Thomas Lüdemann und Team kochen täglich 1.850 Portionen Mittagessen

Knochenjob in der Küche

Thomas Lüdemann (l.) mit Jens Buschmann. - Foto: mks

Borstel - „Küchenmeister“ Thomas Lüdemann versteht sein Fach. Er ist gelernter Koch, aber mit Größenordnungen wie beim Kreiszeltlager hat er es im „normalen Leben“ selten zu tun.

„300 Kilogramm Kartoffeln, zwei Paletten Nudeln, 300 Kilogramm Gulasch – meine Bestellungen zu Hause haben andere Dimensionen als hier“, erklärt der 24-Jährige lachend.

Für ihn ist es der fünfte Einsatz bei einem Kreisjugendfeuerwehrzeltlager, aber das erste in der Position als Küchenchef. „Ich bin froh, dass ich viele erfahrene Leute um mich habe“, betont Lüdemann. Er freue sich über Tipps der „alten Hasen“, unter anderem von seinem Vorgänger Heinrich Nordmann, der weiterhin zum Team gehört.

Bis zu 15 Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Lagerteilnehmer mittags eine leckere Mittagsmahlzeit erhalten. 1 .850 Portionen werden täglich zubereitet. In der Zeit zwischen 11.30 und 14 Uhr ist Essenausgabe, gekocht wird fortlaufend frisch. Das schönste Lob für die Belegschaft der Küche ist, wenn die Reste nur den Boden der Abfall-Tonne bedecken. „Die Kinder hauen rein, sie probieren fast alles“, sagt Lüdemann. Auch der Burgunderbraten, der auf der Liste der beliebtesten Gerichte von Kindern und Jugendlichen nicht unbedingt oben rangiert, kam bestens an.

Der Menü-Plan wird im Vorfeld mit dem Jugendparlament abgesprochen. „Wir stellen neue Rezepte vor und überlegen, welches Gericht wir im nächsten Jahr aus dem Plan nehmen“, erklärt Lüdemann: „In der Regel wird das unbeliebteste abgewählt.“ So wurde das fleischfreie „Valess-Schnitzel“, das zwei Jahre in der Gunst der Jugendlichen ganz weit oben lag, in diesem Jahr aus dem Programm genommen.

Die Küchenmitarbeiter gehören zum Stab der rund 50 Verantwortlichen, die im Wechsel die Lehrgangsteilnehmer in den Feuerwehrtechnischen Zentralen Wehrbleck und Barrien bekochen. Lüdemann: „Wer es zeitlich schafft, ist beim Kreisjugendfeuerwehr zeltlager dabei. Und fast alle, die keinen Urlaub nehmen können, kommen zu Besuch.“

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Zu Abendbrot- und Frühstückszeiten ist die Küche mit zwei bis vier „hauptamtlichen“ Mitarbeitern besetzt, schließlich geht es „nur“ darum, 3 00 Liter Kakao zu kochen. Als Küchenhilfen ergänzen Ehrenamtliche aus den Reihen der ausrichtenden Jugendfeuerwehr das Team. Die Zusammenarbeit klappt sprichwörtlich wie am Schnürchen.

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Die Arbeit in der Küche – ein „Knochen-Job“ – hat offenbar ihren Reiz. Die Köche sind gut gelaunt. Und für das nächste Jahr gibt es bereits zwei Bewerber, die ihr Team rund um die Uhr verstärken wollen. 

mks

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