Mitten im Geschehen: Pastor Tobias May – Seelsorger und Zeltlager-Helfer

16 bis 20 Uhr Küchendienst

Gut gestellt beim Küchendienst: Tobias May, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Borstel. - Foto: Jugendfeuerwehr

Borstel - „Ich konnte mir bis vor kurzem noch nicht vorstellen, was das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager für eine Veranstaltung ist“, sagte Pastor Tobias May: „Ich komme aus der Stadt, da kennt man so etwas nicht.“ Nach seiner offiziellen Einführung als Pastor der Gemeinden Borstel, Staffhorst und Pennigsehl im Jahr 2008 hatte er für sich entschieden, die Vereine vor Ort zu unterstützen. Seitdem ist er in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv: „Gott zur Ehr’ dem Nächsten zur Wehr“.

Dass er auf dem Zeltlager mit anfasse, findet er selbstverständlich: „Kirche sollte da sein, wo Menschen zusammenkommen.“ Im Fall der Veranstaltung in Borstel liege das Engagement ohnehin nahe: „Die Konfirmanden sind hier, die Kirchenvorstandsmitglieder auch und die Gemeindeglieder sowieso.“

Verwundert und erfreut ist er darüber, dass die Öffentlichkeit die Präsenz von „Kirche“ so positiv aufnimmt. Vor allem auswärtige Teilnehmer und Besucher zeigen sich darüber verwundert. „Üblich scheint es nicht zu sein, dass ein Pastor mitten im Geschehen ist“, sagt May. Er ist acht Stunden auf dem Zeltlagergelände zu finden: als Seelsorger, aber auch als freiwilliger Helfer. Seinen festen Platz hat er zwischen 16 und 20 Uhr im Küchenzelt: „Platten fürs Abendbrot belegen.“

Er finde es großartig, dass sich auch die kirchlichen Musikgruppen und Mitarbeiter beim Zeltlager engagieren, betont May: „Wir leisten alle miteinander einen kleinen Beitrag, dass diese Veranstaltung gelingt. Wir wissen, was das heißt, schließlich lebt auch Kirche vom Ehrenamt.“

Feuerwehr-Zeltlager in Borstel: Der Mittwoch

Auf einen Zeltgottesdienst hat er bewusst verzichtet: „Ich war gegen eine Pflichtveranstaltung.“ Ein paar Worte hatte er sich allerdings für die (ausgefallene) Eröffnungsveranstaltung zurecht gelegt. Das Motto des Zeltlagers „Hawaii“ und der Aloha-Spirit gefalle ihm, sagt er. Aloha sei Lebensphilosophie, das Wort stehe für Zusammenhalt, Gastfreundschaft, Demut, Freundlichkeit, Geduld und gute Gedanken.

Jugendfeuerwehr-Zeltlager: Der Dienstag

Besonders beim witterungsbedingt schwierigen Start seien letztere wichtig gewesen: „Es ging darum, die Situation gemeinsam auszuhalten und zu bewältigen.“ Auf das Wetter habe er leider trotz seines guten Drahts „nach oben“ keinen Einfluss gehabt. „Petrus ist katholisch“, sagt er schmunzelnd. 

mks

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