Lagerzeitung arbeitet bis tief in die Nacht

Team sorgt für Zündstoff

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Geben alles, um den Zeltlagerteilnehmern Lesestoff zu bieten: Das „Zündstoff“-Team.

Aschen - Von Katharina Schmidt. Wo was los ist, ist auch das Team der Lagerzeitung. Die Reporter vom „Zündstoff“ bringen jeden Tag eine Ausgabe ihres Nachrichtenblattes heraus. Um die Teilnehmer des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers in Aschen stets auf den neuesten Stand zu halten, nehmen sie kurze Nächte in Kauf.

Die Redaktionszentrale ist in einem Klassenraum der Grundschule Aschen. Normalerweise sind dort Kinderstimmen, raschelnde Schulhefte und Kreidequietschen zu hören. Derzeit dominieren andere Geräusche: geschäftiges Tippen, das leise Surren von Computern und Gespräche über die aktuellsten Ereignisse.

23 Mitarbeiter arbeiten beim „Zündstoff“ – in der Redaktion sind aber nie alle anzutreffen. Stets sind Leute unterwegs, um Fotos und Infos zu sammeln. Die Ersten fangen um sieben Uhr an, die Letzten verlassen die Redaktion nachts um halb drei – vorausgesetzt, alles klappt.

Bei der vierten Ausgabe der Lagerzeitung war das nicht der Fall. Erst morgens um halb zehn kam die letzte Ausgabe aus dem Drucker. „Der eine Drucker war schon tot und der andere wollte sterben“, fasst Redaktionsmitarbeiter Jörg Thölke zusammen. Dank des unermüdlichen Einsatzes des Servicetechnikers mussten die Teilnehmer aber nicht auf ihren Lesestoff verzichten.

Motivation: Die positiven Rückmeldungen

Viel Arbeit, wenig Schlaf – wieso tut man sich das freiwillig an? „Wegen der positiven Rückmeldungen“, meint Kim Thölke. Ihr Kollege Arnd Broszeit ergänzt schmunzelnd: „Weil man hier in der Redaktion im Trockenen sitzt.“ Gelächter ertönt – Spaß im Team ist ein weiterer Grund, warum sich die Arbeit beim „Zündstoff“ auch ohne Bezahlung auszahlt.

Der Drucker spuckt am Ende eines Redaktionstages jede Ausgabe rund 240 Mal aus. Alle Jugendfeuerwehren holen sich ihr Exemplar am Wachzelt ab – bis auf die Gruppe, die das „Foto des Tages“ eingesandt hat. Sie bekommt ihre Zeitung vor die Zelttür geliefert. Weitere Rubriken der Lagerzeitung sind unter anderem Berichte vom Lagergeschehen, die Lagernovela, Rätsel, Interviews, Dienst-, Start- und Speisepläne sowie Fotocollagen.

Mehr als 10.000 Fotos

Apropos Fotos: Bei der Lagerzeitung sammeln sich viele davon an. „Locker über 10.000“, schätzt Hobbyredakteur Wilhelm Lüdeker. „Mehr“, wirft eine Kollegin ein. „Ich hab täglich immer schon um die 800.“ Alle Daten nehmen bisher 120 Gigabyte ein – für mehr ist noch reichlich Platz.

Übrigens: Zum ersten Mal bloggen Mitarbeiter der Lagerzeitung. Dabei schlüpfen sie in die Rolle des Feuerwehrhahns Zündi. Das Tier war das Maskottchen vom Aschener Zeltlager 2000.

Nicht nur aus der Lagerzeitung erfahren die Jugendlichen wichtige Informationen, sondern auch über Lautsprecher. Die Stimmen, die zum Beispiel Gruppen oder Falschparker ausrufen, gehören zur TEL. Die Abkürzung steht für Technische Einsatzleitung – zutreffend ist aber auch „Tägliche Extraleistung“. Das behaupten zumindest Mitglieder des zehnköpfigen TEL-Zeltlagerteams augenzwinkernd.

Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr: der Donnerstag in Aschen

Jede ihrer Durchsagen beginnt mit einem einprägsamen „Plopp“-Geräusch. Dieses stammt von dem Siedenburger Malte Sill. Als er als „Zeltlagerstimme“ vor fast zehn Jahren anfing, musste er das Geräusch vor jeder Durchsage erneut mit seinen Lippen erzeugen. Mittlerweile ist es auf Band gespeichert und wird automatisch vor jeder Durchsage abgespielt – trotzdem kann Sill immer noch auf Anhieb analog „ploppen“.

Die Ausgaben der Lagerzeitung und „Zündis Blog“ sind auf der Internetseite des Zeltlagers zu finden:

www.zeltlager2017.de

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