mit.“

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