Förderverein erwägt kurzfristigen Umzug am derzeitigen Standort / Dambroth: „Brauchen Warteraum“

Kunden der Bassumer Tafel müssen nicht mehr lange frieren

Bassum - (al) · „Bei den derzeitigen Temperaturen können wir es unseren Kunden nicht zumuten, draußen zu warten. Wir müssen uns kurzfristig etwas einfallen lassen, haben bereits auch schon eine Idee.“ Rainer Dambroth, Vorsitzender des Fördervereins der „Bassumer Tafel e.V.“ ist zuversichtlich, dass sich die Tafelnutzer am kommenden Freitag zum letzten Mal kalte Füße holen werden.

Wie bereits berichtet, sind die Räume in Eschenhausen viel zu klein, um mehrere Personen gleichzeitig bedienen zu können. Aus diesem Grund werden immer nur jeweils zwei bis drei Personen hinein gelassen. Die anderen müssen draußen warten.

Bei mehr als 100 Bedürftigen kommt es da schon mal zu zeitlichen Verzögerungen. „Eine Stunde Wartezeit ist keine Seltenheit“, sagt Dambroth. Das war im Sommer kein Problem, aber jetzt würden die Menschen, darunter oft auch viele Kinder, erbärmlich frieren – so auch am Ausgabetag des 30. Dezember. Aufgrund der Feiertage hatte das Tafel-Team die Öffnungszeiten verlegt. Dambroth: „Wir können ja nicht einfach schließen, vor allem nicht vor Weihnachten und Silvester.“

Der Förderverein setzte sich mit dem Vermieter zusammen, um nach einer Lösung zu suchen. Kurzfristig kam man überein, in ein angrenzendes Gebäude umzuziehen, um so auch einen Warteraum für die Kunden zu schaffen. Dambroth hofft, noch in der kommenden Woche mit dem Packen beginnen zu können. Er hofft außerdem, dass die Tafel dauerhaft in neuen Räumen am alten Standort bleiben kann. „Wir platzen aus allen Nähten, haben kaum Stauraum und brauchen dringend mehr Fläche“, erklärt Dambroth.

Aus diesem Grund habe der Förderverein im Dezember einen Antrag an die Stadt auf Mietzuschuss in Höhe von 3 000 Euro im Jahr gestellt. Die Stadt zahlt bereits einen Zuschuss von zehn Cent pro Einwohner, das macht etwa 1700 Euro im Jahr. „Die Nebenkosten würden wir selbst bezahlen“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Doch die Politik gewährte den Zuschuss nur für drei Monate, mit der Auflage, man solle sich nach günstigeren Alternativen umschauen. Dann soll erneut beraten werden. „Günstigere Lösungen gibt es aber derzeit nicht. Wir haben bereits lange gesucht“, erklärt indes Rainer Dambroth und fügt hinzu: „Wir haben uns zahlreiche Gebäude angeschaut. Doch alle sind wesentlich teurer, würden uns langfristig finanziell erdrücken. Der Standort in Eschenhausen ist derzeit am günstigsten.“

Um das zu belegen, erstellt Dambroth derzeit eine Liste von möglichen Gebäuden und deren Nebenkosten. Diese wolle er am 16. Januar den Ratsmitgliedern im Rahmen der Haushaltsklausurtagung übergeben.

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